Noch unsicher ist, ob HBW-Spielmacher Filip Vistorop mitmischen kann. Den Kroaten plagt eine alte Verletzung. Foto: Eibner/Roland Sippel

Nach der Länderspielpause tritt der HBW Balingen-Weilstetten in der 2. Handball-Bundesliga am Freitag um 19.30 Uhr bei Bayer Dormagen an.

 
Schließen

Diesen Artikel teilen

„Wir fahren dorthin, um zu gewinnen“, sagt HBW-Trainer Jens Bürkle selbstbewusst, „aber wir sind auch gewarnt.“ Denn im Hinspiel stand der Erfolg bis kurz vor Schluss auf des Messers Schneide. Beim Stande von 24:24 in der 58. Minute wanderte Daniel Ingason, bis dahin der überragende Spieler, auf die Strafbank. Jona Schoch ließ es in Unterzahl zweimal krachen, und Keeper Simon Sejr zeigte zwei Glanzparaden. Im letzten Angriff vertändelte der Werksklub den Ball, so dass Filip Vistorop ungehindert zum 27:24-Endstand einnetzen konnte.

Fast alle Mann an Bord

Ob der kroatische Spielmacher am Freitag beim Tabellenführer mitmischen darf, ist ungewiss. Noch ist seine alte Verletzung nicht komplett auskuriert. Ansonsten kann Bürkle personell aus dem Vollen schöpfen. Mit Ausnahme des Langzeitverletzten Uros Todorovic haben alle Stammspieler die Busreise nach Düsseldorf angetreten, wo sie im selben Hotel übernachten wie zuletzt vor ihrem 26:23-Sieg über Zaporizhzhia.

Wiedersehen mit „Matti“ Flohr

Bei der Mannschaft von Dormagen ist laut Bürkle eindeutig die Handschrift ihres Trainers Matthias Flohr zu erkennen: „Das Spiel ist sehr strukturiert.“ Drei Jahre lang spielte „Matti“ für den HBW in der ersten Liga und übernahm dann das Amt des Co-Trainers bei den Schwaben, ehe es ihn vergangenen Sommer ins Rheinland zog. Dort fand er eine junge Truppe vor, der ein paar Routiniers den nötigen Halt geben. Mit 20:28 Zählern auf Rang 13 hat der TSV einen Fünf-Punkte-Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, was angesichts der schwachen Vorsaison bereits als Erfolg gilt.

Bürkle warnt vor dem TSV

„An einem guten Tag ist für Dormagen natürlich vieles möglich“, verweist Bürkle auf mehrere Siege gegen Spitzenteams. Allerdings könne aufgrund der „manchmal unbeschwerten Spielweise“ auch eine Partie unnötig verloren gehen.

Jan Reimer in der Offensive gefährlich

Der im Hinspiel dezimierte TSV-Kader ist inzwischen wieder komplett, so dass alle Positionen mindestens doppelt besetzt sind. Alle Akteure strahlen große Torgefahr aus, bester Schütze ist der 22-jährige Rechtsaußen Jan Reimer, der auch die Siebenmeter wirft. Erst 20 Jahre alt ist Lucas Rehfus im linken Rückraum. Wenn er einen Lauf hat, trifft er auch mal zweistellig.

Für Bürkle ist klar, dass seine Truppe im Bayer Sportcenter an ihre Leistungsgrenze gehen muss und sich keine Nachlässigkeiten erlauben darf: „Wenn wir einen guten Tag haben, dann müssten wir auch die Punkte holen.“