Die weibliche B-Jugend der HSG Hossingen-Meßstetten gewinnt das Final Four in Bad Schwartau und sichert sich so den DHB-Pokalsieg. Das ist der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte.
Die weibliche B-Jugend der HSG Hossingen/Meßstetten belohnte sich nach einer langen und anstrengenden Runde 2024/2025 im fernen Bad Schwartau für die harte Arbeit und viel Durchhaltevermögen während der gesamten Saison – im Finale gegen die Gastgeberinnen gewannen die Wendel-Mädels völlig verdient und durften am Ende den Wimpel für den DHB-Pokalsieg in den Händen halten. Spielführerin Stella Wendel übernahm unter dem Jubel der 50 mitgereisten Fans den Pokal von Ralf Martini (Deutscher Handball-Bund) und reckte ihn in die Höhe: DHB-Pokalsieger ist die HSG Hossingen/Meßstetten, der Rest war Jubel.
Frühe Anreise in den hohen Norden
Das erfolgreiche Unternehmen Final Four hatte bereits am Freitag begonnen, sehr früh ging es per Reisebus nach Bad Schwartau in Schleswig-Holstein, Fans und Team nutzten die Fahrt zum Auftanken der Reserven, es wurde aber doch auch schon gemeinsam das eine oder andere Lied angestimmt.
Borussia Dortmund wartet als Auftaktgegner
Gut ausgeruht ging es dann am Samstag gegen den BVB 09 Dortmund, seit Jahren eine Top-Adresse im deutschen Frauenhandball, bekannt für sehr gute Jugendarbeit. Die Gegnerinnen, mit dem BVB-Bus angereist, starteten stark: Hossingen/Meßstetten lag 3:5 hinten, arbeitete sich dann aber heran und legte bis zur Halbzeit auf 11:10 vor. Die Partie wogte nun vor zwei lautstarken Fanclubs hin und her: Zunächst erarbeitete sich die HSG Feldvorteile (14:12), ehe Dortmund in Führung ging (14:15). In den letzten zehn Minuten legte dann wieder Hossingen/Meßstetten vor, das umjubelte 22:20 durch Stella Wendel war die Vorentscheidung – Hossingen/Meßstetten war im Finale.
Gastgeberinnen sind der Finalgegner
Im Finale warteten um 16 Uhr die Gastgeberinnen des VfL Bad Schwartau, die sich im anderen Halbfinale gegen die JSG HLZ Ahlen mit 20:15 durchgesetzt hatten: Sie waren körperlich stark, verfügten über eine exzellente Kreisläuferin, die von ihren Rückraumspielerinnen auch top eingesetzt wurde. Es sollte also auch auf das Abwehrspiel ankommen, und die Partie ließ sich gut an: Ab dem 3:3 setzten sich die Heuberg-Mädels mit einem 4:0-Lauf ab, Nele Mebold hielt mit ihren Mädels die Abwehr dicht. Die Gastgeberinnen verteidigten zwar auch nicht schlecht, produzierten aber einige technische Fehler. Hossingen/Meßstetten zeigte eine starke Rückwärtsbewegung und störte so das Tempospiel der Gastgeberinnen erfolgreich. Das 12:7 für die HSG zur Halbzeit war ein Ausrufezeichen und absolut verdient. Bad Schwartau kam aber frisch motiviert aus der Kabine, beim 9:12 hätte das Wendel-Team ins Wanken kommen können, tat es aber nicht: Vier Tore in Folge zum 16:9 waren schon so etwas wie eine Vorentscheidung. Hossingen/Meßstetten spielte gefällig, die Torverteilung bescheinigte eine tolle spielerische Leistung, beim 21:13 durch die starke Sophy Lide war die Messe gelesen. Die Schwäbinnen siegten mit 23:17 und die Feierlichkeiten konnten beginnen.
Trainer Andreas Wendel spricht Dankesworte
Trainer Andreas Wendel zeigte sich dankbar für eine großartige Runde: „Zunächst möchte ich mich bei meinem Trainerteam bedanken, es war mit Oli Weiss, Steffi Wendel und Sandra Sklar eine über Jahre andauernde tolle Zusammenarbeit. Wir als Team wollen uns aber noch bei vielen anderen bedanken: Den Eltern, die uns immer unterstützt haben, die Sponsoren, die für den finanziellen Rahmen gesorgt haben. Bei der HSG Hossingen/Meßstetten, die uns das Abenteuer Bundesliga ermöglichte und uns in 2024/2025 massiv unterstützte – und letztlich auch bei unserer Gemeinde, die dem Handball einfach eine sehr gute Jugendarbeit ermöglicht. Merci allen!“ Sprach’s und machte sich mit seinem Team auf die lange Heimreise – man darf davon ausgehen, dass die Gesänge noch eine Weile dauerten.
HSG Hossingen/Meßstetten: Jule Weber/Lina Schefold (Tor), Selic Cep, Kleo Kischko, Alisa Elezi, Aiyana Kosch, Greta Müllerschön, Samira Weiss, Nele Mebold, Vivien Kosch, Toni Seidel, Sophy Lide, Stella Wendel, Rosalie Reitspieß.
Trainerteam: Andreas Wendel, Oliver Weiss, Stefanie Wendel, Sandra Sklar.