Auf Niklas Holzäpfel (beim Wurf) und den TSV wartet ein intensives Spiel. Foto: Erwin Wasserbauer

Auswärts beim Tabellenvierten: Handball-Oberligist TSV Altensteig trifft auf Tempo-Handball – und will die eigene Linie durchziehen.

Es ist wieder Spielwoche. Und damit wieder die Chance, sich zu zeigen. Für den TSV Altensteig geht es am Sonntag (17 Uhr) in die Längenfeldhalle nach Balingen – zum TV Weilstetten. Auswärts. Beim Tabellenvierten. Gegen ein Team, das zuhause früh den Ton angibt.

 

Für Altensteig ist es die nächste große Aufgabe – und genau die Art Spiel, die alles abverlangt. Das Ziel ist klar: konzentriert und stabil auftreten – und den Favoriten so lange wie möglich unter Druck setzen.

TVW brutal unangenehm

Weilstetten: Tempo, Tiefe – und brutal unangenehm: Der TV Weilstetten gehört in dieser Liga zu den schwersten Auswärtsaufgaben. Heimstark. Variabel. Und vor allem: gnadenlos schnell nach vorne.

„Low scoring“ gibt es bei den Füchsen praktisch nicht. Wenn Weilstetten einmal ins Rollen kommt, folgt Angriff auf Angriff. Tempo, Dynamik – und kaum Zeit, um Ordnung zu finden. Ein Spiel zum Durchatmen? Eher nicht.

„Weilstetten ist ein Top-Team aus der Liga. Absoluter Favorit. Die Spieler sind technisch gut ausgebildet und individuell stark – da müssen wir defensiv dagegenhalten,“ ordnet TSV-Coach Alex Hils an.

Ein Name sticht dabei heraus: Jan Bitzer. Einer, der nicht nur trifft – sondern enge Phasen an sich reißt: Bälle klaut, Optionen erkennt, Verantwortung übernimmt. Genau diese Momente, die weh tun, wenn nur Sekunden fehlen.

Maik Walz und Felix Funke top

Dazu kommt die Rückraumqualität von Maik Walz und Felix Funke. Zwei Spieler, die aus wenig sehr viel machen können. Ein Kontakt, ein Schritt – und die Lücke ist da. Kurz gesagt: Weilstetten ist eine Mannschaft, die keinen Raum gibt, erst einmal in den Abend reinzukommen.

„Wir dürfen nicht abwarten. Nicht hinterherlaufen. Sondern den Kampf schon in den ersten Minuten annehmen,“stellt Hils klar.

Hinspiel kein Maßstab

Hinspiel als Erinnerung – aber nicht als Maßstab: Das Hinspiel ging für den TSV mit 30:36 verloren – ein Ergebnis, das in der Bilanz steht, aber für Sonntag nur begrenzt etwas erzählt. Denn beide Teams treffen jetzt in einer anderen Phase der Saison aufeinander. Rückspiele schreiben oft ihre eigenen Geschichten: andere Wochen, andere Abläufe – und ein Spiel, das wieder bei null startet.

Altensteig will diese Ausgangslage nutzen – und in Balingen von Beginn an zeigen, dass dieser Sonntag für Weilstetten kein Selbstläufer wird.

Der TSV will nicht mitrennen: „Wir dürfen uns nicht auf das Tempo von Weilstetten einlassen. Wir wollen unseren eigenen Spielstil durchsetzen“, betont Hils.

Heißt: kompakt stehen, sauber verteidigen, im Kopf ruhig bleiben – auch wenn das Spiel schneller wird. Und vorne die eigenen Chancen konsequent nutzen, wenn sie da sind.

Denn diese Liga ist eng. Und manchmal entscheidet nicht der Tabellenplatz – sondern die Mannschaft, die im richtigen Moment Haltung zeigt.

So sieht die personelle Lage aus

Personell muss der TSV dabei auf Jannik Holzäpfel verzichten: Er wird beruflich die nächsten beiden Spiele verpassen. Dafür ist der Rest des Kaders voll da – heiß, motiviert und bereit, den Füchsen in Balingen keinen Zentimeter zu schenken.

Die zweite Mannschaft ist am Samstag (19 Uhr) in der Landesliga beim TV Ispringen gefordert. Dort will der TSV II auswärts einen stabilen Auftritt hinlegen und sich für den Aufwand belohnen.

Auch die Dritte ist am Samstag unterwegs: In der Bezirksliga tritt Altensteig 3 um 18 Uhr bei der TG Schömberg 2 an.