Die Oberliga-Mannschaft des TSV Altensteig steht am Samstag (16.30 Uhr, Bertha-Benz-Halle) vor einer der anspruchsvollsten Aufgaben vor der Winterpause.
Die Reise führt zur SG Pforzheim/Eutingen 2. Die SG ist ein Team voller Talent und mit einer Spielweise, die in dieser Liga nur schwer zu kontrollieren ist.
Die SG Pforzheim/Eutingen 2 ist nicht einfach nur eine junge Mannschaft – sie ist eine der produktivsten Talentschmieden des Südens. Viele Spieler pendeln zwischen 3. Liga, A-Jugend-Bundesliga und Oberliga. Der Kader ist breit aufgestellt. Wer letztendlich wirklich aufläuft, ist oft erst kurz vor Anpfiff klar – doch eines steht fest: Das Niveau ist hoch, das Tempo brutal. Pforzheim lebt von einem klaren Stil: frühe Abschlüsse, permanente Tiefe.
Diese Spieler stechen heraus
Im Rückraum stechen zwei Spieler heraus: auf rechts Nils Ackermann, explosiv, torhungrig und brandgefährlich aus dem Eins-gegen-Eins, wie aus dem Sprungwurf.
Neben ihm lenkt Lukas Hofsäß das Spiel – variabel, wurfstark und mit guter Übersicht. Dazu gibt es Bennet Löhmar, Hannes Schnepf und Jona Willi Mauch, die jederzeit Momentum erzeugen können. Und mit Julius Tüx als körperlich starkem und zweikampfhartem Kreisläufer und Abwehrchef, prägt zusätzlich einer das Pforzheimer Spiel, der im Gegenstoß und in der schnellen Mitte konstant Druck erzeugt. Wenn die SG ins Rollen kommt, entsteht ein Rhythmus, der Gegner regelrecht überfährt.
Während Pforzheim über individuelle Klasse kommt, bringt der TSV Altensteig eine andere Art von Stärke mit: Struktur, Reife und das Selbstvertrauen eines Teams, das zuletzt eines seiner komplettesten Spiele der Saison gezeigt hat. Der Sieg gegen Konstanz war kein Zufall, sondern Ausdruck einer Mannschaft, die immer klarer versteht, wie sie Spiele kontrolliert – gerade gegen Gegner, die von Tempo, Risiko und Unberechenbarkeit leben.
Die Aufgabenstellung für den TSV
Die zentrale Aufgabe für Altensteig ist klar: die größte Waffe der SG – das offene Feld neutralisieren und das Spiel in die eigene Dynamik zu lenken. Trainer Alex Hils formuliert es deutlich: „Wir müssen ans Limit gehen und unsere Stärken in jeder Phase ausspielen. Wenn wir strukturiert bleiben und unsere Chancen nutzen, können wir etwas Zählbares mitnehmen.“
Der Plan ist klar
Dafür braucht es defensive Kompaktheit, frühes Herausdrücken und klare, geduldige Angriffe – Elemente, die der TSV zuletzt immer konsequenter umgesetzt hat.
Die Vorbereitung allerdings war eine Herausforderung: Tim Schweizer fällt weiterhin aus, Jannik Holzäpfel konnte die Woche über nicht trainieren, Gabor Karap ist nach seiner Handverletzung fraglich, dazu der krankheitsbedingte Ausfall von Flo Koch.
Keine ideale Ausgangslage – aber die Mannschaft kennt die Aufgabe und wird die letzte Partie vor der Pause fokussiert, geschlossen und entschlossen angehen.
Landesliga-Mannschaft gastiert bei SG Ottersweier/Großweier
Es wird ein Spieltag, der physisch wie mental alle Kräfte fordert. Der TSV hofft auf einen starken Abschluss – und auf die Unterstützung der Fans, die das Team nach Pforzheim begleiten.
Auch die TSV-Zweite ist am Samstag im Einsatz. Die Landesliga-Mannschaft gastiert bei der SG Ottersweier/Großweier (20 Uhr, Sporthalle Ottersweiler) und will die Partie mit einem starken Auftritt abschließen. Jede Unterstützung von den Rängen ist willkommen.