Die Handballer der SG Maulburg/Steinen spielen in der Herren-Landesliga nach einem weiteren Sieg weiterhin eine fantastische Rolle.
Die HSG Dreiland dagegen musste in dieser Saison einmal mehr eine knappe Niederlage einstecken. Die Enttäuschung ist groß.
SG Maulburg/Steinen - TSV Alemannia Freiburg-Zähringen: 34:23 (19:13). – Wer hätte das gedacht? Nach elf Partien mischt die SG gehörig die Liga auf und steht mit nur zwei Zählern Rückstand auf Spitzenreiter HSG Ortenau Süd auf Platz vier. Auch das letzte Spiel des Jahres ging nach kleineren Schwierigkeiten zu Beginn am Ende deutlich an die Wiesentäler.
„In den ersten 20 Minuten hatten wir Probleme mit unserem Angriffsspiel. Wir agierten teilweise zu überhastet im schnellen Spiel nach vorne und haben den Gegner selbst eingeladen, Tempo zu machen“, blickt Spielertrainer André Leuchtmann zurück. Aber dann kamen die Hausherren immer besser rein. Gegen die 5:1-Abwehrformation fand die SG gute Lösungen. Vor allem die Anspiele an den Kreis funktionierten. „Und wir waren geduldiger“, so Leuchtmann. Das machte sich dann auch zur Pause klar bemerkbar. Das 19:13 war eine Vorentscheidung.
Aber auch nach Wiederbeginn lehnten sich die Gastgeber nicht zurück oder schalteten im Gefühl des sicheren Sieges einen Gang zurück. Auch in einer Phase, als in der Offensive nicht alles rund lief und einige gute Möglichkeiten nicht im Kasten versenkt wurden, kam Zähringen nicht mehr ran. Da war die Defensive inklusive Torhüter der SG auf der Höhe. Und je länger die Partie dauerte, desto einfachere Treffer erzielte Steinen/Maulburg. Erst wurden die Bälle erobert, dann ging es zügig nach vorn.
„Der Sieg geht auch in dieser Höhe völlig in Ordnung. Das war ein super Jahresabschluss. Und im Januar greifen wir neu an“, gibt Leuchtmann die Marschrichtung vor.
Tore für SG Maulburg/Steinen: Knoblich 7/3, Eichin 5, Waidele 3, Lindner 2, Leuchtmann 2, Winkelbeiner 2, Friedlmeier 2, Ahrens 5, Lindenmaier 1, Holzkamm 5.
HSG Dreiland – HG Müllheim/Neuenburg 23:24 (12:14). – Wieder nichts: Erneut hat die HSG ein Saisonspiel mit nur einem Treffer Unterschied verloren. Allerdings: Die Niederlage hatten sich die Hausherren selbst zuzuschreiben. Es war nämlich über weite Strecken eine eher schwache Leistung der Dreiländer. Vor allem im Angriff war wenig Schwung drin. Statt den Ball laufen zu lassen, um Lücken in die Gästeabwehr zu reißen, wurde viel zu häufig das Eins-gegen-Eins-Duell gesucht.
Und so schlugen nach 22 Minuten gerade einmal sieben Tore zu Buche. Die Tabellennachbarn dagegen schafften es immer, aus dem Rückraum zum Torerfolg zu kommen; und führten in Halbzeit eins teilweise sogar mit vier Toren Unterschied. Zur Pause stand es 12:14 aus Sicht der HSG trotz schwacher Angriffsleistung.
Vor heimischer Kulisse ließ die HSG das Spiel so dahin plätschern. Weitestgehend emotionslos und ohne große Tempoverschärfungen, wenig zupackend – so agierten die Dreiländerinnen in der Markgrafensporthalle. Und dennoch waren sie beim 20:20 nach zwei starken Paraden von A-Jugend-Keeper Samuel Phillips wieder auf Augenhöhe. Und beim 22:22 hatten die Gastgeber sogar die riesige Möglichkeit zur Führung durch Florian Bosch, der frei zum Abschluss kam. Er und seine Teamkollegen aber scheiterten in der entscheidenden Phase an Keeper Tim Steffe.
Kurz vor Schluss bekamen die Hausherren den Ball, spielten schnell nach vorne, ehe Max Willmann auf Höhe der Mittellinie unsanft gebremst wurde. Die Unparteiischen ließen 21 Sekunden vor dem Ende aber Gnade vor Recht ergehen und entschieden nur auf Freiwurf. Nimmt man die Rote Karte für Müllheims Philipp Kind in der 47. Minute als Maßstab, hätte es eigentlich Siebenmeter für die HSG geben müssen. Am Ende tickte die Zeit runter und der direkte Freiwurf von Tobias Ludwig landete weit über dem Tor.
„Wir haben wieder mit einem Treffer Unterschied verloren, wieder waren wir selber schuld“, ließ ein sehr enttäuschter Markus Schönmüller nach dem Spiel wissen. „Wir haben die gesamte Spielzeit in einem Tempo agiert, haben keine Emotionen gezeigt und sind in alte Angriffsmuster verfallen. Und in der entscheidenden Phase haben wir unsere Chancen nicht genutzt.“
Tore für HSG Dreiland: Bosch 1, Hopp 2, Schönmüller 1, Knössel 7/4, Ruhlmann 3, Maraj 1, Willmann 1, Ludwig 3, Di Gesualdo 1, Sain 3.