Eine unerwartet deutliche Heimniederlage mussten die Männer der HSG Rottweil gegen den Tabellenführer hinnehmen.
HSG Rottweil – TSV Alfdorf/ Lorch/ Waldhausen 23:40 (11:19). Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase setzte sich der Favorit zunehmend ab und wurde seiner Rolle als Meisterschaftsanwärter vollauf gerecht.
Dabei begann die Partie durchaus verheißungsvoll für die Rottweiler. Nach dem 1:0 durch Jens Haberkorn entwickelte sich in den ersten 15 bis 17 Minuten ein offener Schlagabtausch. Die HSG brachte den Ball gut ins Laufen, fand immer wieder die Lücken in der gegnerischen Deckung und hielt bis zum 7:6 Anschluss (17. Minute) voll mit.
Gute Anfangsphase
„Wir haben in der Anfangsphase wirklich gut gespielt, hatten aber einige Fehlwürfe aus freien Positionen, sonst hätten wir uns sogar eine kleine Führung erarbeiten können“, analysierte Trainer Michael Huber nach dem Spiel.
Doch im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs drehte sich die Partie komplett. „Allowa“ stellte die Abwehr kompakt und aggressiv, zwang die Rottweiler zu unvorbereiteten Abschlüssen und nutzte Ballverluste eiskalt aus. Während die Gäste aus einer stabilen Defensive immer wieder über die erste und zweite Welle trafen, verlor die HSG im Angriff zunehmend den Zugriff.
„Nach rund 20 Minuten hat „Allowa“ in der Abwehr nochmal angezogen. Unsere Angriffsmittel haben dann kaum noch funktioniert, und sie haben ihre physische Stärke gnadenlos ausgespielt“, so Huber. Bis zur Pause setzte sich der Tabellenführer auf 19:11 ab – eine Vorentscheidung.
HSG findet keine Lösungen
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild kaum. Rottweil fand kaum Lösungen gegen die körperlich überlegene und kompakt stehende Defensive der Gäste. Weder über den Rückraum noch im 1:1-Spiel konnten zwingende Chancen herausgespielt werden. „Allowa“ nutzte dagegen jede Unachtsamkeit und zog Tor um Tor davon. Am Ende stand eine bittere, aber verdiente 23:40-Heimniederlage.
„Das war das erste Spiel in der Verbandsliga, in dem wir klar als Verlierer vom Feld gegangen sind. Mit einer perfekten Leistung hätten wir sicher länger mithalten können, aber an diesem Tag war einfach nicht mehr drin“, bilanzierte Huber.
Huber: Ergebnis einordnen
Gleichzeitig ordnete der Coach das Ergebnis ein: „Man muss anerkennen, dass „Allowa“ eine richtig gute Mannschaft ist. Das ist der Meisterschaftsfavorit, gegen den schon einige Teams gestrauchelt sind. Wir lassen uns davon nicht aus der Bahn werfen.“
Für die HSG Rottweil heißt es nun, die richtigen Schlüsse aus der Partie zu ziehen und den Blick nach vorne zu richten. Am kommenden Samstag steht das Auswärtsspiel bei der SG Freudenstadt/Baiersbronn an – eine Partie, die unter ungewohnten Bedingungen stattfinden wird, da dort ohne Harz gespielt werden muss. HSG Rottweil: Raphael Hagen (1), Christoph Endres - Timo Hildebrand (6), Kajetan Beyer (4), Patrick Müller (3), Nico Singer (3), Iven Schlecht (2), Jens Haberkorn (1), Seymen Ulucanli (1), Tim Weber (1), Luca Wälde (1), David Eglof, Andreas Eisenack, Manuel Franzmann, Niklas Hummel, Maximilian Lutz.