Handball-Oberligist TV Weilstetten ringt die SG Kenzingen/Herbolzheim mit 40:36 (18:17) nieder und erzielt zum ersten Mal in der Saison 40 Tore.
Nach 60 Minuten Vollgas-Handball in der Längenfeldhalle durften die Hausherren sich über zwei weitere Punkte in der Oberliga freuen. Im Spitzenspiel gegen die SG Kenzingen/Herbolzheim setzten sich die „Füchse“ verdient mit 40:36 (18:17) durch.
Vor der Partie warnte das Weilstetter Trainerduo Felix Euchner und Mario Strölin besonders vor den Qualitäten des ehemaligen Drittligaspielers Oliver Bührer, der mit 150 Einschüssen die Liga-Torjägerliste mit großem Abstand anführt. Beide Übungsleiter sollten nach den 60 Minuten recht behalten. Bührer avancierte zum Alleinunterhalter bei den Breisgauern und trug sich 17 Mal in den Spielbericht ein.
Bührer trifft 17 Mal für die Gäste
„Ich möchte nach der Partie gegen Weilstetten wenn möglich nicht nur mit dem Spiel meines Teams zufrieden sein, sondern auch die Früchte einer gut geführten Partie, sprich Punkte ernten“, sagte SG-Coach Jürgen Brandstaeter und steckte damit das Ziel für die Begegnung in der Längenfeldhalle ziemlich hoch. Mit der SG Kenzingen/Herbolzheim empfing man eine spielstarke Mannschaft, die sich im Hinspiel klar mit 40:29 gegen das „Füchse-Rudel“ durchsetzte. Somit war im TVW-Lager Revanche angesagt, welche nach einer starken Mannschaftsleistung auch gelang. „Das war ein sehr intensives Spiel gegen eine sehr gute und abgezockte Mannschaft. 60 Minuten lang haben wir Sieben gegen Sechs gespielt, was normalerweise nicht unser Stil ist. Aber mit 40 erzielten Toren haben es die Jungs mit unserer eigenen Abwandlung sehr gut gemacht“, lobte Euchner seine Schützlinge direkt nach Spielende und ergänzte: „Dass man Bührer nicht komplett in den Griff bekommt, ist klar. Er hat einfach eine gute Wurfqualität und individuelle Stärke, die er mehrfach schon unter Beweis gestellt hat. Aber wir hatten selbst im Angriff gute Lösungen parat und am Ende das Spiel auch verdient gewonnen.“
Weckenmann macht sich mit elf Toren selbst Geburtstagsgeschenk
Zum ersten Mal in der Saison gelangen den offensivstarken „Füchsen“ dabei die Marke von 40 Toren zu knacken. Für den viel umjubelten letzten Treffer der Hausherren sorgte der bestens aufgelegte Linksaußen Daniel Weckenmann, der sich selbst über seine eigene Saison-Bestmarke von elf Toren an seinem Geburtstag freuen durfte. Auch Jannik Walter auf der Rechtsaußenposition präsentierte sich sehr abschlusssicher.
Die Zuschauer sahen von Beginn an ein umkämpftes, aber nie unfaires Oberligaspiel, bei dem es keiner Mannschaft gelang sich einen großen Vorteil herauszuspielen. Mit der Halbzeitsirene verkürzte Linkshänder Bührer zum 18:17-Pausenstand.
„Füchse“ finden immer wieder Lösungen
In den zweiten 30 Minuten ging das muntere Toreschießen im Sieben gegen Sechs nahtlos weiter. Die „Füchse“ fanden gegen die Abwehr der Breisgauer immer wieder die richtige Lösung. „Unser Matchplan ging voll auf. Die Jungs haben es taktisch super umgesetzt“, lobte Strölin. Beim Stand von 26:25 (41.) konnten die Weilstetter mit den Paraden von Keeper Steffen Maier auf drei Treffer davonziehen. Gästetrainer Brandstaeter nahm die Auszeit, doch der Abstand sollte zehn Minuten später noch immer Bestand halten. Sieben Minuten vor Spielende sorgten Maik Walz und Raphael Forster mit ihren Toren für die Entscheidung. Die „Füchse“ führten mit plus fünf Toren (37:32) und ließen sich den Sieg nicht mehr nehmen. Auch für die Leistung der beiden Unparteiischen fand Euchner nach Spielende lobende Worte: „Sie hatten eine gute Linie. Sie haben viel zugelassen, was oftmals in der Liga mit einem Pfiff geahndet wird. Dies kam uns sehr entgegen, sodass wir den Kreis entsprechend schließen und gegen den Schützen arbeiten konnten.“
Nach dem kommenden spielfreien Wochenende geht es für die „Füchse“ am Samstag, 21. Februar mit dem schweren Gastspiel bei der SG Heidelsheim/Helmsheim weiter.
TV Weilstetten: Deuringer, Maier – Weckenmann (11/2), Walter (7), Walz (5), Raphael Forster (4), Bitzer (3), Schiess (3), Abermeth (2), Pawelka (2), Bee (1), Funke (1), Tadic, Vögele.