Der TuS Fürstenfeldbruck und der HBW Balingen-Weilstetten II trennen sich in der 3. Liga Süd 30:30 (14:13). Für Trainer Thiemann ist es ein verlorener Punkt.
Keinen Sieger gab es beim Gastspiel der Jung-Gallier in Fürstenfeldbruck. Positiv war dies für die Gastgeber, die mit dem Punktgewinn die Rote Laterne an die HG Oftersheim/Schwetzingen abgaben.
„Es fühlt sich nach einem verlorenen Punkt an“
Für HBW-Trainer Micha Thiemann war die Punkteteilung im Nachgang eher ein vergebener Sieg. „Ehrlicherweise führt es sich nach einem verlorenen Punkt an. Klar wir haben einen Punkt mehr, und aufgrund der Vorzeichen – Denis Milosavljevic war zwei Wochen raus und kam nur für Überzahl in Frage, zudem haben wir ohne Linkshänder im Rückraum gespielt – ist es okay, auswärts einen Zähler mitzunehmen. Aber hintenraus hätten wir das Spiel ziehen müssen. Wir hatten mehrfach die Möglichkeit, auf zwei oder Tore wegzuziehen, aber aus den letzten fünf Angriffen nur ein Tor gemacht. Der Gegner hat seine Abwehr von 6:0 auf 3:2:1 umgestellt, was bei uns zu Unkonzentriertheiten geführt hat“, blickt der Coach der Jung-Gallier auf die Partie zurück.
HBW II verspielt Drei-Tore-Führung in der Schlussphase
Fürwahr, lag der HBW II doch nach 54 Minuten nach dem Treffer von Neo Wehrli zum 28:25 gar mit drei Toren vorne. „Dann treffen wir zweimal das leere Tor nicht, als Fürstenfeldbruck seinen Torhüter rausgenommen hat und kassieren zwei blöde Zweiminutenstrafen“, moniert Thiemann, die Phase, in der die Bayern den 29:29-Ausgleich schafften und nach der 30:29-Führung durch Lars Bänsch 20 Sekunden vor dem Ende noch zum Ausgleich sieben Sekunden vor der Schlusssirene durch Florian Bernhard kamen.
Insgesamt gesehen bekamen die Zuschauer in der Wittelsbacher-Halle über 60 Minuten ein Kampfspiel zweier personell gebeutelter Teams geboten, in dem die Gastgeber zur Halbzeit mit 14:13 leicht die Nase vorne hatten. Die zweite Hälfte gehörte überwiegend den Gästen – bis zum unglücklichen Ende.
Bittere Ausbeute
„In der Summe ist dies bitter, dass wir mit dem Spiel in Köndringen, als wir in der Schlusssekunde verloren haben, dem Pfostenwurf in Pfullingen in letzter Sekunde und mit dem Ausgleich hier wenige Sekunden vor Schluss, drei Spiele hatten aus denen wir nur 1:5 Punkte holen. Wenn es richtig gut läuft hätten es auch 4:2 oder gar 6:0 sein können. Aber in erster Linie geht es um unsere Leistung, und da hatten wir bis auf wenige Ausnahmen, in fast allen Spielen Siegchancen. Daraus gilt es nun, zu lernen, Erfahrungen zu sammeln und weiter zu machen“, so Thiemann. HBW Balingen-Weilstetten II: Bierfreund, Hajdu; Gaugisch (3), Flad (2), Römer, Eisele (6), Milosavljevic (3), Bänsch (4), Banzhaf, Locher (5/4), Selinka, Wehrli (5).