Raphael Forster und der TV Weilstetten schlossen eine starke Oberliga-Saison auf dem dritten Tabellenplatz ab. Foto: Kara

Der TV Weilstetten zieht ein überaus positives Fazit der vergangenen Oberliga-Runde. In Simon Sauter wird eine interne Lösung präsentiert.

Nach dem letzten Spiel in der Balinger Längenfeldhalle gab es auf beiden Seiten strahlende und zufriedene Gesichter. Sowohl die heimischen Handballer des TV Weilstetten, als auch den Gästen der HSG Ettlingen gelang ein versöhnlicher Saisonabschluss.

 

In ihrem letzten Saisonspiel wollten sich die Weilstetter noch einmal von ihrer ganz starken Seite präsentieren und sich von ihrem Heimpublikum mit einem Sieg aus der Spielzeit 2025/2026 verabschieden. Das Unterfangen gegen die vor Anpfiff abstiegsbedrohte HSG Ettlingen ging mit einem Heimsieg vollends auf.

„Füchse“ am Ende auf Tabellenplatz drei

Mit 30:22 Zählern schlossen die „Füchse“ eine herausragende Oberliga-Saison auf dem 3. Tabellenplatz ab. Grund zur Freude hatten auch die Ettlinger, erreichten sie doch trotz der Niederlage mit Unterstützung der Konkurrenz den rettenden 11. Tabellenplatz.

Meister wurden mit 42:10-Punkten, die „Pumas“ des TSV Schmiden, punktgleich vor dem Zweiten HTV Meißenheim, gegen die Weilstetten in zwei Spielen drei Punkte einheimsen konnte. Die Ortenau-Handballer können durch zwei weitere Spiele über die Aufstiegs-Relegation den Sprung in die Regionalliga erreichen.

Die bittere Pille des Abstieges mussten die drei Mannschaften des TSV Altensteig, TuS Altenheim und die SGH2 Ku Herrenberg schlucken. Über 26 Spiele hinweg hatten die Weilstetter im Gegenzug zu den letzten beiden Spielzeiten, nichts mit den unteren Rängen zu tun. Zu konstant und spielerisch auf hohem Niveau traten die Schützlinge des Trainergespanns um Felix Euchner und Mario Strölin auf.

Neun Spiele ungeschlagen in der Rückrunde

Besonders die bärenstarke Rückrunde, in der die „Füchse“ sich in über neun Spielen ungeschlagen präsentierten, ebnete den Grundstein zum guten Abschneiden. „Wir sind sehr zufrieden mit der Saison, in der wir mannschaftlich überzeugen konnten. Wir haben in vielen Spielen die notwendige Konstanz auf die Platte gebracht und gegenüber der Vorsaison nochmals einige Schritte nach vorne gemacht. Die Mannschaft hat voll funktioniert und uns in der Saison sehr viel Freude bereitet“, lobte Benjamin Kipp, Weilstettens sportlicher Leiter, das gesamte Team.

Ausschlaggebend für die tolle Spielzeit waren für das Trainerduo die mannschaftliche Geschlossenheit und der Mix von erfahrenen und jungen Spielern. Der TV Weilstetten hatte nicht den einen Shooter in seinen Reihen, der die Spiele durch einfache Tore im Alleingang entscheiden kann, sondern punktete durch seine größte Stärke, die Breite des Kaders. Schaut man auf die Torjägerliste der Oberliga Staffel 1, findet man mit Felix Funke (116 Tore) den treffsichersten TVW-Spieler erst auf Rang 20.

Sehr gutes Torhütergespann

Im Tor hatte man mit dem zum Drittligaaufsteiger HSG Albstadt wechselnden Tim Deuringer und Steffen Maier, der die „Füchse“ in Richtung seines Heimatvereins Winterlingen-Bitz verlassen wird, ein überragendes Gespann, welches oftmals den Kasten für den Gegner vernagelte. Mit Schmiden und der SG Kenzingen/Herbolzheim (8.) stellte der TVW mit nur 746 Gegentoren in 26 Spielen, die drittbeste Defensive der Liga.

Zur neuen Saison wird Strölin als Chefcoach die Mannschaft anführen. Als Teamkoordinator/Co-Trainer wurde in Ex-Oberligaspieler Simon Sauter eine interne Lösung gefunden. Jochen Goller bleibt als Torwarttrainer verantwortlich. Für das TVW-Urgestein Euchner endete nach dem letzten Heimspiel eine Ära.

„Das letzte Spiel war sinnbildlich für die Saison. Jeder Spieler hat seine Einsatzminuten bekommen und zum Erfolg beigetragen. Wir konnten den Abschluss nochmals richtig feiern. Die Jungs haben gezeigt, dass sie nicht nur auf, sondern auch neben der Platte richtig gut performen können“, sagte Euchner und teilte mit, dass die Feierlichkeiten bis zum Sonnenaufgang des nächsten Tages anhielten. Der scheidende Trainer ist mächtig stolz auf die vergangene Runde:

„Vom Charakter und menschlichen her, war das einfach eine tolle Truppe. Das war die Grundlage für unseren Erfolg. Wir sind stolz auf die Leistung und die Entwicklung, die die Mannschaft vollzogen hat. Ich wünsche den Jungs alles erdenklich Gute für die nächste Saison. Ich werde es mir dann von außen anschauen“, so Euchner.