Luisa Eipper steuerte zwei Treffer zum klaren Sieg des neuen Landesliga-Spitzenreiters aus Nagold bei. Foto: Hofmann

Mit einem 31:20-Heimsieg gegen die HSG Nendingen/Tuttlingen/Wurmlingen haben sich die Handball-Frauen an die Tabellenspitze der Landesliga gespielt.

VfL Nagold – HSG Nendingen/Tuttlingen/Wurmlingen 31:20 (17:8). Eine grundsolide Leistung reichte den Nagolder Handball-Frauen, um souverän den fünfte Saisonsieg einzufahren. Schon der erste Blick auf das Aufwärmen vermittelte den Eindruck, dass die Sache klar ist: Auf der einen Seite war da der VfL Nagold als Gastgeber mit maximal erlaubter Kadergröße von 14 Spielerinnen, auf der anderen Seite die HSG Nendingen/Tuttlingen/Wurmlingen, die mit nur neun Spielerinnen angereist war.

Gästeteam mit nur neun Spielerinnen angereist

Kaum hatte Schiedsrichter Jürgen Kost von der SG Hirsau/Calw/Bad Liebenzell die Partie angepfiffen, da untermauerten die Nagolderinnen auch schon ihre Favoritenrolle. Nach drei Minuten traf Alisa Kübler zum 4:1, Aline Rau erhöhte in Minute zwölf auf 8:2, und in der 25. Minute sorgte VfL-Spielmacherin Sophie Reime zum ersten Mal für einen Zehn-Tore-Vorsprung als sie zum 16:6 traf.

Zehn-Tore-Vorsprung kurz vor der Pause

Die deutliche Überlegenheit nutzte VfL-Coach Markus Renz, um allen Spielerinnen längere Einsatzzeiten zu geben, auch zum Teil auf eher ungewohnten Positionen. Im Spiel der Nagolderinnen war auch in Halbzeit zwei kaum ein Einbruch zu sehen. Und so war es an Marlen Dengler, wenige Sekunden vor dem Ende der Partie, den letzten Treffer für den VfL-Sieg zum 31:20 zu setzen. Sie war mit sechs Treffern auch insgesamt die erfolgreichste Nagolder Torschützin.

Nagolderinnen können ohne Druck frei aufspielen

"Man hat schnell gemerkt, der Gegner ist nicht auf der gleichen Höhe, wie andere Teams in der Liga", sagte VfL-Coach Markus Renz in seiner Analyse. Schnell habe sein Team einen Vorsprung aufgebaut. "Das war dann schon recht entspannt", so Renz weiter. Hohes Niveau habe das Spiel zwar nicht gehabt, "doch den Mädels tat es mal ganz gut, entspannt aufspielen zu können, also ohne den ganz großen Druck, immer treffen zu müssen."

"Wir haben nur das gemacht, was nötig war."

Markus Renz attestierte seinem Team auch durchaus, dass es die Partie "clever runtergespielt" habe. "Wir haben eben auch nur das gemacht, was nötig war." Mit der Abwehrarbeit zeigte sich der VfL-Trainer recht zufrieden, wenngleich die 20 Tore bei diesem Gegner eigentlich ein paar zu viel seien. "Aber das war schon solide."

Saisonziel Klassenerhalt dürfte schon bald angepasst werden

Ein netter Nebenaspekt des Sieges ist für die VfL-Frauen, dass sie nun Tabellenplatz eins erobert haben. Dass die Nagolderinnen in diesen Gefilden spielen würde, damit war nicht unbedingt zu rechnen. Der Klassenerhalt ist das erklärte Saisonziel – mehr nicht.

Drei Teams mit 10:2 Punkten vorne

Nachdem bereits ein Drittel der Saison gespielt ist, hat die Tabelle auch durchaus ihre Aussagekraft. Drei Teams stehen nach sechs Spielen mit jeweils 10:2 Punkten ganz oben, punktgleich mit dem TB Neuffen und der SG Hirsau/Calw/Bad Liebenzell auf dem dritten Rang. In den direkten Vergleichen hat sich VfL Nagold gegen die beiden anderen Spitzenteams durchgesetzt.