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Handball Geisterspiele? Strobel: "Die will keiner"

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Noch steht nicht fest, wann es für Vladan Lipovina und den HBW wieder um Bundesliga-Punkte geht.Foto: Kara Foto: Schwarzwälder Bote

Wann beginnt die Bundesliga-Saison 2020/21? – diese Frage brennt den Handball-Fans, Spielern und Klubverantwortlichen unter den Nägeln. Noch aber müssen sie sich gedulden.

Am kommenden Dienstag, 23. Juni, will das Präsidium der Handball-Bundesliga HBL darüber entscheiden, wann der Startschuss fällt – und ob oder wie viele Zuschauer dann in den Hallen live dabei sein dürfen. Noch wird diskutiert, ob der Relaunch nach dem der Corona-Krise geschuldeten Abbruch der Saison 2019/20 im September oder erst im Oktober steigt.

Eine ideale Lösung gibt es für Wolfgang Strobel, den Geschäftsführer des Bundesligisten HBW Balingen-Weilstetten in dieser Hinsicht nicht. "Viele Argumente sprechen für den September, viele dafür, dass wir deutlich später starten. Wenn wir früh beginnen, haben wir die nötige Präsenz in den Medien, wenn wir später los legen, haben wir möglicherweise wieder Zuschauer. Wir müssen uns auch die Frage stellen, wie viele Geisterspiele sich jeder Klub leisten kann. Die will keiner, aber klar ist auch, dass wir bald wieder starten müssen." Strobel geht davon aus, "dass wir mit Zuschauern, wenn auch in begrenzter Zahl starten."

In welchem Umfang, Fans dann in die Balinger Sparkassen-Arena dürfen, steht noch in den Sternen. Doch der HBW stellt sich auf verschiedene Szenarien ein und erarbeitet verschiedene Konzepte und Saalpläne. "Wir stimmen uns mit unseren Sicherheitspartnern ab und hatten in der Arena auch schon ein erstes Treffen mit Leuten von der Stadt, dem Kreis und dem Gesundheitsamt", sagt Strobel. Natürlich ist auch der Verkauf der Dauerkarten ein großes Thema, denn bei wie vielen Spiele der Inhaber eines solchen Tickets live vor Ort sein darf, ist aktuell nicht absehbar. "Das Dauerkarten-Abo verlängert sich bei uns automatisch zum 31. Mai. Das haben wir so beibehalten, wir werden aber bis zum 1. Juli nur einen Teilbetrag der Kosten einziehen", so Strobel.

Während die Profi-Kicker ihren normalen Ligabetrieb fortsetzten, die Basketball-Bundesliga (BBL) derzeit in einem Finalturnier den Meister ermittelt – das alles unter strengen Hygienevorschriften – entschieden sich die Handballer recht bald, einen Schlussstrich unter die Runde zu setzen. Die Saison wurde am 21. April abgebrochen, das Abschlusstableau entsprechend der Quotientenregelung ermittelt. "Ich bin überzeugt davon, dass wir damit die richtige Entscheidung getroffen haben. Wenn es bei den Fußballern und den Basketballern mit der Fortsetzung der Saison klappt, schadet uns das sicher nicht. dafür betreten wir in anderer Hinsicht Neuland – wir sind die ersten, die ein Konzept für eine neue Saison abliefern – das hat bisher noch keiner gemacht"", sagt Strobel

Apropos neue Saison: Absteiger gibt es keine, mit dem HSC Coburg und TuSEM Essen steigen zwei Teams auf, und so geht die Spielzeit mit 20 statt bisher 18 Teams über die Bühne. Und das ist eine weitere Schwierigkeit, der sich die Liga stellen muss, jedes Team hat nun vier Partien mehr auf dem Programm. "Mehr Spiele sind grundsätzlich ein Problem, dass wir die Saison nun auch noch in einer verkürzten Zeit austragen müssen, macht die Sache natürlich nicht einfacher", so Strobel. Wie sein Klub dann wirtschaftlich aufgestellt sein wird, lässt sich für den HBW-Geschäftsführer noch nicht klar ableiten. "Wir führen viele Gespräche mit Sponsoren, allerdings dauern die Entscheidungsfindungen derzeit länger."

Nach Stand der Dinge geht der HBW mit einem 14er-Kader in die Saison 2020/21. Trainingsstart ist der 1. Juli. Neu dabei sind dann der 24-jährige Franzose James Junior Scott (BM Logroño La Rioja/Spanien) im linken Rückraum, Rückkehrer Fabian Wiederstein (HSG Konstanz) am Kreis und Rechtsaußen Moritz Strosack (HBW II). Nicht mehr im HBW-Trikot zu sehen sein werden Martin Strobel (Karriere-Ende) – für ihn plant der Klub in der Zeit um den Jahreswechsel ein Abschiedsspiel – Filip Taleski (Vardar Skopje/Nordmazedonien), Juan de la Peña Morales (Wilhelmshavener HV), Benjamin Meschke und Jannik Hausmann (beide Ziel unbekannt). "Wir vertrauen diesem Kader, selbst wenn wir etwas dünn besetzt sind. Viele der Jungs kennen sich schon lange und haben als Mannschaft eine gute Chance, dass eine Dynamik entsteht, und mit unserem Konstrukt haben wir auch immer wieder die Möglichkeit, Spielern aus der Drittliga-Mannschaft eine Chance zu geben", so Strobel. Dennoch: Ausschließen, dass der HBW noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv wird, will er nicht.

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