Nur zu gerne würde HBW-Kapitän Martin Strobel mit seinem Team in den kommenden Tagen zwei Heimsiege gegen den Bergischen HC feiern. Foto: Eibner

Handball: Doppelpack gegen den Bergischen HC. Hens und Ilitsch feiern möglicherweise Comeback.

Handball-Bundesligist HBW Balingen-Weilstetten ist holprig in die Saison gestartet. Nach acht Spieltagen hat das Team von Trainer Rúnar Sigtryggsson lediglich drei Zähler gesammelt. Da die Konkurrenz schon fleißig gepunktet hat, belegt der HBW den 17. Tabellenrang. Am kommenden Samstag darf der HBW gegen den Bergischen HC, der am Mittwoch drauf abermals in der Balinger Sparkassen-Arena zum Achtelfinalspiel im DHB-Pokal aufkreuzt, nichts liegen lassen. HBW-Geschäftsführer Wolfgang Strobel äußert vor den beiden Duellen seine Erwartungen.

 

Herr Strobel, der HBW hat in seiner elften Bundesliga Saison bisher drei Heim- und fünf Auswärtsspiele absolviert. Wie sieht Ihr erstes sportliches Fazit aus?

Wir wussten, dass es eine sehr schwere Saison wird und haben momentan weniger Punkte, als wir uns vorgestellt hatten. Gegen die TSV Hannover-Burgdorf haben wir allerdings zwei ganz wichtige Punkte in Balingen behalten und man konnte einen Aufwärtstrend erkennen. Insgesamt bin ich mit der Entwicklung der Mannschaft nicht hundertprozentig zufrieden. Wir mussten aufgrund der vielen Verletzungen unheimlich viel improvisieren. Ich erhoffe mir nach der Rückkehr der einzelnen Spieler, dass wir stabiler auftreten. Man sieht allerdings auch, dass wir bisher drei Heim- und fünf Auswärtsspiele hatten und wie in den vergangenen Jahren auch, ist es wieder unsere Stärke, die Punkte eher in den Heimspielen zu holen. Das heißt aber nicht, dass wir auswärts nicht auch mal gerne gewinnen würden.

Sie haben die Verletzungsproblematik angesprochen. Wann erwarten Sie denn wen auf dem Spielfeld zurück und planen sie eventuell noch einmal einen Transfer?

Pascal Hens und Sascha Ilitsch können noch nicht völlig beschwerdefrei trainieren. Es entscheidet sich am Freitag, ob sie gegen den BHC spielen, eine Garantie gibt es aber nicht. Tobias Wagner tastet sich über das Mannschafttraining heran und wird wohl Mitte November sein Debüt geben. Wann Dennis Wilke und Felix König zurückkommen, ist noch nicht abzuschätzen. Natürlich sondieren wir auch den Markt und haben in den vergangenen Wochen einige Spieler getestet. Es war aber niemand dabei, der uns weiterhelfen kann. Wir machen sicher nichts, nur damit etwas getan ist.

Wie erklären Sie sich, dass noch kein Heimspiel ausverkauft war?

Tatsächlich ist auch der Vorverkauf für die Spiele gegen den Bergischen HC am Samstag und am Mittwoch im Pokal noch nicht wie erhofft angelaufen. Dass es zu Saisonbeginn etwas schleppend läuft, hängt mit den Schulferien zusammen. dass das Interesse derzeit nicht so hoch ist, kann auch daran liegen, dass die Ergebnisse in den beiden ersten Heimspielen nicht ganz so gut waren. Aber um unsere sportliche Situation zu verbessern, ist es umso wichtiger, dass uns unsere Fans zahlreich unterstützen. Daher hoffe ich, dass in den nächsten zwei Spielen aber auch im weiteren Verlauf der Runde wieder mehr Zuschauer kommen.

Innerhalb von vier Tagen gibt es den Bergischen HC im Doppelpack. Am Samstag das Ligaspiel, am Mittwoch das Achtelfinale im DHB-Pokal. Hat eines der beiden Spiele Priorität?

Jetzt geht es erstmal um das Ligaspiel. Alles ist darauf fokussiert. Sportlich ist es gegen einen direkten Konkurrenten ein unheimlich wichtiges Spiel, in dem es um zwei Punkte geht, die im Kampf um den Klassenerhalt ausschlaggebend sein können. Der BHC und wir liefern uns seit Jahren packende Spiele, egal ob in Balingen oder beim BHC. Danach geht es dann darum, den Traum vom Einzug ins Final-Four am Leben zu halten. Man kann ganz sicher davon ausgehen, dass auch die nächsten zwei Spiele wieder höchst interessant werden.

Trainer Rúnar Sigtryggsson sagte, dass die Zuschauer bei einem Heimspiel vier, fünf Tore ausmachen. Sehen Sie das genauso?

Ich habe es ja vorhin schon angesprochen, wie wichtig die Zuschauer für uns sind. Was uns Jahre lang in der Liga ausgezeichnet hat, ist eben, dass wir die "Hölle Süd" hier haben, in der unheimlich viel Druck auf den Gegner aufgebaut wird. Das ist natürlich in den nächsten beiden Spielen, in denen es für uns um unheimlich viel geht, das Entscheidende . Ich kann nur an jeden appellieren, die Mannschaft zu unterstützen.  Die Fragen stellten snz/umu