Die Regionalliga-Handballer der HSG Albstadt empfangen zum vorletzten Heimspiel dieser Saison die HSG Ostfildern. Die Gäste verfügen über wurfgewaltige Spieler.
REGIONALLIGA HERREN HSG Albstadt – HSG Ostfildern (Samstag, 20 Uhr, Mazmannhalle Ebingen). Für die Regionalliga-Handballer der HSG Albstadt geht es in die finalen Wochen. Vier Spiele sind noch in dieser Saison zu absolvieren. Nach 26 absolvierten Spielen haben die Schwarz-Roten mit 35:17 Zähler und dem daraus resultierenden zweiten Tabellenplatz den Aufstieg in die 3. Liga noch selbst in der Hand.
Konkurrenz im Nacken
Allerdings hängt die Konkurrenz den Schützlingen von Cheftrainer Andreas Wendel dicht im Nacken. Das Ranking der Regionalliga Baden-Württemberg gestaltet sich wie folgt. An der Spitze thront der TSB Schwäbisch Gmünd (39:13-Punkte), gefolgt von den beiden punktgleichen Teams der HSG Albstadt und dem TVS 1907 Baden-Baden. Unmittelbar einen Zähler dahinter steht das Trio des TSV Heiningen 1892, HSG Willstätt/Hanauerland und des TuS Steißlingen (alle 34:18-Zähler). Dem Tabellensiebten TSV Weinsberg (32:20) werden nur eher minimale Außenseiterchancen zugeordnet. Keine Frage, von einem spannenden Aufstiegskampf zu sprechen, käme wohl eher einer großen Untertreibung gleich.
Am Samstag macht die HSG Ostfildern den Auftakt in den letzten Viererpack für die HSG Albstadt.
Partie stand auf der Kippe
Erst am Mittwochabend konnte Andreas Wendel den Spieltermin bestätigen. Über Ostern wurden Dacharbeiten an der Mazmannhalle durchgeführt, sodass lange im Vorfeld nicht sicher war, ob der geplante Spieltermin durchgeführt werden kann.
„Wir sind mit Ostfildern seit zwei Wochen im Austausch, dass das Spiel eventuell verlegt werden muss“, sagte Wendel noch am Mittwochmorgen, ehe der Übungsleiter wenige Stunden später Entwarnung geben konnte.
Mit Ostfildern gibt der Tabellenzehnte seine Visitenkarte in der Mazmannhalle ab. Auf dem Papier scheinen die Albstädter der klare Favorit zu sein, doch der Schein trügt, versichert der HSG-Chefcoach. „Ich finde, das ist ein richtiger Brocken. Ihre Tabellensituation spiegelt nicht ihr Leistungsbild wider. Mit ihrem Neuzugang auf Rückraumrechts, der vorher auch schon in der zweiten Liga gespielt hat, sind sie ein ganzes Stück weit besser“, so Wendel.
Gemeint ist Luis Plymford Foege. Der ehemalige deutsche U19-Nationalspieler verfügt durch seine früheren Stationen HSG Konstanz und HC Oppenweiler/Backnang gehörig über Erfahrung aus der dritten und zweiten Liga. Verletzungsbedingt wurde der Vertrag von Oppenweiler/Backnang im September 2025 aufgelöst, sodass Foege im Januar zu seinem Heimat- und Jugendverein HSG Ostfildern zurückkehrte.
Ein weiterer neuer Verein wurde aber bereits gefunden. Anfang des Jahres wurde der wurfstarke Linkshänder vom Nord-West-Drittligisten TuS Vinnhorst als Neuzugang für die kommende Saison vorgestellt. In seiner kurzen Zeit bei den Filder-Handballern erzielte er aber in neun Spielen 47 Tore.
Auch auf Rückraumspieler Janne Böhm, dessen Dienste sich der Drittligist VfL Pfullingen für die kommende Runde sicherte, sowie die torgefährlichen Jon Gehrung und Florian Distel, sollte die HSG bei den Gästen im Blick haben.
„Uns erwartet eine gute und kompakte 6:0-Abwehr. Ich kann mich an die letzte Saison erinnern, in der wir zweimal gegen sie verloren haben. Einmal sogar recht deutlich. Das Hinspiel war eine knappe Geschichte, die sich über 60 Minuten recht ausgeglichen gestaltete. Mal sehen, wer nach Ostern mehr PS auf die Spur bekommt“, so Wendel. Mit 41:37 entführten die Albstädter im Hinspiel die beiden Punkte von den Fildern. Der Albstädter Spielmacher Julian Thomann erwischte mit 18 Toren damals einen Sahnetag.