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Handball Entscheidung im Siebenmeterschießen

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Die HSG Wetzlar (weiße Hosen) und das Team von Frisch Auf Göppingen lieferten sich ein spannendes und hochklassiges Endspiel. Foto: Priestersbach Foto: Priesterbach

Die Handballer der HSG Wetzlar haben nach ihrem Sieg im Vorjahr auch die 25. Auflage des Sparkassen-Cup-Turniers in Altensteig gewonnen.

Im Finale machten die Hessen gegen den württembergischen Erstligisten Frisch Auf Göppingen allerdings erst im Siebenmeter-Schießen den Turniersieg perfekt.

Dabei hatte es in der Neuauflage des letztjährigen Finalspiels und vor einer tollen Zuschauerkulisse in der ausverkauften Eichwaldhalle lange so ausgesehen, als ob Frisch Auf Göppingen dieses Mal den Coup landen könnte. Zwar legten die Titelverteidiger nach einer guten Viertelstunde durch den montenegrinischen Nationalspieler Stefan Cavor auf 8:5 vor, doch in einem offenen Schlagabtausch glich der dänische Nationalspieler Tim Sörensen beim 12:12 (24.) erstmals aus. Mit dem Pausenpfiff glückte der Göppinger Kreisläufer Kresimir Kozina (Kroatien) noch die 16:14 Führung.

Nach dem Seitenwechsel bauten die Göppinger ihren Vorsprung aus und brachten den Titelverteidiger mit einer offensiven Abwehr aus dem Konzept. So erzielte Marcel Schiller gleich drei Treffer in Serie zum 22:18 – und für die Galerie wurde ebenfalls gespielt. So gab es viel Beifall für das Kempa-Tor von Josip Peric zum Stand von 27:20 nach 45 Zeigerumdrehungen.

Zu diesem Zeitpunkt hätte der Wetzlarer Trainer Kai Wandschneider keinen Pfifferling auf sein Team mehr gewettet, wie er nach dem Spiel bekannte. Doch Handball hat eben seine eigenen Gesetze und schreibt immer wieder unglaubliche Geschichten.

So setzte die HSG Wetzlar zu einer Verfolgungsjagd an, holte Tor um Tor auf. Und als der Göppinger Vorsprung nach 57 Minuten beim 31:29 auf zwei Tore zusammengeschmolzen war, stieg die Spannung in der Halle merklich an.

Und es kam wie es kommen musste: Der zuvor bei Strafwürfen bis dahin fehlerfreie Marcel Schiller scheiterte mit einem Siebenmeter an HSG-Keeper Tibor Ivanisevic – aber auch Kresimir Kozina scheiterte frei am Kreis am serbischen Nationalkeeper.

Neunzehn Sekunden vor dem Schlusspfiff nahm Kai Wandschneider noch ein letztes Timeout, worauf Jan Weber von der Außenbahn beim 31:31 den Ausgleich erzielte. Jetzt war nach dem Turnierreglement sofort ein Siebenmeter-Schießen fällig. Während Tim Sörensen auf Göppinger Seite scheiterte, machte Lars Weißgerber beim 36:35 den entscheidenden Wurf perfekt.

"Göppingen war im Finale über weite Strecken besser, aber meine Mannschaft und hat eine tolle Moral bewiesen", so der Wetzlarer Trainer Kai Wandschneider. Mitentscheidend war für ihn die Umstellung auf 4:2 in der Abwehr, und er hatte im Endspiel zwei absolut gleichwertige Mannschaften gesehen. Ein Siebenmeterschießen sei eben immer auch ein Stück weit Glückssache.

Auf der anderen Seite war für den Göppinger Trainer Hartmut Mayerhoffer klar: "Wenn man so deutlich vorne liegt, sollte man die Führung über die Runden bringen." Allerding fehlten auf Göppinger Seite am Wochenende einige wichtige Spieler. "Da mussten wir am Ende doch dem personellen Aderlass Tribut zollen", so Mayerhoffer.

Im Spiel um den dritten Platz standen sich die beiden Erstliga-Vertreter HBW Balingen-Weilstetten und TVB Stuttgart gegenüber. Dabei sorgten die "Gallier von der Alb" von Anfang an für klare Verhältnisse. Der Zweitligameister legte über 6:1 und 10:4 auf 18:12 zur Pausen vor. Im zweiten Durchgang machte der HBW mit 33:26 alles klar.

"Ich bin mit dem dritten Platz zufrieden", machte HBW-Trainer Jens Bürkle deutlich, und er sprach von drei Spielen auf höchstem Niveau. Als "Lehrstunde" bezeichnete er die 26:34-Niederlage im Halbfinale gegen Göppingen, die in seinen Augen allerdings Gold wert war für den Erstliga-Rückkehrer. "Da haben wir unsere Fehler aufzeigt bekommen."

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