SG-Spieler Florian Fandry (rechts) im Angriff. Foto: TH Fotografie/Thomas Hess

Es ist angerichtet für ein prickelndes Handball-Derby In der Herren-Landesliga. Es treffen am Samstag Gastgeber SG Maulburg/Steinen und die HSG Dreiland aufeinander.

Es ist wieder Derbyzeit: Es knistert wieder in der Steinener Sporthalle, wenn die Herren I der SG Maulburg/Steinen auf die Nachbarn der HSG Dreiland treffen. Beide Teams wollen diese besondere Partie natürlich gewinnen. Einen Favoriten gibt es am Samstag, 20 Uhr, keinen.

 

Da ist immer Dampf im Kessel, wenn es im Derby der Landesliga, Staffel 6, zur Sache geht. „Man kennt die Atmosphäre, da gilt es dem Druck standzuhalten”, weiß Andre Leuchtmann, Coach der Hausherren.

Den Schlüssel zum Sieg sieht er eindeutig in der Abwehr. „Hier müssen wir aktiver sein und müssen die Räume eng machen.“ Man müsse Lösungen gegen das Eins-gegen-Eins, die Würfe aus dem Rückraum und die Anspiele an den Kreis finden, und nicht zuletzt auch die schnelle Mitte unterbinden.

Leuchtmann fordert Effizienz im Abschluss

Und dann wäre da ja noch die eigene Chancenverwertung. Da müsse sich sein Team ebenfalls steigern. „Die Jungs müssen noch konsequenter in die Tiefe gehen, um Räume für die Mitspieler zu schaffen”, fordert Leuchtmann. Die eine oder andere Lücke, wie es das Zähringen-Spiel offenbarte, habe er in der HSG-Defensive ausgemacht.

Personell wird dieselbe Formation auflaufen, die bereits in den vergangenen Wochen auf der Platte stand und dabei zuhause stets die Oberhand behielt. Und das soll auch im Derby nicht anders sein.

Gewinnen möchten natürlich auch die Handballer der HSG Dreiland, die sich in der Tabelle weit hinten wiederfinden. Ein Sieg und ein Remis befinden sich auf der Habenseite. Zu wenig. „Wir müssen endlich einmal unsere Leistung über die gesamte Spielzeit abrufen und nicht nur zehn Minuten oder eine Halbzeit lang “, fordert Coach Markus Schönmüller.

Probleme in Sachen Motivation gibt es jedenfalls keine vor dem Derby. „Man hat im Training gesehen, dass jeder gewinnen möchte.” Das funktioniere aber nur, wenn man in der Defensive eine Schippe drauflege. „Wir müssen mehr Fouls ziehen und besser die Räume dicht machen.”

Schönmüller fordertoffensiv mehr Bewegung

Und in der Offensive brauche es unbedingt mehr Bewegung. „Wir müssen den Ball laufen lassen, das war zuletzt viel zu statisch und viel zu viel Eins-gegen-Eins.” Da ohne Harz gespielt werde, würden die Gastgeber eher defensiv stehen und Würfe aus dem Rückraum zulassen wollen.

„Dass wir ohne Harz agieren, darf für uns keine Ausrede sein. Wir trainieren einmal in der Woche ohne Haftmittel”, stellt Schönmüller fest, dessen Team im Derby in Bestbesetzung antreten kann.