Der HBW Balingen-Weilstetten empfängt am Samstagabend den Erstliga-Absteiger aus Potsdam und will sich für die Hinrunden-Niederlage revanchieren.
Vor 162 Tagen eröffneten die Handballer des HBW Balingen-Weilstetten mit ihrem Gastspiel beim 1. VfL Potsdam die neue Meisterschaftsrunde in der 2. Bundesliga. Auf eine sehr starke erste Hälfte und eine 16:11-Halbzeitführung folgte ein kompletter Einbruch im zweiten Durchgang, und so mussten die Ballwerfer von der Zollernalb am Ende die Halle als Verlierer verlassen.
Intensive Vorbereitung
Damit sich dieses Szenario beim Re-Start nach der Winter- und Europameisterschaftspause nicht wiederholt, absolvierten die „Gallier“ in den vergangenen Wochen zahlreiche schweißtreibende Trainingseinheiten. „Wir haben sehr hart und mit einer hohen Intensität trainiert, um unsere Abläufe und auch unsere Absprachen, gerade im Innenblock, zu verbessern“, blickt HBW-Cheftrainer Matthias „Matti“ Flohr auf eine intensive Vorbereitungsphase zurück.
Zudem bestritt er mit seiner Mannschaft drei Testspiele. Gegen den Erstligisten vom TVB Stuttgart setzte es zwar eine knappe Niederlage (31:33), allerdings konnte man bei den Duellen mit dem HC Oppenweiler/Backnang (39:24) und gegen den Schweizer Serienmeister Kadetten Schaffhausen (31:21) durchaus überzeugen.
Den Eidgenossen fehlten zwar einige Spieler, die noch bei der Europameisterschaft im Einsatz waren, aber genau deshalb „wollten wir das Spiel dominieren und gewinnen. Das haben wir getan“, meinte HBW-Coach Matti Flohr und war vor allem mit der Defensive seiner Mannschaft zufrieden.
Defensive gefordert
Und genau jene starke Defensive wird nötig sein, um die beiden Zähler am Samstagabend in der Balinger Mey-Generalbau-Arena zu behalten. Des Weiteren müssen die „Gallier“ auch selbst immer wieder ins Tempospiel kommen, um auch einfache Abschlüsse zu generieren und diese am besten dann in Tore zu umzumünzen.
Ein besonderes Augenmerk muss der HBW dabei auf Marco Mengon legen, der mit aktuell 78 Feldtoren der gefährlichste Torschütze des Erstliga-Absteigers ist. „Wir müssen versuchen, seine Kreise entsprechend einzuengen. Er ist Dreh- und Angelpunkt im Angriffsspiel der Potsdamer“, gibt Flohr zu Protokoll und ergänzt: „Potsdam hat eine sehr hohe individuelle Klasse. Sie generieren viele Eins-gegen-eins-Situationen und gehen ein sehr hohes Tempo. Da müssen wir hellwach sein und über die vollen 60 Minuten konstant agieren.“
Personell kann der Balinger Kommandogeber nur bedingt aus dem Vollen schöpfen. Neben Tim Grüner, der an Leistenproblemen laboriert, wird aller Voraussicht nach auch Kreisläufer Stefan Bauer nicht zur Verfügung stehen.
Ein Sieg als Zeichen
Da der HBW Balingen-Weilstetten all seine bisherigen Heimspiele gewinnen konnte, dürften die „Gallier“ als leichter Favorit in die Begegnung mit dem Tabellenvierten gehen. Ein Sieg vor heimischem Publikum wäre daher nicht nur wichtig für das eigene Selbstvertrauen, sondern auch ein Zeichen an die Konkurrenten aus Bietiegheim und Dresden, die am Sonntag (17 Uhr) im direkten Duell in Bietigheim aufeinadertreffen.