Markus Gaugisch, der Bundestrainer der deutschen Frauen-Nationalmannschaft, wird ein „Gallier“: Er kümmert sich um den Nachwuchs und die Perspektivspieler.
Der HBW Balingen-Weilstetten steht schon seit seiner Gründung 2002 für herausragende Nachwuchsarbeit und einen hohen Anteil an Eigengewächsen in seinem Bundesligateam. Auch in der aktuellen Mannschaft von Matti Flohr stehen mit Kapitän Tobias Heinzelmann, Elias Huber, Elias Fügel, Till Wente und Bennet Strobel fünf prägende Akteure im Kader, die in Balingen schon das Nachwuchstrikot getragen haben.
Seit Einführung des Nachwuchszertifikats der Handball-Bundesliga im Jahre 2008 hat die JSG Balingen-Weilstetten jedes Jahr aufs Neue diese wertvolle Plakette verliehen bekommen und somit auch den Beleg für die herausragende Arbeit erhalten.
Optimierung der Nachwuchsausbildung
Getreu dem Motto „Stillstand ist Rückschritt“ wird der HBW nun weitere Schritte zur Optimierung der Nachwuchsausbildung gehen. Frauen-Bundestrainer Markus Gaugisch, der sich schon seit mehreren Jahren punktuell bei den Teams der JSG Balingen-Weilstetten einbringt, wird sich von nun an konsequenter beim HBW in der neu geschaffenen Position „Individualcoach“ um Perspektivspieler der JSG und des HBW kümmern und das aktuelle Trainerteam verstärken.
Gaugisch als Impulsgeber
Gaugisch, der die Funktion selbstredend begleitend zu seinem Job als Bundestrainer ausübt, soll somit weitere wichtige Impulse geben, damit sich aktuelle Bundesligaspieler individuell weiterentwickeln und kommende Bundesligaspieler ausgebildet werden.
„Markus Gaugisch im leistungssportlichen Umfeld des HBW zu haben, ist ein absoluter Gewinn. Das gilt schon für die Vergangenheit, in der er immer wieder gute Impulse für Nachwuchsspieler und Nachwuchstrainer gegeben hat und auch mir regelmäßig mit Meinung und Feedback geholfen hat. Ihn nun noch weiter im System zu haben, ist super und zeigt unsere angepeilte Richtung auf. Unser Nachwuchs ist unsere HBW-Zukunft“, freut sich Geschäftsführer Axel Kromer, der mit Gaugisch seit ihren gemeinsamen Bundesligajahren beim VfL Pfullingen auch freundschaftlich verbunden ist.
Neue Möglichkeiten in Trainingsarbeit und Analyse
Im Zuge der technischen Aufrüstung der Mey Generalbau Arena in den vergangenen Wochen hat JSG-Nachwuchskoordinator Adrian Fuladdjusch, der in der kommenden Saison auch die A-Jugend der JSG trainieren wird, zusammen mit HBW-Partner E-Projecta auch die Möglichkeiten geschaffen, dass zukünftig KI-gesteuert Videoaufnahmen von Trainings- und Spielmaßnahmen vorgenommen werden. Diese bieten den Spielern, Trainern und eben auch Gaugisch neue Möglichkeiten in der Trainingsarbeit und Analyse.
Der Frauen-Bundestrainer freut sich auf die neue Aufgabe
Gaugisch: „Im Detail arbeiten und der einzelnen Spielerin über Analyse, Feedback und Empfehlung zu helfen, besser zu werden, ist ein großer Baustein meiner täglichen Arbeit beim DHB und den dafür eingeschliffenen Workflow werde ich nun auch in Balingen anwenden. Dadurch, dass bei der JSG und beim HBW aktuelle Nachwuchsnationalspieler und einige weitere vielversprechende Talente aktiv sind, engagiere ich mich quasi auch hier für den Deutschen Handball. Ich freue mich drauf.“
HBW-eigenes Trainingszentrum ist in Planung
Fuladdjusch schaut weiter in die Zukunft: „In der kommenden Saison werden zum Kader unserer U23 in der 3. Liga vier Spieler der kommenden A-Jugend gehören und zwei weitere, die aktuell im letzten Jugendjahr aktiv sind. Der Weg ist klar.“ Neben den Planungen für das HBW-eigene Trainingszentrum „Gallierschmiede“ laufen zudem Abstimmungen zu internatsähnlichen Wohngemeinschaften für Nachwuchskräfte der JSG und des HBW.
König: Den Anteil an Eigengewächsen hochhalten
Geschäftsführer Felix König, der auch eine Vergangenheit als JSG-, und HBW-Spieler hat, ergänzt: „Man könnte meinen, der aktuelle Aufstiegskampf und die ohnehin großen Herausforderungen der Gegenwart im Bereich Etatsicherung, Spielbetriebsorganisation und Tagesgeschäft würden den Tag schon füllen. Wir müssen aber im Blick haben, welche Aufgaben wir in naher und ferner Zukunft zu lösen haben. Und die – da sind wir uns beim HBW alle einig – werden nicht kleiner und können nur bewältigt werden, wenn wir den Anteil an Eigengewächsen hochhalten.“