Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Handball Auf dem bestem Weg nach ganz oben

Von
Lena Degenhardt geht in dieser Saison für Pfullingen auf Torjagd. Foto: Eibner

Mit gerade einmal 16 Jahren ist die Albstädterin Lena Degenhardt eine feste Größe beim VfL Pfullingen in der Oberliga. Nach dieser Saison steht womöglich bereits der nächste Schritt an. Auch weil sie seit Kurzem zu einem elitären Kreis gehört.

Lena Degenhardt ist auf dem Weg nach oben. Vor dieser Saison hat sie mit gerade einmal 16 Jahren den Schritt in die Baden-Württemberg Oberliga gewagt. Beim VfL Pfullingen gehört sie altersmäßig zwar zu den Küken, auf der Platte jedoch zu den Leistungsträgerinnen. Schnell hat sie sich im linken Rückraum in die Stammformation des VfL gespielt. Dort glänzt sie in dieser Saison mit 124 Toren in 19 Partien. "Der Schritt nach Pfullingen zu gehen, war sicherlich der richtige. Am Anfang war es zwar sehr schwer für mich und es hat eine Weile gedauert, um anzukommen, doch jetzt läuft es richtig gut", sagt die 1,77 Meter große Rechtshänderin.

Eigentlich ist Lena Degenhardt Albstädterin durch und durch. Ihre Eltern betreiben ein Optikgeschäft in Ebingen. Wohnen tut die Familie ebenfalls in Ebingen. Hier ist die 16-Jährige aufgewachsen. Folglich hat die Schülerin auch in der Jugend der HSG Albstadt das Handballspielen erlernt. Dort durchlief sie sämtliche Jugendabteilungen und wurde früh zur Jugendnationalspielerin. In der vergangenen Saison hatte sie mit einer starken Leistung in den Relegationsspielen auch einen maßgeblichen Anteil daran, dass die HSG-Frauen in die Landesliga aufgestiegen sind. Dann wechselte sie schweren Herzens nach Pfullingen und machte den nächsten Schritt.

Dass Lena Degenhardt eines der größten Talente im deutschen Frauenhandball ist, das ist natürlich auch dem DHB – und auch den großen Teams in Deutschland – nicht verborgen geblieben. Deshalb wurde sie nun in den neu geschaffenen Elitekader des Deutschen Handballbundes berufen. Eine ganz besondere Ehre. Denn dort wurden nur 15 Spielerinnen (Jahrgang 1994 bis 1998) aus ganz Deutschland aufgenommen. Die Albstädterin ist dabei eine der wenigen Ausnahmen und nur eine von drei Spielerinnen, die nicht aus der Talentschmiede eines Erstligaclubs kommt.

Doch das könnte sich bald ändern. Ihr Abgang aus Pfullingen zum Saisonende ist wahrscheinlich. "In die erste oder zweite Liga zu gehen, wäre sehr schön. Noch ist aber nichts sicher", sagt sie selbst. Durch die Nominierungen zu den DHB-Lehrgängen weiß sie auch schon, was in den höheren Ligen auf sie zukommen könnte: "Dort geht es vor allem noch härter zur Sache", sagt die Albstädterin. Auch, dass die Beratung des Elitekaders ihr dabei hilft, den Schritt in die höheren Ligen zu schaffen. "Dadurch werde ich abseits des Feldes noch mehr unterstützt."

Das wird auch im nächsten Jahr eine große Rolle spielen. Denn da wird sie aller Voraussicht nach die Schule beenden. "Die Paten aus dem Elitekader helfen mir dann, einen möglichen Studienplatz oder Ähnliches zu finden." Das kommt ihr gerade recht. Denn was sie nach dem Schulabschluss machen möchte –­ abgesehen vom Handballspielen natürlich –­ weiß Lena Degenhardt im Moment selbst noch nicht.

Das ist jedoch alles noch Zukunftsmusik. Denn im Moment steht im Oberligaalltag noch Abstiegskampf mit dem VfL Pfullingen auf dem Programm. "Die Klasse zu halten, wird sehr schwer. Wir können es aber noch schaffen," ist die Albstädterin zuversichtlich. Am Sonntag kommt es beim Spiel gegen die FSG Donzdorf/Geislingen zum Showdown im Kampf um den Klassenerhalt.

Insgesamt 15 Spielerinnen der Jahrgänge 1994 bis 1998 wurden in den Elitekader des Deutschen Handballbundes aufgenommen. Das Eliteförderkonzept ist ein Kooperationsmodell von DHB, der Handball-Bundesliga Frauen und den Vereinen. Dort sollen die Spielerinnen gezielt individuell gefördert werden. Die Schwerpunkte liegen dabei auf dem athletischen Training, der Persönlichkeitsentwicklung sowie der Begleitung bei der schulischen und beruflichen Ausbildung als Teil der dualen Karriereplanung.

Dieses Programm wurde bei den Handballerinnen neu ins Leben gerufen. Bei den Männern gibt es den Elitekader schon seit Längerem. Aus diesem sind unter anderem die Europameister Finn Lemke, Julius Kühn, Fabian Wiede und Jannik Kohlbacher hervorgegangen.

 

Ihre Redaktion vor Ort Albstadt

Karina Eyrich

Fax: 07431 9364-51

Flirts & Singles

 
 
0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.