Der HBW – hier wirft Jona Schoch aufs Tor – präsentiert sich derzeit wankelmütig. Foto: Eibner

Am Mittwochabend brauchen die Handballer des HBW Balingen-Weilstetten dringend die Unterstützung ihrer Fans. Denn dann kreuzt der TV 05/07 Hüttenberg beim Tabellenführer der zweiten Liga auf.

Im Hinspiel gewannen die „Gallier“ buchstäblich in letzter Sekunde durch einen Treffer von Kapitän Felix Danner. Einen ähnlich dramatischen Spielverlauf erwartet HBW-Coach Jens Bürkle auch für Teil zwei der englischen Woche am Mittwoch um 19.30 Uhr in der Balinger SparkassenArena: „Dieses Spiel wird sehr spannend. Es wird bis zur letzten Sekunde umkämpft sein.“

Coach Bürkle erwarteteinen harten Kampf

Natürlich gilt der Spitzenreiter in eigener Halle als Favorit. Zumal Hüttenberg mit ausgeglichenem Punktekonto gerade mal auf Platz zehn rangiert. Aber die vergangenen Wochen haben gezeigt, dass selbst Teams auf den hinteren Rängen dem Primus ein Bein stellen können. Erst am Freitag musste sich der HBW mit einem schmeichelhaften 23:23 gegen Lübeck-Schwartau begnügen und zum Abschluss der Hinrunde gab es sogar eine 29:33-Heimklatsche gegen Dresden. Hüttenberg hingegen hat am Samstag zuhause Empor Rostock bezwungen und neues Selbstvertrauen getankt.

Bei Hüttenberg setzt Ian Weber die Akzente

Herausragender Akteur im talentierten Team von Trainer Johannes Wohlrab ist Regisseur Ian Weber, der nicht nur seine Mitspieler glänzend in Szene setzt, sondern selbst wurfgewaltig ist und häufig um die zehn Tore erzielt. Nicht zu vergessen ist Routinier Timm Schneider, der einst in Wetzlar, Lemgo und Melsungen seine Klasse unter Beweis gestellt hat. Er spielt auch eine wichtige Rolle in der offensiven 3:2:1-Abwehr, die gelegentlich einer 6:0-Formation weicht. „Eine gewisse Härte ist immer dabei“, weiß Bürkle. Da er auch seine eigenen Jungs als eher abwehraffin einschätzt, wird seiner Ansicht nach die Mannschaft das Spiel gewinnen, „welche die bessere Abwehr stellt“.

Regisseur Vistorop fehlt wohl weiterhin

Vermutlich wird er dieselben Spieler zur Verfügung habe wie in Lübeck. Denn bei Regisseur Filip Vistorop ist eine alte Verletzung aufgebrochen und der Trainer kann sich nicht vorstellen, dass er die bis Mittwoch auskuriert. Unsicher ist auch, ob Linksaußen Patrick Volz rechtzeitig fit wird, der sowohl von Kreisläufer Tobias Heinzelmann wie auch von Dennis Fuoß aus der zweiten Mannschaft ersetzt werden kann, falls Oddur Gretarsson ausfallen sollte. Mau stehen die Vorzeichen auch für einen Einsatz von Jens Schöngarth, der in der Winterpause für den Langzeitverletzten Uros Todorovic nachverpflichtet wurde, sich aber mit Wadenproblemen herumquält.

Der Plan: Mentalität soll Probleme kompensieren

Trotz der Personalmisere sieht Bürkle keinen Grund zu klagen, auch nicht nach dem Remis in Lübeck: „Eigentlich war das Spiel schon verloren. Aber die Mannschaft hat Charakter gezeigt und ist zurückgekommen.“ Eine ähnliche Mentalität erwartet er am Mittwoch von seinen Jungs und dazu noch eine konstant gute Leistung über die volle Distanz: „Wir müssen gut Handball spielen. Dann kommen auch die Punkte.“