Vom Anpfiff weg gerieten die Altensteiger unter Druck. Foto: Erwin Wasserbauer

Der Handball-Oberligist gerät in Balingen früh deutlich ins Hintertreffen und verpasst trotz starker Aufholjagd die Chance auf Zählbares gegen den TV Weilstetten.

Der TSV Altensteig musste sich am Sonntagabend in der Längenfeldhalle beim TV Weilstetten mit 31:37 geschlagen geben. Bereits zur Pause lag der TSV mit 13:21 zurück – eine Hypothek, die gegen den heimstarken Tabellenvierten am Ende zu groß blieb.

 

Dabei zeigte Altensteig nach dem Seitenwechsel eine klare Reaktion, verkürzte zwischenzeitlich deutlich, konnte das Spiel aber nicht mehr drehen.

Weilstetten eröffnete die Partie mit hoher Intensität und stellte Altensteig von Beginn an vor Probleme. Aggressiv im Eins-gegen-Eins, mit sofortigem Zug zum Tor rissen die Gastgeber das Tempo an und nutzten die ersten Ballgewinne konsequent für einfache Tore.

Kein Zugriff, zu wenig Druck

Nach wenigen Minuten bekam Altensteig defensiv keinen Zugriff mehr: zu wenig Druck im Zweikampf, zu große Abstände, zu viele freie Wege für die Füchse. Offensiv lief der Ball zu langsam, die Entscheidungen kamen zu spät. Der TSV geriet in Schieflage.

Schon nach sechs Minuten beim 6:2 reagierte Coach Alex Hils mit der ersten Auszeit. Aus der Ansprache heraus erspielte sich der TSV bessere Chancen, kam zu Treffern, leistete sich aber Fehlwürfe.

Weilstetten blieb im Rhythmus, setzte immer wieder nach und zog bis zur 15. Minute auf 13:6 davon. In der Folge arbeitete sich Altensteig phasenweise wieder etwas heran. Beim 14:9 (21.) war der TSV zumindest wieder in Reichweite und hatte Möglichkeiten, das Spiel im Gleichgewicht zu halten.

Doch Weilstetten ließ keine echte Wende zu. Jeder kleine Fehler wurde bestraft, jeder Wackler sofort in Tore umgemünzt. Zur Pause stand ein klares 21:13 auf der Anzeigetafel.

So lief’s nach der Pause

Nach dem Seitenwechsel stand fest: Altensteig musste reagieren. Zwar lief zunächst weiter vieles gegen den TSV – der Rückstand wuchs zeitweise auf neun Tore an (26:17, 38.) – doch dann folgte die stärkste Sequenz der Gäste.

Altensteig spielte deutlich griffiger, suchte den Abschluss mutiger, verteidigte stabiler – und bekam starke Impulse aus dem Tor. Felix „Teddy“ Bormann entschärfte mehrere Würfe und gab dem Spiel mit wichtigen Paraden sichtbar mehr Halt.

Vor allem aber übernahm Luca Eckhard auf der Mitte Verantwortung, ordnete das Angriffsspiel, setzte Mitspieler in Szene und brachte seine Mannschaft mit starken Aktionen wieder nach vorne.

Über Tore unter anderem von Andreas Dannenberg, Philipp Bietsch, Tim Schweizer und Tomislav Sudaric biss sich der TSV Stück für Stück zurück und machte aus einem scheinbar entschiedenen Spiel noch einmal ein echtes Duell.

Spätestens mit dem Treffer von Luca zum 30:28 (50.) war klar: Altensteig lebt. Es ging in die Crunchtime – nur noch zwei Tore Rückstand.

Wende liegt in der Luft

Die Partie wurde enger – hier lag die Wende in der Luft. Doch Weilstetten legte wieder nach, stellte den Abstand höher. Altensteig blieb dran, konnte den Rückstand jedoch nicht mehr schließen. Beim 37:31 kam der Abpfiff.

Hils brachte es nach dem Spiel klar auf den Punkt: „Die erste Halbzeit war zu teuer bezahlt. Der Wille von uns war da, doch die frühe Phase mit vielen Fehlern, in der Weilstetten davonzog, war nicht mehr komplett zu reparieren.“

So spielte die Landesliga-Mannschaft

Bereits am Samstag war auch die zweite Mannschaft im Einsatz: In der Landesliga musste sich der TSV Altensteig 2 beim TV Ispringen knapp mit 22:23 (11:12) geschlagen geben – nach einem engen Spielverlauf fehlte nur ein Treffer zum Punktgewinn.

Deutlich klarer machte es der TSV Altensteig 3 in der Bezirksliga: Bei der TG Schömberg 2 setzte sich die Dritte mit 39:24 (17:13) durch und feierte einen überzeugenden Auswärtssieg.