Mit schnellen Beinen und viel Tempo wollen Foto: Kara

Nach dem Remis in Fürstenfeldbruck sinnt das Thiemann-Team auf weitere Punkte. Am Sonntag wartet aber mit Saase3 Leutershausen aber eine richtige Herausforderung.

Die im Jahr 2024 neu formierte Spielgemeinschaft von der Bergstraße, die in der Vorsaison Rang fünf in der Staffel Südwest der 3. Handball-Bundesliga belegt hat, tat sich nach der Rückkehr in die Südstaffel zunächst einmal etwas schwer in der neuen Umgebung. Die ersten vier Spiele gingen, wenn zum Teil auch knapp, alle verloren.

 

Nach vier Niederlagen zum Auftakt gelingt die Trendwende

Doch mit dem 35:31-Auswärtssieg bei der SG Köndringen-Teningen gelang dem Team von Trainer Florian Taafel die Trendwende: Es folgten vier weitere Siege, die die S3L in der Tabelle aus dem Keller ins Mittelfeld spülten. Zuletzt mussten die Bergsträßler allerdings zwei Niederlagen beim HC Erlangen II (33:38) und gegen Aufsteiger TV Erlangen-Bruck (36:40) hinnehmen.

Bergsträßler wollen in die Erfolgsspur zurück

Doch nun will S3L beim Gastspiel in Balingen erneut die Trendwende starten. „Wir haben die Niederlage aufgearbeitet, viele klärende Gespräche geführt und müssen da jetzt alles reinhängen“, fordert Trainer Taafel, der die letzten vier Spiele vor der Weihnachtspause unbedingt erfolgreich gestalten will.

Gäste drücken Personalsorgen

Allerdings drücken ihn etwas Personalsorgen. „Ich weiß noch nicht genau, wer am Sonntag mit an Bord ist“, so Taafel. So sind Jakob Leun und Max Preller gesundheitlich angeschlagen; auch Stefan Salger, Sven Schreiber und Tobias Schetters sind nicht in Topform. Dafür wird wohl Rückkehrer Kevin Bitz erstmal für S3L auf der Platte stehen.

Mit schnellen Beinen gegen „kompakte Riesen“

Doch geschenkt bekommen werden die Gäste am Sonntagnachmittag in der Mey Generalbau Arena sicherlich nichts. Denn nach dem 30:30 in Fürstenfeldbruck wollen die „Jung-Gallier“ weitere wichtige Zähler im Kampf um den Ligaverbleib holen; wenngleich HBW-Trainer Micha Thiemann die Favoritenrolle bei den Gästen sieht. „Leutershausen ist ein extrem erfahrenes Team, gespickt mit vielen Spielern die schon höherklassig unterwegs waren.“ Exemplarisch ist für Thiemann dabei Stefan Salger im rechten Rückraum. „Er ist über 2 Meter groß und hat schon 1. Bundesliga gespielt. Da gilt es für uns, ihm keine einfachen Wurfsituationen zu geben.“ Überhaupt ordnet er den Gegner als körperlich sehr robust ein, der auch kompakt deckt. „Wir werden versuchen, unser Tempospiel durchzudrücken, um die großen, schweren Jungs mit schnellen Beinen vor Probleme zu stellen. Die Aufgabe ist natürlich schwer; doch Leutershausen müsste vom Kader her eigentlich deutlich mehr Punkte haben und verspürt bestimmt Druck.“

Noch einige Personalfragen

Wer für seine Mannschaft am Sonntagnachmittag auflaufen wird, kann Thiemann noch nicht sagen. Die A-Jugend spielt zeitgleich, und noch ist nicht entschieden, wer wo eingesetzt wird. Er hofft, dass alle angeschlagenen Spieler zurückkehren und sich am Samstag beim HBW I niemand dazugesellt.