Die Eichwaldhalle soll am Samstag zum entscheidenden Faktor werden. Foto: Erwin Wasserbauer

Während die „Pumas“ aus Schmiden auf chirurgische Präzision und Kaufmann-Taktik aufbauen, setzt Altensteig auf unbändige Leidenschaft.

Vorletzter Heimauftritt, Tabellenführer zu Gast – die Vorzeichen für einen packenden Handballabend könnten kaum besser sein. Wenn der TSV Altensteig am Samstagabend (Anpfiff: 19.30 Uhr) auf den Aufstiegsaspiranten TSV Schmiden trifft, geht es um pure Präsenz, um Haltung und Charakter.

 

Egal, wie hoch die Trauben hängen: Altensteig ist bereit, dem Favoriten mit offenem Visier zu begegnen und der eigenen Linie auch gegen den stärksten Widerstand der Liga treu zu bleiben.

Das Team besitzt die nötige Widerstandskraft

Der späte Punktgewinn zuletzt gegen Pforzheim hat Spuren hinterlassen – im besten Sinne. Dieses Spiel bewies: Das Team besitzt die nötige Widerstandskraft, um Rückschläge wegzustecken und bis zur letzten Sekunde dagegenzuhalten. Genau diese Mentalität will der TSV nun erneut auf die Platte bringen: befreit, mutig und mit einer klaren spielerischen Identität.

So lautet die Zielsetzung

Trainer Alex Hils macht die Zielsetzung klar: „Wir wollen unseren Fans einen sauberen Heimauftritt liefern und nochmal das volle Potenzial in uns abrufen,“ betont er. Entscheidend wird dabei sein, „über 60 Minuten die eigene Intensität hochzuhalten und als geschlossene Einheit aufzutreten.“

Personell bleibt die Lage etwas knifflig. Paul Wagner und Niklas Holzäpfel gingen angeschlagen durch die Woche. Ihr Einsatz entscheidet sich kurzfristig. Andy Dannenberg fällt nach einer Handverletzung definitiv für den Rest der Saison aus. Doch trotz der Sorgen bleibt die Marschroute klar: Kein Zurückweichen, sondern mit unbeugsamer Bereitschaft, sich bedingungslos in jedes Duell zu werfen.

Das absolute Schwergewicht

Mit Schmiden kommt das absolute Schwergewicht der Liga nach Altensteig. Punktgleich mit Meißenheim an der Spitze, zählt für die „Pumas“ im Aufstiegskampf jeder Zähler – entsprechend kompromisslos wird ihr Auftritt sein. Der Spielstil wirkt dabei wie ein Skalpell: Physische Präsenz gepaart mit hoher Effizienz sorgt dafür, dass Fehler chirurgisch präzise bestraft und Nachlässigkeiten sofort ausgenutzt werden.

Schon beim 33:28 im Hinspiel zum Saisonauftakt bekam Altensteig zu spüren, wie unangenehm diese Mannschaft sein kann.

„Warnung“ vor Paul Feirabend

Im Zentrum der Offensive steht Paul Feirabend auf Linksaußen – einer der treffsichersten Schützen der Liga und eiskalt vom Punkt. Daneben sorgt Joey König im Rückraum für Tempo: Stark im Eins-gegen-eins bringt er mit feinem Timing ständige Dynamik in die Aktionen.

Doch Schmiden besticht vor allem durch taktische Variabilität. Häufig setzen die Gäste auf vier Rückraumspieler – ein Kniff, den sie sich beim Erstliga-Trainer Mischa Kaufmann (TVB Stuttgart) während dessen Zeit beim ThSV Eisenach abgeschaut haben.

Zudem agiert der Gegner extrem offensiv aus einer 6:0-Grundordnung heraus, um Druck aufzubauen. „Von vorne bis hinten ein Topteam“, bemerkt Hils, der zudem den starken Rückhalt durch Jan Magnus Riegel im Tor hervorhebt.

Für Altensteig bedeutet das: maximale Wachsamkeit. Die Abwehr muss den Gegner eiskalt sezieren. „Wir brauchen eine überragend kompakte Defensive wie in der Vorwoche“, fordert Hils. „Im Angriff müssen wir jederzeit beweglich bleiben und unsere Chancen konzentriert verwerten.“

TSV II und TSV IIIAuch die weiteren Teams sind auswärts gefordert: Die „Zweite“ gastiert in der Landesliga beim Tabellenachten TuS Oppenau (17:00 Uhr) und will eine disziplinierte Leistung zeigen. Die dritte Mannschaft reist zum Schlusslicht TV St. Georgen 2 (17:30 Uhr).