Luca Eckhard (beim Wurf) und seine TSV-Teamkollegen werden sich zum Abschluss nochmals mit voller Power ins Zeug legen. Foto: Erwin Wasserbauer

Harz an den Fingern, Leidenschaft im Blut. Der TSV Altensteig lädt zum finalen Akt der Oberligasaison gegen die „Roten Teufel“ aus Schutterwald.

TSV Altensteig – TuS Schutterwald (Samstag, 19.30 Uhr). Das letzte Kapitel einer Spielzeit, die alles abverlangt hat. Der TSV hat bittere Dramen durchlitten, schweißtreibende Aufholjagden gefeiert und Momente erlebt, die das Herz bis zum Hals schlagen ließen.

 

Jedes Spiel war ein Versprechen an die Leidenschaft – und am Samstagabend (Anpfiff: 19.30 Uhr) wird das letzte dieser Runde eingelöst. Gegen die „Roten Teufel“ geht es für Altensteig darum, die eigene Oberliga-DNA ein letztes Mal lautstark auf die Platte zu bringen.

Stolz und Herzblut

Es geht nicht um Zahlen, sondern um Stolz, um Herzblut und ein gemeinsames Aufbäumen mit diesem unbezähmbar magischen Gefühl vor heimischem Publikum. Es ist der Augenblick, in dem die Tabelle verblasst und nur noch die pure Haltung zählt.

Mit dem TuS Schutterwald reist das physische Kraftzentrum der Liga an. Die Ortenauer sind in der Rückrunde zur absoluten Überlebensmacht mutiert und haben reihenweise Favoriten gestürzt – darunter den Tabellenführer Schmiden.

Das sagt Alex Hils zum Gegner

„Schutterwald ist extrem formstark“, ordnet TSV-Trainer Alex Hils die Lage ein. Die Gäste schlagen mit immenser Wucht ein: kompromisslos und unangenehm. Die größte Herausforderung für den TSV ist dabei die brachiale Physis. In Altensteiger Reihen ist respektvoll von „echten Kanten und Schränken“ die Rede – Schutterwald stellt zweifellos die massivste Truppe der Liga.

Im Zentrum steht Kevin Heuberger als präziser Dreh- und Angelpunkt. Er bestimmt den Rhytmus, ist Initiator, Vollstrecker und Siebenmeter-Maschine in Personalunion.

Auf Linksaußen lauert zudem Pascal Fleig – ein treffsicherer Scharfschütze mit Drittliga-Erfahrung, der Räume in der gegnerischen Abwehr eiskalt aufbricht. Das Hinspiel (32:29) hat gezeigt, mit welcher Dynamik die Gäste eine Partie kontrollieren können.

Altensteig begegnet diesem Kraftpaket mit unbändigem Kampfgeist. Der heroische Auftritt gegen Schmiden hat bewiesen: Die Mannschaft ergibt sich nicht. Auch wenn der Gang in die tiefere Klasse Gewissheit ist – dieses Team ist so viel größer als sein Rang. Gegen die Power der Schutterwälder setzt Altensteig auf die eigene Zweikampfhärte und Tempo. Hils findet dafür deutliche Worte: „Wir spielen am Samstag für unsere Fans. Wir wollen die Halle ein letztes Mal zum Brennen bringen und zeigen, was in uns steckt.“

Zusammenspiel die Lösung

Der Schlüssel liegt im Zusammenspiel aus beweglichem Angriffsspiel und einer kompakten Defensive. Personell läuft es weitgehend rund, nur Niklas Holzäpfel kämpft weiterhin mit einer tückischen Zerrung. Einmal mehr wird es darauf ankommen, die Last auf das gesamte Kollektiv zu verteilen. Ein Team, eine Seele!

Das Miteinander im Fokus

Wenn die Sirene am Samstagabend verstummt, soll das Feuer noch lange weiterbrennen. Nach dem Abpfiff steht das Miteinander im Fokus: Die Mannschaft lädt alle Fans ins Foyer ein, um gemeinsam auf das anzustoßen, was diesen Verein definiert: Die Nähe, die familiäre Atmosphäre und ein Zusammenhalt, der stärker ist als jeder Rückschlag. Es wird ein persönlicher Abschluss – ein Augenblick, in dem spürbar wird, wofür der TSV Altensteig wirklich steht.

Der emotionale Marathon geht am Sonntag weiter: Die dritte Mannschaft empfängt um 14 Uhr den TSV Burladingen (Bezirksliga). Um 16 Uhr bestreitet die „Zweite“ ihr letztes Landesliga-Spiel gegen die SG KIT/MTV Karlsruhe.