Wie hat die HSG Albstadt die Niederlage letzte Woche in Neuenbürg verkraftet? Gegen die SG Heddesheim peilt man wieder Zählbares an.
Bei den Regionalliga-Handballern der HSG Albstadt heißt es, die 33:37-Niederlage beim HC Neuenbürg 2000 schnellstmöglich abzuhaken. Ohne Cheftrainer Andreas Wendel und Liga-Toptorjäger Gregor Thomann kehrten die Albstädter mit leeren Händen aus dem Nordschwarzwald zurück.
Wie in der Vorsaison bekam man in Neuenbürg die geballte Härte des Gegners zu spüren und musste bei den „Foxes“ die vierte Niederlage in der Saison hinnehmen.
Dabei ging der Matchplan in den ersten 30 Minuten voll auf, versicherte Co-Trainer Dominik Koch, der den krankheitsbedingt fehlenden Chefcoach Andreas Wendel vertrat. Mit 19:16 nahmen die Gäste noch eine eigene Führung mit in die Kabinen.
Zu viele technische Fehler
„Leider hat dies nur 30 Minuten geklappt. Danach hat der Gegner unsere stärksten Spieler Julian Thomann und Patrick Lebherz mit viel Härte aus dem Spiel genommen und wir haben uns auch zu viele technische Fehler geleistet“, gab Koch nach Spielende zu Protokoll.
„Sie waren einfach besser“
Julian Thomann, der trotz der aggressiven Deckung der „Foxes“ starke elf Tore erzielte, sah in der Niederlage keinen Beinbruch. „Sie waren einfach besser und heißer an dem Tag. Sie haben es gut gespielt und von der ersten Minute an den Kampf gut angenommen. Leider fehlte bei uns die Abwehr- und Torhüterleistung, das passiert aber auch mal. Es war klar, dass wir nicht einfach so durch die Liga marschieren werden“, sagte der stellvertretende Mannschaftskapitän.
Albstadt jetzt der Gejagte
Und er ergänzt: „Das Hauptproblem über die Ferien war auch, dass die Ansprüche etwas gewachsen sind und wir jetzt die Gejagten in der Liga sind. Diese Rolle müssen wir besser annehmen und sie darf kein Druck sein. Man sieht an den Ergebnissen, dass diese Liga total ausgeglichen ist und jeder jeden schlagen kann. Im nächsten Spiel müssen wir schauen, dass wir wieder punkten.“
Unter der Woche gaben die Offiziellen des Vereins die Verlängerung des Co-Kapitäns bekannt. „Dass Julian auch im nächsten Jahr die Fäden in unserem Spiel zieht, ist ein enorm wichtiges Signal für das gesamte Team und den Verein“, hieß es auf den Social-Media-Kanälen der HSG. Auch die frühzeitige Vertragsverlängerung von Cheftrainer Andreas Wendel ist ein echter Fingerzeig in die Zukunft.
HSG Albstadt immer noch spitze
In der Tabelle rangiert die HSG mit 25:9 Zählern noch immer an der Spitze der Tabelle. Die schärfsten Verfolger sind nach wie vor die Mannschaften des TSB Schwäbisch Gmünd (23:9) und die beiden punktgleichen Teams des TSV 1866 Weinsberg und der HSG Willstätt/Hanauerland.
Die 3. Liga lockt
Aufgrund der starken Ergebnisse und des Spitzenplatzes in der Liga laufen die Planungen hinter dem sportlichen Geschehen seit Längerem zweigleisig unter dem Mazmann. Coach Wendel möchte das Thema möglicher Aufstieg in die 3. Liga aber noch nicht an sich heranlassen, sind doch noch jede Menge Spiele zu absolvieren.
Ein Hochkaräter wartet
Mit dem nächsten Gegner SG Heddesheim wartet der nächste Hochkaräter am Samstagabend (20 Uhr, Mazmannhalle Albstadt-Ebingen) auf die Schwarz-Roten. „Das wird wieder eine neue Aufgabe, die es so in der Liga nicht gibt. Sie spielen mit dem Konzept Sieben-gegen-Sechs, indem sie immer mit zwei festen Kreisspielern und einem variablen Rückraumspieler agieren. Auch besitzen sie ganz unkonventionelle Spieler, die mit ihren besonderen Fähigkeiten und Fertigkeiten das Spiel gestalten. Sie arbeiten sehr viel mit Sperren, um Durchbrüche in der Abwehr zu erzielen. In der Regel spielen sie tempolos und fahren lange Angriffe, sodass es über 60 Minuten schon eine Geduldsfrage für uns wird“, weiß Wendel von den Heddesheimer „Löwen“.
Im Hinspiel lag seine Mannschaft nach einer frühen Roten Karte für Spielmacher Julian Thomann zur Pause mit fünf Treffern in Rückstand. Nach einer deutlichen Kabinenansprache bliesen die Albstädter aber zur Aufholjagd und holten sich mit einem 30:28 in der Nordbadenhalle die zwei Punkte. Gregor Thomann, der letzte Woche noch krankheitsbedingt fehlte, für Samstag aber dem Spielerkader wieder angehören sollte, steuerte damals 13 Tore zum Sieg bei.