Die SG Hirsau/Calw/Liebenzell startet fahrig in die Begegnung gegen die HSG Albstadt – und dreht dann auf.
Dabei sah es in den ersten Spielminuten nicht so aus, als würde die Calwer Mannschaft glänzen können. Das Team wirkte nervös und fahrig: In der Abwehr verschliefen sie ein paar gegnerische Aktionen und ließen Gegenspielerin Amelie Herfort gleich dreimal in Folge nahezu ungehindert den Ball ins Calwer Tor werfen.
Gäste legen vor
Im Angriff folgten technische Fehler und unkonzentrierte Abschlüsse, sodass die HSG Albstadt zunächst mit 3:1 Toren in Führung ging. Doch die SG HCL wachte auf und arbeitete vor allem in der Abwehr deutlich fokussierter und aggressiver.
Durch gutes Absprechen und Verschieben in der Defensive machten es die Calwerinnen ihrer Gastmannschaft schwer, zum Tor durchzubrechen. Eine souverän haltende Sinah Maidorn im Tor hielt ihrem Team zusätzlich den Rücken frei, sodass die HSG Albstadt innerhalb von 24 Minuten lediglich vier weitere Tore erzielen konnte.
Einzelaktionen retten HCL
Im Angriff spielte das Team um Jürgen Kost aber noch immer insgesamt zu drucklos, und vor allem das Auge für die Mitspielerinnen fehlte, wodurch oftmals entstandene Lücken und Anspielstationen übersehen wurden und ungenutzt blieben. Dennoch schaffte es die HCL auf fast allen Positionen, sich in Einzelaktionen freie Torchancen zu erarbeiten und erfolgreich abzuschließen. Der Spielstand wurde so bis zur Halbzeit auf 10:7 gedreht.
In der zweiten Spielhälfte griff die HSG Albstadt erneut an, und vor allem Nina Petznik trug mit vier schnellen Toren dazu bei, dass der Spielstand schon nach fünf Minuten wieder ausgeglichen (12:12) war.
Kampf ist Trumpf
Beide Teams kämpften um die Führung und wollten dem Gegner keine Chance lassen. Dies zehrte an den Kräften der Spielerinnen und ließ keine Mannschaft davonziehen. Das Spiel nahm an körperlicher Härte zu, und dies führte allein in der zweiten Halbzeit zu insgesamt sieben Hinausstellungen und zwölf Siebenmeter-Strafwürfen.
Eiskalt vom Siebenmeterpunkt
Während die SG HCL die sich daraus ergebenden Chancen erfolgreich zu nutzen wusste, scheiterte die HSG Albstadt an den starken Paraden von Sinah Maidorn, die maßgeblich dazu beitrug, dass die Calwer Frauen zunächst im Spiel blieben und sich schließlich auch die Führung wieder zurückerkämpfen konnten. Nach einigen Auswechslungen auf dem Feld schaffte es die HCL letzten Endes, noch ein paar druckvolle Angriffe mit Torerfolgen abzuschließen, und so endete diese umkämpfte Partie mit einem verdienten 24:21-Erfolg.
SG Hirsau/Calw/Liebenzell – HSG Albstadt 24:21 (10:7)
Für die SG HCL spielten: Melina Hesse (8), Isabella Micelotta (4), Alisa Conzelmann (3), Lena Gollor (2), Sandra Kalpakidis (1), Lina Strecker (1), Pia Mayer (1), Johanna Bayer (1), Kim Gehrisch (1), Ellen Lenk (1), Laura Imensek (1) und Sinah Maidorn (Tor).