HBW-II-Co-Trainer Tobias Hotz (links) und Chefcoach Micha Thiemann freuen sich, dass es nun losgeht in Liga 3. Foto: Kara

Zum Auftakt in die neue Saison in der 3. Liga Süd fährt die zweite Mannschaft des HBW Balingen-Weilstetten in die Ortenau. Am Samstag tritt sie um 20 Uhr in der Hanauerlandhalle beim TV 08 Willstätt an.

"Wir gehen froh und frisch in diese Partie rein", freut sich HBW-Trainer Micha Thiemann auf den Beginn der neuen Spielzeit. Der erste Gegner stelle seine Jungs gleich vor eine große Herausforderung: "Wir wollen punkten, sind aber nicht der Favorit. Eine Niederlage wäre kein Beinbruch."

In der vergangenen Saison lieferten die Schwaben eine sehr gute Leistung in Willstätt ab und gewannen. Dafür mussten sie sich zu Hause dem Team von Ole Andersen knapp geschlagen geben. Den dänischen Coach, der seinen Vertrag verlängerte, hält Thiemann für einen herausragender Trainer, der aus guten Einzelspielern eine Einheit und ein charakterstarkes Team formen könne. Zwar mussten die Ortenauer in der Vorsaison um den Klassenerhalt zittern, in der Abstiegsrunde setzten sie sich aber souverän durch.

Dieses Mal werden die Karten neu gemischt, zumal sich in beiden Mannschaften personell einiges getan hat. Fünf Abgänge verzeichnete der Gastgeber, darunter den Wechsel des Top-Torschützen Alexander Velz zum Zweitligisten SG BBM Bietigheim und von Daniel Schliedermann zum Ligakonkurrenten HV Oppenweiler/Backnang. Sieben Neuzugänge verstärken den Kader, darunter mehrere Talente aus der Region, die der A-Jugend entwachsen sind. Richtige Kracher sind im rechten Rückraum der Portugiese André Alves vom VfL Günzburg, auf der halblinken Position der frühere österreichische Junioren-Nationalspieler Igor Vuckovic, die beiden neuen Spielmacher Maximilian Hartz und Noah Streckhardt sowie der 24-jährige Moritz Lanig aus Weinsberg.

"Das ist eine Kante", hat HBW-Trainer Thiemann großen Respekt vor dem bulligen Kreisläufer. Mehrere Stammkräfte sind den Ortenauern erhalten geblieben, darunter die Rückraum-Shooter Ben Veith und Jan-Philipp Valda sowie Linksaußen Dinko Dodig, der in der Abwehr im Mittelblock steht.

Wen der HBW-Coach überhaupt auf die Reise mitnehmen kann, wird sich vermutlich erst kurzfristig entscheiden. Denn die erste Mannschaft spielt praktisch zeitgleich in Ludwigshafen, und deren Coach Jens Bürkle hat Zugriff auf fast den kompletten Perspektivkader. Doch egal, in welcher Besetzung der HBW auch in Willstätt antreten wird: Alle Spieler seien auf die starke Defensivformation der Willstätter gut vorbereitet und auch gegen das häufige Überzahlspiel des Gegners "haben wir ein paar Waffen in der Abwehr, die passen könnten", sieht Thiemann eine Chance für seine zum Teil unerfahrenen Spieler, lange Einsatzzeiten zu bekommen und sich auf der Platte zu bewähren.