Wenn sich der HBW II Balingen-Weilstten II am Sonntag (17 Uhr) mit dem TVS Baden-Baden misst, trifft die gefährlichste auf die harmloseste Offensive.
Aktuell läuft es beim HBW Balingen Weilstetten II. Trotz zahlreicher personeller Ausfälle steht die Mannschaft von Micha Thiemann auf dem 2. Tabellenrang in der 3. Liga Süd – wenn auch durch den schiefen Tabellenstand begünstigt. Sportlich verdient ist das aber allemal, da die dezimierte Thiemann-Sieben jüngst einen überraschenden Auswärtssieg bei den Würzburger Wölfen einfahren konnte.
Starke Defensivleistung
Der aktuelle Tabellendritte wurde mit 31:26 in die Schranken gewiesen. Besonders beeindruckt war Thiemann dabei von der Defensivleistung seiner Truppe: „Unsere Abwehr- und Torwartleistung war gegen Würzburg richtig gut, 26 Gegentore auswärts sind stark. Wir sprechen hier von einem Gegner, der sehr wahrscheinlich in die Play-offs für den Aufstieg in die 2. Liga gehen wird. Wir haben von Beginn an geführt und waren über weite Strecken das dominante Team.“
Schwierige Personallage
Am Sonntagabend folgt das nächste spannende Duell. Die „Jung-Gallier“ empfangen nämlich den TVS Baden-Baden, der derzeit jeden Punkt um den Klassenerhalt benötigt. Es ist zudem das Duell der gefährlichsten und der harmlosesten Offensive der Liga. Während der HBW II starke 630 Tore in 19 Partien warf, steht der TVS Baden-Baden derzeit bei gerade einmal 500 erzielten Treffern.
Das Spieltempo ist entscheidend
Wie gut eine Offensive funktioniert, ist für den HBW-Coach jedoch nicht nur anhand der nackten Zahlen zu beurteilen: „Die stärkste und schwächste Offensive kann man meiner Meinung nach nicht alleine an der Anzahl der Tore und Gegentore ablesen. Es kommt auch immer auf das Spieltempo drauf an.“ Zudem meint Thiemann, dass der TVS taktisch flexibel sei und damit schwer einzuschätzen ist: „Baden-Baden verteidigt teilweise sehr offensiv und dann auch wieder in einer sehr kompakten 6:0-Abwehr. Im Angriff spielen sie teilweise mit dem siebten Feldspieler und zwei Kreisläufern, dann aber auch mal ohne Kreisläufer und dafür mit vier Rückraumspieler“.
In der Hinrunde tat sich der HBW II beim 30:29-Erfolg lange schwer, was Thiemann auch als „glücklichen Sieg“ bezeichnet. Daher wird ein HBW-Sieg im Rückspiel kein Selbstläufer, vor allem wegen der Personallage.