Vier Spiele noch. Vier Chancen. Für den TSV Altensteig bricht am Sonntag die Stunde der Wahrheit an – und der Auftakt hat es direkt in sich.
Nach der Osterpause geht es für den TSV Altensteig auswärts bei der HSG Konstanz 2 wieder um Punkte – und um deutlich mehr als das. In der Schänzle-Sporthalle wartet ein Gegner, der nicht nur schwer auszurechnen ist, sondern selbst mitten im Abstiegskampf steckt und jeden Zentimeter Boden verteidigen wird.
Es wird keine Aufwärmphase – es wird eine Nervenschlacht. Anwurf ist am Sonntag um 16:10 Uhr.
Die Marschroute ist alternativlos: Altensteig ist gefordert. Vier Spieltage vor Schluss zählt jede Aktion – kompromisslos. Jeder Zweikampf, jeder Ballgewinn, jeder Durchbruch. Wer die Kontrolle behalten will, darf sich keine Nachlässigkeiten erlauben und muss die sich bietenden Chancen konsequenter nutzen.
Wundertüte Konstanz
Wer steht auf der Platte?Die HSG Konstanz 2 ist ein taktisches Chamäleon. Jung, dynamisch und extrem variabel. Da sich der breit aufgestellte Kader oft erst kurzfristig formiert, ist die HSG schwer berechenbar. Spieler wie Linus Meinhardt oder Quirin Köble garantieren Dynamik und Torgefahr, während auch Akteure wie Lucas Farias-Veeser oder Niklas Schmid immer wieder offensive Akzente setzen können. Konstanz lebt von Tempo, individuellen Impulsen und der Fähigkeit, aus verschiedenen Positionen herauszustechen.
Unklar bleibt zudem der Einsatz von Top-Scorer Tim Enninghorst – ein Faktor, der das Spiel der Gastgeber noch einmal auf ein anderes Niveau heben kann. Dass der Spielmacher bereits seit Beginn der Rückrunde einen Vertrag für das Drittliga-Team der HSG in der Tasche hat, unterstreicht seine Qualität. Doch Altensteig darf sich nicht an Einzelspielern abarbeiten – die HSG verteilt die Last auf viele Schultern.
Blaupause aus dem Hinspiel
Dass der TSV das Rezept gegen Konstanz kennt, bewies der furiose 40:34-Heimsieg. Dort dominierte Altensteig und setzte während des gesamten Spielverlaufs die richtigen Maßstäbe – durch Stabilität, Mut und eine gnadenlose Durchschlagskraft. Genau diese starke Wirkung muss jetzt auch auswärts auf die Platte gebracht werden.
Die Niederlage zuletzt gegen Ehingen schmerzt, doch die Lehren daraus sind gezogen. In der Trainingswoche lag der Fokus auf maximaler Effizienz im Abschluss und defensiver Härte. Themen, die zuletzt den Unterschied gemacht haben – und die nun zur Grundlage für die kommenden Wochen werden müssen.
Alex Hils: „Wir müssen sauber spielen“
TSV-Coach Alex Hils gibt seinem Team die Richtung vor, die es nun auf dem Feld umzusetzen gilt. „Wir müssen sauber spielen – Fehler minimieren und körperliche Präsenz erzwingen“, fordert er. „Mit klaren Abläufen und sauberer Chancenverwertung können wir jedes Spiel gewinnen.“ Was es vor allem braucht, ist ein geschlossenes, sicheres Auftreten über die komplette Spielzeit hinweg. Jetzt ist der Moment, in dem das Team zeigen kann, was wirklich in ihm steckt.
Keine Personalprobleme
Personell kann der TSV bis auf Lukas Scheu aus dem Vollen schöpfen. Die Mannschaft ist vollzählig, hochmotiviert und bereit für den Schlagabtausch. „Jetzt zählt jeder einzelne Spielzug. Jede Entscheidung im Abschluss, jedes Umschalten,“ macht Hils deutlich. Konstanz ist kein gewöhnliches Auswärtsspiel – es ist ein wichtiger Gradmesser für das Saisonfinale. Der TSV will die Richtung diktieren und sich endlich für den betriebenen Aufwand belohnen.
Das Credo für Sonntag: Wer bestehen will, muss liefern! Altensteig hat noch vier Chancen – und die erste wird am Sonntag ergriffen. Mit den mitreisenden Fans im Rücken und der lautstarken Unterstützung aus den Rängen wird gemeinsam für den Erfolg gekämpft.