HBW-Trainer Micha Thiemann (links) und sein Co Tobias Hotz wollen mit ihrer Mannschaft zwei Punkte vom Kellerduell beim TuS Fürstenfeldbruck mitbringen. Foto: Kara

Die Thiemann-Sieben steht am Samstag um 19.30 Uhr bei Schlusslicht TuS Fürstenfeldbruck vor einem richtungsweisenden Spiel.

Nach der Länderspielpause, in der gleich sechs Spieler des HBW II beim Zweitligakader mittrainiert haben – Daniel Flad, Mischa Locher, Lars Bänsch und Magnus Bierfreund kamen auch im DHB-Pokal-Achtelfinale gegen den THW Kiel (36:41) zum Einsatz – wartet nun auf die Zweitliga-Reserve der „Gallier“ eine wichtige Partie in Bayern.

 

Der TuS Fürstenfeldbruck hat ebenso wie das Team von HBW-Trainer Micha Thiemann zwei Siege – gegen die SG Köndringen-Teningen (33:31) und den TV Bittenfeld II (34:30) – auf dem Konto, belegt aber aufgrund einer mehr ausgetragenen Partie derzeit den letzten Tabellenplatz in der 3. Liga Süd. Für beide Mannschaften ist dies im Kampf um den Klassenerhalt eine richtungsweisende Begegnung.

HBW-Coach sieht „50:50-Spiel“

„Ich sehe das als 50:50-Spiel. Wir haben die Hoffnung, dass wir uns mit einer guten Leistung belohnen und die nächsten zwei Punkte einfahren“, zeigt sich HBW-Trainer Thiemann optimistisch. „Fürstenfeldbruck ist immer eine Herausforderung; die Halle hat viel Energie und Power. Aber wir haben schon mehrfach bewiesen, dass wir in solchen Hallen trotzdem bestehen können und gute Leistungen gezeigt haben, auch wenn wir das noch nicht in Punkte ummünzen konnten. In der Liga kann eh alles passieren; das zeigen auch die bisherigen Ergebnisse.“

„Krasser Umbruch“ bei den Gastgebern

Bei den Gastgebern gab es vor der Saison einen laut Thiemann „krassen Umbruch“. „Sie haben viele Leistungsträger verloren, und mit Kilian Weigl fiel zu Beginn der Saison einer der Schlüsselspieler mit Achillessehnenriss längerfristig aus. Von den bekannten Leuten ist im Rückraum nur noch Philipp Hlawatsch da, der die Mannschaft als Kopf führt. Doch sie verfügen über einige Spieler mit interessanten Ansätzen“, tut sich der HBW-Coach schwer, die derzeitige Stärke der Oberbayern einzuschätzen.

Vierer-Rückraum wird zum Thema

„Der TuS agiert viel mit vier Rückraumspielern – ähnlich wie wir auch – da sie am Kreis ebenso von der Quantität nicht so stark aufgestellt sind. Ihr Kreisläufer kommt aus einer langen Verletzung und braucht immer Pausen. Das wird interessant zu sehen, wenn wir das ersten Mal über längere Zeit gegen einen Vierer-Rückraum spielen. Auch wir experimentieren damit und kennen schon einige Dinge. Dieses Vierer-Rückraum-Thema wird wichtig sein in diesem Spiel und wer seine Spielweise besser durchsetzen kann“, weiß Thiemann worauf es ankommt.

Noch einige Fragezeichen beim Kader

In Sachen Personal gibt es für Thiemann noch einige Fragezeichen. „Wir haben noch ein paar kränkelnde Spieler, bei denen ich aber die Hoffnung habe, dass sie noch fit werden. Es könnte jedoch darauf hinaus laufen, dass es ein ähnlich dünner Kader wird wie in Pfullingen. Doch wir haben schon nachgewiesen, dass wir auch mit wenigen Spielern in der Lage sind, gut zu spielen.“