HBW-Rechstaußen Gregor Thomann setzt zu einem seiner beiden Treffer an. Foto: Eibner

Handball: Von wegen Weihnachtsfeier: Kein Sieg im Vier-Punkte-Spiel.

Handball-Bundesligist HBW Balingen-Weilstetten hat sich am Mittwochabend kein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk gemacht. Das Bürkle-Team verlor im Kellerduell bei der HSG Nordhorn-Lingen mit 27:29 (12:15).

Für den HBW war die Niederlage in seinem letzten Spiel des Jahres 2020 ein weiterer Rückschlag, denn es war bereits die dritte Niederlage in dieser Saison gegen einen direkten Konkurrenten im Rennen um den Klassenerhalt – die Folge: der HBW ist auf Rang 17 und damit auf einen Abstiegsplatz zurückgefallen. "In der ersten Halbzeit haben wir zu viele Fehler gemacht. Trotz eines 5:10-Rückstands hatten wir die Chance das Spiel zu drehen. Das ist uns aber nicht gelungen. Es haben uns auch die Alternativen aus der zweiten Reihe gefehlt. Das ist für uns ein Rückschlag, an dem wir in den nächsten Wochen noch bluten werden", so HBW-Coach Jens Bürkle.

Sein Team hatte in der Lingener Emsland-Arena einen mauen Start. Zwar legte der HBW bis zu Vladan Lipovinas 2:3 (6. Minute) vor. Doch danach leisteten sich die Gäste in der Offensive einen technischen Klops nach dem anderen. Das nutzte die HSG und zog bis zur 18. Minute – Georg Pöhle netzte ein – auf 10:5 davon. Das Bürkle-Team fing sich in der Folge jedoch, holte nach zwei Treffern in Serie – Regisseur Björn Zintel mit einem trockenen Abschluss und der isländische Nationalspieler Oddur Grétrasson von der Siebenmeter-Marke netzen ein – auf. Die Gäste waren in der 24. Minute beim 9:12 wieder in Reichweite. Mit diesem Drei-Tore-Rückstand (12:15) ging es für die Schwaben allerdings auch in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel aber drehte der HBW auf. Einen 4:1-Lauf schloss Marcel Niemeyer mit dem 16:16 ab (37.), und nachdem Lukas Saueressig das 19:19 erzielt hatte, warf Kapitän Jona Schoch die Gäste mit 20:19 sogar wieder in Führung. Doch der schmächtige Vorsprung war schnell wieder futsch. Pavel Mickal und Philipp Vorlicek – der Linkshänder war mit neun Treffern der beste Schütze der Partie – drehten die Sache wieder zu Gunsten der HSG Nordhorn-Lingen (21:20/46.). Noch aber hielten die Schwaben Schritt. Bis zu Grétarssons 23:23 waren sie in Schlagdistanz. Dann netzte der Ex-Balinger Markus Stegefelt für die HSG ein, HBW-Trainer Bürkle nahm ein Timeout, in dessen Folge seine Sieben jedoch zwei erfolglose Angriffe nacheinander zeigte, und sich die HSG auf 25:23 (54.) davon machten. Als Robert Weber rund zwei Minuten vor Schluss zum 27:24 traf, hatte Nordhorn die Punkte im Sack – am Ende feierte die HSG einen 29:27-Erfolg und zog damit in der Tabelle am HBW vorbei. Die Gäste überwintern als 17. auf einem Abstiegsplatz. SG Nordhorn-Lingen: Buhrmester, Ravensbergen; Torbrügge, Leenders, Weber (5/3), Mickal (4), Stegefelt (1), Terwolbeck (4), De Boer, Zare, Vorlicek (9), Visser, Possehl, Pöhle (6). HBW Balingen-Weilstetten: Jensen, Ruminsky, Bozic; Niemeyer (3), Lipovina (5), Kirveliavicius, Thomann (2), Nothdurft, Grétarsson (8/6), Diebel, Schoch (2), Zintel (1), Saueressig (6), Röller, Heinzelmann, Strosack.

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