HBW-Trainer MichaThiemann hofft auf die Rückkehr von Lars Bänsch. Foto: Kara

Der HBW Balingen-Weilstetten II hat den Klassenerhalt in der 3. Bundesliga sicher. Am Sonntag kommt Schlusslicht TuS Fürstenfeldbruck.

3. BUNDESLIGA SÜD HERREN HBW Balingen-Weilstetten II – TuS Fürstenfeldbruck (Sonntag, 17 Uhr, Mey Generalbau Arena). Nach der Niederlage der SG Köndringen-Teningen hat Handball-Drittligist HBW Balingen-Weilstetten II auch rechnerisch den Ligaverbleib geschafft.

 

Nun bekommen es die Schützlinge von HBW-Trainer Micha Thiemann mit dem Tabellenletzten zu tun. Doch die Jung-Gallier tun gut daran, den TuS Fürstenfeldbruck nicht zu unterschätzen; der oberbayerische Traditionsclub hat mehr im Köcher, als der deprimierende Tabellenplatz vermuten lässt.

Umbruch bei Panthern

Fürstenfeldbruck befindet sich in dieser Saison in einem großen Umbruch. Mit Max Högl stand ein neuer Trainer an der Seitenlinie, der aber seit nunmehr drei Wochen auch Geschichte ist. Auch zahlreiche Stammspieler spielen seit dieser Saison nicht mehr für die „Brucker Panther“. Man setzt nun vermehrt auf junge Talente aus der Münchner Region. So kamen unter anderem aus Allach und Ismaning Neuverpflichtungen aus der Regionalliga Bayern zum TuS Fürstenfeldbruck. Allerdings konnten die Oberbayern nicht an die Erfolge der Vergangenheit anknüpfen und stehen seit geraumer Zeit auf dem letzten Tabellenplatz.

Volle Konzentration trotz gesichertem Klassenerhalt

Dennoch gibt es keinen Anlass für die Jung-Gallier, das vermeintlich einfache Spiel auf die leichte Schulter zu nehmen – auch nach dem nunmehr gesicherten Klassenerhalt.

„Für uns ist das ein ganz wichtiges Spiel, wir wollen nach zwei Niederlagen gegen sehr starke Gegner wieder punkten“, sieht Thiemann die Bedeutung der Aufgabe gegen die Gäste. Für ihn haben die „Panther“ trotz allem eine Menge Qualität im Kader: „Hlawatsch ist für mich ein richtig starker Spieler.“ Dazu haben sie mit dem zukünftigen Gallier auf Rechtsaußen, Florian Bernhard, sowie Alessandro Van de Maele oder Tom Elschner im rechten Rückraum einige „sehr interessante Spieler“ im Kader. Auch der Halblinke Luca Hasekamp überzeugt durch seine körperliche Präsenz.

Hauptgrund für die Misere der laufenden Runde ist für Thiemann aber der langfristige Ausfall von Kilian Weigl; seit seiner Rückkehr hat sich das Team wieder stabilisiert.

Ähnliche Spielanlage

In der Spielanlage ist Fürstenfeldbruck dem HBW II nicht unähnlich. Fürstenfeldbruck setzt oft auf vier Rückraumspieler, gerne auch mit zwei Linkshändern. Anders als in der Vergangenheit decken sie vorwiegend in einer 6:0-Abwehr, stellen aber auch um auf die altbekannte aggressive 3:2:1-Deckung. Nach dem Trainerwechsel hat sich eine Jetzt-erst-recht-Mentalität gebildet, die den Gegner unberechenbar macht.

Personell gibt es wieder einige Lücken. Mischa Locher wird ebenso wie Neo Wehrli definitiv ausfallen, so wird Sem Banzhaf alleine auf der linken Außenbahn sein, und auch auf Rechtsaußen muss Tim Römer nach seinem Nasenbeinbruch passen. Andererseits hofft Thiemann auf die Rückkehr des erkrankten Lars Bänsch.