Auf jeden Fall ist das Halbfinale drin: Die Handball-Experten aus dem Kreis trauen dem deutschen Team sehr viel bei der EM zu. Foto: Sina Schuldt/dpa

Die Handball-Experten aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis blicken auf die an diesem Donnerstag beginnende Europameisterschaft. Dänemark ist der große Favorit.

Die Handball-Europameisterschaft 2026 der Männer startet an diesem Donnerstag in Dänemark, Schweden und Norwegen. Insgesamt nehmen 24 Nationen an dem Turnier teil. Deutschland bestreitet seine Vorrundenspiele der Handball-EM in der Jyske Bank Boxen in Herning (Dänemark). Gegen Österreich (Donnerstag, 20.30 Uhr) geht es los. Dem Team um Coach Alfred Gislason wird einiges zugetraut. Der große Favorit ist Dänemark. Wir hörten uns bei den Handball-Experten im Schwarzwald-Baar-Kreis um.

 

Manuel Hertz-Eichenrode

Der Trainer des Herren-Landesligisten HSG Schwenningen will sich bis zum 1. Februar viel Zeit nehmen, um das Turnier via Fernsehen oder Stream zu beobachten. Er ist überzeugt davon, „dass unsere Mannschaft zumindest das Halbfinale erreicht. Die vergangenen Testspiele waren überzeugend. Mit Andreas Wolff und David Späth haben wir ein starkes Torhüterduo. Die Abwehr könnte insgesamt einer der Erfolgsgaranten sein.“

Titelfavorit ist für Manuel Hertz-Eichenrode Dänemark. „Die werden ihren Heimvorteil zu nutzen wissen. Frankreich wird ebenfalls eine gute Rolle spielen. Spanien hat ein junges Team mit viel Potenzial, das mittelfristig wieder bei den großen Turnieren mitmischen kann.“ Mit etwas Bauchweh sieht der HSG-Coach übrigens wieder das Thema „Videobeweis“. „Das wird auch bei diesem Turnier wieder für einige, teilweise auch unnötige Diskussionen sorgen.“

Stephan Lermer

Für den Abteilungsleiter und Spieler des TV St. Georgen ist Dänemark der große Favorit. „Unsere Nationalmannschaft spielt in einer Vorrundengruppe, die es in sich hat. Spanien, Serbien und Österreich sind gute Gegner. Mit Blick auf die Hauptrunde darf man sich schon in der Gruppenphase keine Ausrutscher leisten. In der Hauptrunde drohen dann schwere Gegner wie Dänemark, Portugal, Frankreich und Norwegen. Aber wir haben eine sehr robuste und körperlich starke Abwehr, dahinter zwei starke Torhüter. Ich denke, dass das deutsche Team eine kleine Chance auf das Halbfinale hat. Wir müssen uns aber – wie zuletzt bei Olympia – wieder in einen Flow spielen, um erfolgreich zu sein.“

Stephan Lermer, der in den vergangenen Jahren bei großen Turnieren öfters vor Ort war, wird die Europameisterschaften diesmal am Fernseher verfolgen. „Ich freue mich aber nicht nur auf die Topspiele. Mit Nationen wie Niederlande, Italien oder auch die Färöer Inseln sind Teams dabei, die teilweise zwar etwas unkonventionell spielen, aber durchaus einen super unterhaltsamen Handball zeigen.“

Ralph Wallishauser

Möglichst viele EM-Spiele möchte auch das Vorstandsmitglied der SG Hornberg/Lauterbach/Triberg am Bildschirm verfolgen. Begeistert ist Ralph Wallishauser vom deutschen Bundestrainer Alfred Gislason. „ Er hat einen klaren Plan, baut auch auf junge Spieler. Ich traue dem deutschen Team einiges bei diesem Turnier zu.“ Auch für den Triberger ist das dänische Team der Top-Favorit.

Gespannt zeigt er sich auf Mannschaften wie die Färöer Inseln, „die die Europameisterschaft bereichern“. Insgesamt tippt Ralph Wallishauser auf eine attraktive EM, „der vor allem auch die nordischen Teams den Stempel aufdrücken werden“.