Den Punkt im Hinspiel knapp verpasst – jetzt wird das Rückspiel zur Bewährungsprobe: Handball-Oberligist TSV Altensteig empfängt Herrenberg.
Am Samstag um 19.30 Uhr wartet in der Eichwaldhalle in Altensteig ein Spiel, das mehr ist als ein normaler Ligatermin. Der TSV Altensteig empfängt mit der SG H2Ku Herrenberg seinen einzigen echten Lokalrivalen der Oberliga.
Kurze Wege, bekannte Gesichter, alte Geschichten – ein Derby, das automatisch Spannung trägt. Die Halle wird voll sein, die Geräuschkulisse dicht, und schon vor Anpfiff wird spürbar sein, dass dieses Spiel anders tickt als ein gewöhnlicher Saisonabend.
Das Hinspiel sitzt noch tief. Altensteig führte lange auf fremdem Parkett, war Sekunden vor einem Punktgewinn – bis der letzte Wurf an die Latte klatschte. 24:25. Herrenberg jubelte, Altensteig blieb fassungslos zurück.
Zwischen Belohnung und Enttäuschung
Ein Spiel, das zeigt, wie schmal die Linie zwischen Belohnung und Enttäuschung in dieser Liga ist. Jetzt bietet das Rückspiel die Chance auf Korrektur. „Das ist noch in den Köpfen“, sagt TSV-Trainer Alex Hils. „Wir wollen den Spieß unbedingt umdrehen.“
Auch sportlich hat das Duell Gewicht. Beide Mannschaften stehen im unteren Tabellenbereich, nur ein Platz trennt sie. Für beide Teams geht es darum, sich Luft zu verschaffen und Stabilität in die Rückrunde zu bringen.
„Beide Mannschaften werden alles reinwerfen“, ist sich Hils sicher. Und genau das macht diese Partie gefährlich: kein Abtasten, kein Sicherheitsmodus – sondern unmittelbarer Druck.
Herrenberg reist mit neuem Schwung an. Im jüngsten Rückrundenspiel sicherten sich die Gäu-Handballer in letzter Minute noch einen Punkt gegen den Tabellendritten TV Weilstetten – ein Signal, dass diese Mannschaft trotz Tabellenlage Qualität besitzt.
Hohes Tempo die Lösung
Das Team setzt auf hohes Tempo und aggressive Deckung, sucht schnelle Ballgewinne und direkte Abschlüsse. Am Kreis ist Nik Wittke eine verlässliche Tormaschine, im Rückraum sorgt Moritz Werner für Wucht aus der Distanz.
Besonders im Fokus steht die Rückkehr von Rechtsaußen Florian Dannenberg, der nach Verletzung wieder einsatzbereit ist – ein Spieler mit Altensteiger Vergangenheit und familiärer Verbindung zum TSV.
So steht’s um die Konstanz des TSV
Der Blick der Gastgeber richtet sich dennoch nach innen. Altensteig weiß, worauf es ankommt. Die Mannschaft zeigte zuletzt immer wieder starke Phasen, ließ über 60 Minuten jedoch die Konstanz vermissen.
Genau dort setzt der Anspruch an: Spielkontrolle halten, Tempo variieren, Ruhe bewahren, wenn das Derby kippt. „Wir müssen endlich ein komplettes Spiel abrufen“, fordert Hils. „Dann werden wir uns auch belohnen.“
Personell geht der TSV mit stabiler Basis und guter Breite in dieses Duell – ein wichtiger Faktor in einer Partie, die über Tiefe, Energie und mentale Widerstandskraft entschieden wird.
Die Eichwaldhalle dürfte dabei mehr als nur Kulisse sein. Altensteig rechnet mit voller Tribüne und einer Atmosphäre, die ein Lokalderby verlangt. Was folgt, wird kein taktisches Schachspiel. Es wird laut, schnell und körperlich.
Weitere Teams des TSV Altensteig im Einsatz
Zwei Mannschaften, die wissen, was auf dem Spiel steht – und die im direkten Aufeinandertreffen Zählbares auf das eigene Punktekonto katapultieren möchten. Ein Derby verzeiht keine halben Spiele.
Auch die weiteren TSV-Teams sind am Samstag gefordert. Die zweite Mannschaft eröffnet den Heimspieltag bereits um 17 Uhr gegen die Turnerschaft Durlach und will wichtige Punkte in der Landesliga sichern.
Die dritte Mannschaft ist auswärts unterwegs: Um 17.40 Uhr gastiert Altensteig 3 bei der HSG Rottweil 2.