Beim Tabellendritten Wölfe Würzburg hat der HBW Balingen-Weilstetten II eine anspruchsvolle Auswärtsaufgabe zu bestreiten.
Mit dem 32:28-Erfolg bei Schlusslicht HG Oftersheim/Schwetzingen haben die „Jung Gallier“ wichtige Punkte im Abstiegskampf gesammelt und den Anschluss an das Tabellenmittelfeld hergestellt.
22 bis 23 Punkte sind das Saisonziel
„Natürlich war der Sieg wichtig. Aber am Ende zählt es, dass wir insgesamt 22 oder 23 Punkte holen; gegen welche Gegner ist nicht so entscheidend“, sagt HBW-Trainer Micha Thiemann. „Wichtig war es, ans Tabellenmittelfeld heran zu kommen. Jetzt haben wir in diesem Kalenderjahr noch zweimal die Möglichkeit zu punkten. Und wenn es uns gelingt, in Würzburg für eine Überraschung zu sorgen, sind wir bei der Musik dabei, was das Mittelfeld angeht. Und wenn man dann im Mittelfeld mitschwimmt, fallen viele Dinge auch leichter. Das hätten sich die Jungs absolut verdient.“
Einige Spieler sind angeschlagen
Doch Thiemann weiß auch um die Schwere der Aufgabe am Sonntag in der s.Oliver-Arena, zumal sich die personelle Situation bei den „Jung Galliern“ schwierig gestaltet. „Wir haben doch einige angeschlagene Spieler aus der Partie in Oftersheim mitgebracht. Emil Nyesö musste mit einer Gehirnerschütterung sogar eine Nacht im Krankenhaus verbringen. Daniel Flad und Felix Eisele sind umgeknickt; Lars Bänsch hat sich das Knie verdreht. Aber ich hoffe, dass dies keine wilden Dinge sind und die Drei wieder zum Team dazu stoßen. Von der Gesamtkadersituation her ist es kompliziert; der HBW 1 und die JSG spielen beide auswärts. Da müssen wir sehen, was von der Belastung her sinnvoll ist und welche Spieler wir dazu nehmen können.“
Wölfe haben einen Lauf
Das Perspektivteam des HBW fährt am Sonntag als Außenseiter nach Würzburg. Denn die Wölfe haben nach einer Schwächephase, in der sie drei Spiele in Folge verloren haben, derzeit einen Lauf mit drei Siegen in Serie, darunter Erfolge gegen Konstanz und am vergangenen Wochenende ein 46:29 gegen den TSV Neuhausen/Filder.
Trainer Thiemann sieht Würzburg ganz oben mitmischen
„Für Würzburg sehe ich gute Chancen, am Ende der Saison an der Aufstiegsrunde teilzunehmen, sie werden bis zum Ende ganz oben sein “, ist sich Thiemann sicher. „Sie haben einen großen Kader und setzen auf Tempo. Das zeigen auch die 46 Tore gegen Neuhausen. Deshalb gilt es für uns, ein sehr gutes Rückzugsverhalten zu zeigen. Das war in Oftersheim in der Startphase nicht gut. Da müssen wir noch konsequenter und früher umschalten und noch klarer in der Kommunikation sein“, weiß der HBW-Coach, worauf es ankommen wird.
Gegner setzt mit guter Mischung auf Tempo
„Die Wölfe haben eine gute Mischung aus zweitligaerfahrenen Routiniers. Sie sind auf vielen Positionen sehr gut besetzt und haben viel Bewegung in ihrem Spiel mit zahlreichen Kreuzungen. Da müssen wir eine ordentliche Abwehr hinstellen. Das ist uns in dieser Saison schon oft gelungen. Und wenn wir wieder eine gute Torhüterleistung haben, wie zuletzt Magnus Bierfreund, der zweimal sehr gut gehalten hat, dann sind wir bei der Musik dabei. Wir sind Außenseiter, aber die Liga zeigt, dass alles passieren kann.“