Nichts zu holen gab es für Lars Bänsch und den HBW Balingen-Weilstetten II im Gastspiel bei der HSG Konstanz. Foto: Kara

Handball-Drittliigist Balingen-Weilstetten II misslingt die Revanche bei der HSG Konstanz. Die Handballer vom Bodensee gewinnen auch das Rückspiel mit 32:19 (16:10) deutlich.

HSG Konstanz – HBW Balingen-Weilstetten II 32:19 (16:10). So hatten sie sich das nicht vorgestellt! Handball-Drittligist HBW Balingen-Weilstetten II musste sich im Derby bei der HSG Konstanz deutlich mit 32:19 (16:10) geschlagen geben.

 

Für die Schützlinge von Trainer Micha Thiemann endet damit auch das zweite Spiel gegen die Südbadener mit einer bitteren Niederlage. Tabellarisch ändert sich dadurch aber vorerst nichts.

Ausgeglichene Partie zu Beginn

Zu Beginn sahen die rund 50 Balinger Schlachtenbummler am Bodensee in der Schänzlehalle eine ausgeglichene Partie mit vielen Fehlern auf beiden Seiten. Pech für die ersatzgeschwächten Gastgeber – HSG-Trainer Ralf Bader standen nur zehn Feldspieler und zwei Torhüter zur Verfügung – dass bereits nach neun Minuten beim Stand von 5:5 Lars Michelberger nach einem Gesichtstreffer mit der Roten Karte frühzeitig zum Duschen musste. Aber die Handballer aus der Unistadt ließen sich dadurch nicht aus dem Konzept bringen. Nach dem 9:9 durch Daniel Flad setzte sich Konstanz mit einem 5:0-Lauf zum 14:9 (25.) erstmals ab.

Konstanz setzt sich bis zur Pause auf 16:10 ab

Doch auch eine sofortige Auszeit von HBW-Coach Micha Thiemann brachte nicht den erhofften Umschwung: Die ersatzgeschwächten Gastgeber konservierten ihren Vorsprung bis zur Pause und bauten ihn sogar leicht aus. Mit 16:10 für die HSG wurden nach 30 Minuten die Seiten gewechselt.

„Gallier“ bleiben in Halbzeit zwei in den Startblöcken stecken

Nach Wiederanpfiff blieb die erforderliche Aufholjagd der Jung-Gallier in den Startblöcken stecken. Im Gegenteil, nach weiteren 15 Minuten betrug die HSG-Führung nach dem 24:14 durch Luca Schwormstede erstmals 10 Tore. Mit unvorbereiteten Würfen brachte der HBW II auch Konstanz‘ Keeper Konstantin Pauli immer mehr ins Spiel. Nun ging es nur noch um Schadensbegrenzung. Den Gastgebern gelang nun fast alles, bei den Jung-Galliern ging nichts mehr, die Verunsicherung war fast mit den Händen zu greifen. So nahm das Schicksal aus Balinger Sicht seinen Lauf, am Ende stand ein bitteres 332:19 in den Büchern.

HBW-Trainer Thiemann: „Konstanz war cleverer“

Micha Thiemann konnte natürlich nicht unzufrieden sein mit dem Auftritt seines Teams: „Nach ausgeglichenem Beginn setzen wir den Plan nicht mehr um, spielen nicht konsequent. Die Konstanzer Abwehr war heute stärker als unser Angriff. 16:10 zur Pause, da war der Weg zu weit. Wir haben dann Vieles probiert, aber Konstanz war cleverer, hat sich vor der Kulisse in einen Rausch gespielt. Wir müssen daraus lernen, unsere Stärken besser auszuspielen.“

HSG-Coach Bader lobt „ehrlichen Handball“ seiner Mannschaft

Sein Pendant auf Konstanzer Seite, Ralf Bader, war voll des Lob für den Auftritt seiner Mannschaft. Bezeichnend für den Konstanzer Willen, Einsatz und Herzblut war eine doppelte Unterzahl in der zweiten Halbzeit, in der es zweimal gelang, den Ball zu erobern und ein Tor zu erzielen. „Riesenrespekt an meinen Innenblock. Was wir an Zweikämpfen gewonnen haben und wie wir sie geführt haben, das war einfach über 60 Minuten gnadenlos gut“, so Bader. Für den ehemaligen Bundesligaspieler war es „richtig ehrlicher Handball“, in der sich seine Schützlinge den Zweikämpfen gestellt haben und das „überragend gemacht haben.“ HBW Balingen-Weilstetten II: Bierfreund, Hajdu; Nyesö (1), Gaugisch (1), Flad (3), van Vliet, Römer, Strobel (1), Henselek, Eisele (2/1), Milosavljevic, Bänsch (1), Banzhaf (1), Mann (1), Selinka (4), Soos (4).