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Handball Geisterspiel kurz vor Halloween

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Der TV St. Georgen – hier mit Tobias Hänse im Angriff – peilt seinen zweiten Saisonsieg an. Foto: Michael Kienzler

In der Landesliga der Herren empfängt der TV St. Georgen am Samstag (19.30 Uhr) die HSG Mimmenhausen/Mühlhofen. Zuschauer sind in der Roßberghalle nicht zugelassen.

Nach einer Woche Zwangspause – aufgrund des verlegten Auswärtsderbys gegen die SG Gutach/Wolfach – sind die Bergstädter nun wieder daheim gefordert. Der besagte Verdachtsfall bei der SG Gutach erhielt im Laufe des vergangenen Samstagnachmittags noch seinen negativen Befund. Einen Nachholtermin gibt es bisher noch keinen. Ein Spiel unter der Woche ist aufgrund der vielen Studenten und Berufstätigen, die in ganz Baden-Württemberg verteilt sind, nicht möglich.

Starke Gäste

Mit der HSG Mimmenhausen/Mühlhofen kommt einer der Gegner in die St. Georgener Roßberghalle, der die Bergstädter in der abgelaufenen Saison bezwingen konnte. Während der TVS das Heimspiel nach Belieben kontrollierte, lieferte man damals im Schul- und Sportzentrum Salem, die mit Abstand schwächste Saisonleistung ab. Diesen Auftritt möchte man unbedingt vergessen machen. Die HSG verfügt über eine junge Mannschaft. Dass die Mimmenhausener durch den coronabedingten Saisonabbruch sicher ein weiteres Jahr in der Landesliga bleiben, gibt Zeit zur Entwicklung.

Angeführt wird die Mannschaft von Top-Torschütze Aaron Buneta, der dem TVS schon in der vergangenen Saison das Leben schwer gemacht hatte. Für die Bergstädter war es nun wichtig, die Spannung hoch zu halten. Immerhin erfuhr die Mannschaft erst nach dem Abschlusstraining am Freitag von der Spielabsage. "Wir hatten uns auf Gutach/Wolfach vorbereitet, nun mussten wir einen fließenden Übergang zum nächsten Gegner finden. An der primären Anforderung, die Abwehr wieder kompakter zu stellen und die Torchancen geduldiger herausspielen und konsequenter zu verwerten hat sich nichts geändert", sagt TVS-Coach Jonas Herrmann vor der Heimpartie.

Inzwischen gewinnen leider die äußeren Umstände neben dem sportlichen mehr und mehr an Bedeutung.

Keine leichte Entscheidung

Im Schwarzwald-Baar-Kreis ist der Inzidenzwert vor dem Wochenende erstmals auf über 50 gestiegen. Der Wert lag zwar am Mittwoch und Donnerstag dieser Woche wieder knapp darunter. Dennoch gilt der Kreis erst nach sieben Tagen infolge unter 50 nicht mehr als "Risikogebiet". Darüber hinaus hat das Land Baden-Württemberg inzwischen die Pandemiestufe 3 eingeleitet, welche von einer Corona-Notverkündung begleitet wurde. Gemäß aktueller Verordnung ist es immerhin noch möglich, weiterhin zu spielen und zu trainieren. Für das kommende Heimspiel hat sich der TV St. Georgen aber dafür entschieden, ohne Zuschauer zu spielen.

Wochenlang entwickelte die Handballabteilung ein Konzept, das das Erlebnis "Heimspiel auf dem Roßberg" über Dauerkarten mit festen Sitzplätzen möglichst vielen Zuschauern ermöglicht. Die Entwicklung der Pandemielage in den letzten Wochen macht eine gerechte und verantwortungsbewusste Durchführung dieses Konzepts unmöglich. Eine spontane Rückerstattung von Eintrittspreisen ist kurzfristig nicht machbar.

"Wir haben uns vor der Saison gemäß der damaligen Lage bestmöglich vorbereitet. Am ersten Spieltag konnten wir vor Fans, Sponsoren und vor allem unseren eigenen Jugendspielern spielen. Nun hat sich die Lage drastisch geändert. Mit großen Mühen können wir den Spielbetrieb immerhin in seinen Grundzügen am Leben halten. Die Entscheidung gegen die HSG ohne Zuschauer anzutreten, war keine leichte. Aber auf die Schlagzeile Corona-Infektionen beim Handballspiel wollen wir aber gerne verzichten", betont TVS-Abteilungsleiter Stephan Lermer.

Weitere Informationen: Die Heimpartie des TV St. Georgen wird auf dem You-Tube-Kanal der St. Georgener Handball-Abteilung live übertragen.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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