Julian Thomann (links) war gegen Ostfildern nicht zu stoppen. Dem Spielmacher der HSG Albstadt gelangen 18 Tore. Foto: Kara

Zum Abschluss der Hinrunde trägt die HSG Albstadt zwei Heimspiele aus. Am Donnerstag (20.15 Uhr) geht es gegen den HC Neuenbürg, am Sonntag gegen den TSV Blaustein (18 Uhr).

Zweimal muss die HSG Albstadt in diesem Jahr noch ran und beide Male vor eigenem Publikum im „Wohnzimmer Mazmann.“

 

„Das wird nochmals richtig knackig“, weiß HSG-Co-Trainer Dominik Koch. Nach drei tollen Siegen in Folge mit großem Angriffsspektakel sieht man bei den Albstädter Handballern zufriedene Gesichter. „Wenn jemand uns vor drei Wochen gesagt hätte, dass wir aus diesen drei schweren Spielen mit 6:0 Punkten rausgehen, hätten wir das alle unterschrieben“, sagt Koch.

Eine große Chance

Mit zwei Siegen würden die Schwarz-Roten mindestens auf Tabellenplatz zwei überwintern. „Das Gefühl um die Tabellenführung mitzuspielen und an dieser 3. Liga zu schnuppern, ist was richtig tolles und unterstreicht die Entwicklung der letzten Jahre. Immer wenn wir gedacht haben, besser geht es gar nicht, geht das nächste Türchen auf. Das genießen wir so lange wie möglich, ohne Druck und wollen weiter dran bleiben“, sagt Koch.

Eine ganz enge Liga

Die Regionalliga ist jedoch unglaublich ausgeglichen. Platz eins und Platz zehn trennen sechs Punkte. „Das macht es auch so spannend in dieser Saison. Es kann rauf und runter gehen wie beim Aktienmarkt.“ Für die HSG spricht allerdings die Konstanz nachdem man bisher nur mit sehr wenigen Verletzungen zu kämpfen hatte und die Breite im Kader. „Eine unserer neuen Qualitäten ist, dass wir die Spiele auch hinten raus ziehen können“, so Koch.

Leistungsträger von der Bank

Immer besser in Schuss kommt dabei Fynn Menzel, der neben Lasse Fuchs und Noa Alilovic ein Faktor von der Bank ist. „Er hat uns da mit seiner Mentalität nochmals ein paar Prozent nach vorne geschoben. Das ganze Puzzle funktioniert.“

Mannschaft mit Charakter

Am Donnerstag geht es nun gegen den HC Neuenbürg 2000, der zwar nur auf Tabellenplatz zwölf rangiert aber jüngst beim TSB Schwäbisch Gmünd mit 30:26 gewann. „Ich glaube wir sind die geschlossenere und bessere Mannschaft. Neuenbürg ist körperlich stark und hat sehr gute Einzelspieler und sie spielen mit den härtesten Handball in der Liga. Da muss man ruhig bleiben und darf sich nicht provozieren lassen.“

Gegner ist schwer berechenbar

Insgesamt sieht Koch den Gegner als „Wundertüte“, da sie auch personell schwer auszurechnen seien. Der Albstädter Co-Trainer hofft auf die Unterstützung der Halle.

In der Vorsaison gab es einen Sieg zuhause und eine Niederlage auswärts gegen diesen Gegner. Vom Papier her einfacher wird die Sonntagsaufgabe. Es geht zum Hinrundenabschluss gegen das Schlusslicht vom TSV 1899 Blaustein. „Das sind immer die ganz gefährlichen Spiele. Im vergangenen Jahr war es ähnlich. Das kam mit Weinsberg auch ein vermeintlicher Underdog und wir haben kein gutes Spiel gemacht. Da hoffen wir natürlich, es dieses Mal besser zu machen. Nach Donnerstag müssen wir erstmal regenerieren.“

Jeder Mann im Kader wird gebraucht

Koch setzt auch auf die jungen Spieler, die nicht so viel Spielzeit bekommen haben. „Sie können sich nochmals präsentieren. Jeder muss sich zeigen. Wir wollen wenn Spieler – auch vom Kopf her – ein bisschen müde werden, dann die Breite nutzen.“ Die Ansetzung am Sonntag findet Dominik Koch gut: „Der Sonntag ist unser Jahresabschluss. Die Fans können direkt vom Ebinger Weihnachtsmarkt in die Halle und mit der Mannschaft diese tolle Vorrunde feiern und uns nach vorne pushen. Der Sonntag wird bestimmt nochmals emotional.“