Bei der bisher heimstarken SG Freudenstadt/Baiersbronn gewann die HSG Rottweil mit 39:33.
SG Freudenstadt/Baiersbronn – HSG Rottweil 33:39 (16:20). Vor rund 200 Zuschauern gewann die Mannschaft von Trainer Michael Huber hochverdient mit 39:33 (20:16) – und stoppte damit eine Serie von drei sieglosen Spielen in Folge.
Schon in der ersten Halbzeit zeigte die HSG, dass sie die besondere Herausforderung der haftmittelfreien Halle hervorragend annahm. Obwohl die Gastgeber in ihren bisherigen Heimspielen ungeschlagen waren, trat Rottweil von Beginn an aufmerksam, variabel und entschlossen auf. Die Partie blieb zunächst ausgeglichen, doch je länger die erste Hälfte dauerte, desto besser bekam die HSG Zugriff. Kurz vor der Pause setzten sich die Gäste erstmals spürbar ab und nahmen einen verdienten 20:16-Vorsprung mit in die Kabine.
HSG kontrolliert Geschehen
Direkt nach Wiederanpfiff erhöhte Rottweil auf 22:16 und kontrollierte das Spielgeschehen. Etwa zehn Minuten lang hielt die HSG einen stabilen Fünf-Tore-Vorsprung, ehe die Gastgeber in der 43. Minute noch einmal auf 24:26 herankamen.
Genau in dieser kritischen Phase zeigte sich jedoch die individuelle Klasse und Durchschlagskraft von Jens Haberkorn, der sich mehrfach dank seiner Physis durchsetzen konnte und wichtige Treffer erzielte, die die HSG wieder auf Abstand brachten. Rottweil zog bis zur 50. Minute auf 34:25 davon – die Vorentscheidung in einer Begegnung, die die Gäste danach souverän zu Ende spielten.
Routiniert runtergespielt
Somit ein hochverdienter 39:33-Sieg, den Trainer Huber als „sehr souverän und routiniert runtergespielt“ einordnete. Er betonte, wie beeindruckend die offensive Leistung seiner Mannschaft unter den besonderen Bedingungen war: „39 Tore in einer haftmittelbefreiten Halle zu schießen, ist nicht einfach. Wir hatten ein super Tempo und oft schnelle Tore aus der zweiten Welle, entweder direkt als Antwort auf ein Gegentor oder nach Ballgewinnen.“ Die HSG wusste, dass Distanzwürfe unter diesen Voraussetzungen schwierig werden würden, passte das eigene Spiel konsequent an und fand durch 1-gegen-1-Aktionen, viel Bewegung und gute Anspiele an den Kreis immer wieder Lösungen.
Bester Werfer
Timo Hildebrand war mit neun Toren erneut bester Werfer der Gäste. Am Kreis erwischte David Eglof einen Sahnetag und traf siebenmal. Auch Jens Haberkorn und Nico Singer steuerten jeweils sieben Treffer bei und überzeugten sowohl im Angriff als auch in der Abwehr.
Gastgeber holt auf
Huber hob hervor, wie wichtig es gewesen sei, die Gastgeber nicht in die Spielfreude kommen zu lassen, die sie in ihren bisherigen Heimspielen ausgezeichnet hatte. Zwar kam Freudenstadt in der zweiten Halbzeit kurzzeitig auf zwei Tore heran, doch Rottweil reagierte sofort und stellte den alten Abstand schnell wieder her.
Selbstvertrauen geschaffen
Mit diesem Auswärtserfolg beendet die HSG nicht nur ihre Durststrecke, sondern verschafft sich auch einen Schub Selbstvertrauen für die kommende Woche: „Nächste Woche wartet Fellbach, meiner Meinung nach eine der besten Mannschaften der Liga – da tut uns dieser Selbstbewusstseins-Boost richtig gut“, so Huber.
Ein reifer, konzentrierter sowie spielerisch überzeugender Auftritt der Männer der HSG Rottweil – und ein Sieg, der deutlich macht, dass das Team in der Verbandsliga weiterhin absolut konkurrenzfähig ist. HSG Rottweil: Timo Hildebrand (9), David Eglof (7), Jens Haberkorn (7), Nico Singer (7), Patrick Müller (3), Tim Weber (2), Kajetan Beyer (1), Andreas Eisenack (1), Niklas Hummel (1), Iven Schlecht (1), Christoph Endres, Manuel Franzmann, Raphael Hagen, Maximilian Lutz, Seymen Ulucanli, Luca Wälde.