Kaum ein Durchkommen gab es für HBW-Kreisläufer Fabian Wiederstein und sein Team gegen Magdeburg. Foto: Kara

Der SC Magdeburg hat den HBW deklassiert. Das Team von Trainer Jens Bürkle hatte am Donnerstagabend beim 17:28 nichts zu melden.

Nicht den Hauch einer Chance auf Punkte hatte der HBW im Balingen-Weilstetten im Handball-Bundesliga-Duell mit dem SC Magdeburg. Schon zur Pause lagen die "Gallier" mit 8:14 im Hintertreffen – am Ende unterlag das Team von Trainer Jens Bürkle vor 1580 Zuschauern in der Balinger Sparkassen-Arena satt mit 17:28.

In einer zähen Startphase hielt der HBW noch einigermaßen mit. Björn Zintel netzte in der achten Minute zum 2:3 ein. Doch danach ließen die Gastgeber in der Offensive einige gute Möglichkeiten gegen ihren ehemaligen Teamkollegen im SCM-Tor, Mike Jensen, liegen. Magdeburg nutzte die Fehler der Hausherren zu einem 4:0-Lauf, den Linksaußen Lukas Mertens zum 7:2 für den Favoriten abschloss. HBW­Coach Jens Bürkle versuchte der Sache mit einer Auszeit eine Wende zu geben. "Wir haben vier Scheiß-Rückzugstore gefressen. Vorne ist das gut, aber wir lassen zu viele freie Chancen liegen", war über die Mikros beim Sender Sky zu hören.

Doch sein Team legte die nächsten Fehler aufs Parkett, und der Norweger Christian O’Sullivan erhöhte für den Favoriten auf 8:2 (15. Minute). Zwar kam der HBW durch Tore von Daniel Ingason und einen klasse Konter über Tobias Heinzelman auf 4:8 heran (17.), die nächsten drei Treffer aber gingen wieder auf das Magdeburger Konto. Weiterhin taten sich die "Gallier" schwer, im Positionsangriff zum Erfolg zu kommen. Sieben Minuten vor dem Pausen-Signal setzte Daniel Pettersson das 12:5 für den SC.

Der HBW hatte nun eine starke Phase, kam durch Tore von Lukas Saueressig, der später mit einer Verletzung am Sprunggelenk rausmusste, Tim Nothdurft – Kapitän Jona Schoch legte einen starken Kempa-Trick auf – und Schoch auf 8:12 heran (27.). Dennoch: Zur Pause betrug der Rückstand für das Bürkle-Team bei einem 8:14 satte sechs Treffer Differenz.

Bestens organisierte Magdeburger Abwehr

Im zweiten Abschnitt hatten die Hausherren weiterhin große Probleme, sich gegen die von Piotr Chrapkowski bestens organisierte Magdeburger Abwehr durchzusetzen. Nachdem Patrick Volz zum 11:17 für den HBW getroffen hatte, nahm das Unheil endgültig seinen Lauf. Als HBW-Coach Jens Bürkle seine nächste Auszeit nahm, lag seine Mannschaft mit 11:19 im Hintertreffen. Und genau diese Differenz von acht Toren machte er zum Thema. "Schaut, dass wir ein besseres Ergebnis als minus acht hinbekommen."

Doch auch das sollte den Hausherren nicht gelingen. Magdeburgs Spielmacher Marko Bezjak schraubte das Ergebnis in der 48. Minute auf 23:13, am Ende setzte es für den HBW eine klare 17:28-Heimniederlage. "Wir waren emotional nicht in der Lage, das Ding noch einmal zu biegen. Wir hatten insgesamt 20 Fehlschüsse. Gerade in 1:1-Situationen wäre es schon gut geesen, wenn wir von zehn mindestens fünf im Tor unterbringen", sagte HBW-Coach Bürkle nach dem Spiel.