Die Männer der SG Maulburg/Steinen schlagen die HSG Dreiland in der Handball-Landesliga mit 27:26. Entsprechend groß war die Freude bei den Hausherren nach der Schlusssirene.
Es bleibt dabei: Die SG bleibt zuhause in eigener Halle eine Macht. Drei Spiele, drei Siege: so lautet die makellose Bilanz in der harzfreien Zone. Auch gegen die HSG Dreiland behielt das Team um Coach André Leuchtmann, der pünktlich zum Derby sein Comeback nach langer Verletzungszeit feierte, die Oberhand. „Wir haben eine gute Leistung gezeigt und verdient gewonnen“, bilanzierte er nach Spielende.
Und damit hatte er nicht unrecht. Denn die Hausherren lagen bis auf das 0:1 meist in Führung, hielten die Gäste auf Distanz und zeigten über 60 Minuten soliden Handball, während die HSG einmal mehr eine gewisse Konstanz im eigenen Spiel vermissen ließ. Es gab wieder zu viele Aufs und Abs. Und wie eigentlich immer in dieser bis dato so enttäuschenden Runde verschlief die HSG auch im Nachbarschaftsduell den Start.
„Wir sind gut reingekommen, die Abwehr war gleich da“, freute sich Leuchtmann. Nach nicht einmal drei Minuten führte die SG mit 4:1. Und diesen 3-Tore-Vorsprung gab sie zunächst auch nicht her. Erst kurz vor der Pause zeigte die HSG ein anderes Gesicht. Strukturiert im Spielaufbau, anpackend in der Defensive gelang ihr es, mit einem 12:12-Remis in die Pause zu gehen.
Und mehr noch. In zweifacher Überzahl hatten die Gäste nun die Chance, mit einem guten Start in die zweite Hälfte das Spiel vollends zu drehen. „Hier hätte das Match kippen können“, blickt Leuchtmann zurück. Aber: Die SG kam unbeschadet aus dieser Situation heraus.
Die Hausherren gingen immer wieder in Führung, die HSG blieb zwar dran, aber mehr war nicht drin. Auch eigene Zwei-Minuten-Strafen am Ende brachte die SG nicht von der Siegerstraße ab. Auch, weil Leuchtmann selbst in der Crunchtime die Initiative übernahm und die letzten beiden Treffer gleich selbst beisteuerte.
Markus Schönmüller, Coach der HSG Dreiland, war nach der vierten Saisonniederlage natürlich bedient. Viel zu häufig seien die besprochenen Spielzüge nicht zu Ende gespielt worden. „Jeder macht das, was er möchte, das kann nicht sein.“ Es sei bezeichnend, dass es die beiden Jungen gewesen seien, die für Ordnung auf dem Spielfeld gesorgt hätten.
Und wieder einmal habe man beste Chancen nicht in Zählbares umgemünzt. „Man muss halt nicht immer mit 150 km/h aufs Tor ballern“, so Schonmüller enttäuscht.
Während sich die HSG mit 3:9-Punkten erst einmal mittendrin im Tabellenkeller befindet, darf sich die SG mit einem ausgeglichenen Punkteverhältnis (6:6) über eine Platzierung im Mittelfeld der Rangliste freuen.
Tore für SG Maulburg/Steinen: Knoblich 6/5, Grun 3, Lindner 2, Fandry 4, Leuchtmann 3, Winkelbeiner 2, Nasdala 1, Ahrens 3, Holzkamm 1, Steffens 2.
Tore für HSG Dreiland: Bosch 5, Hopp 1, Grether 3, Schönmüller 5/5, Maraj 2, Willmann 4, Di Gesualdo 1, Sain 1, Schamberger 4.