Der HBW Balingen-Weilstetten holt in der heimischen Mey-Generalbau-Arena gegen den VfL Schwartau-Lübeck einen 36:25-Erfolg und festigt Platz zwei.
Da wurde es beim obligatorischen Aufwärmprogramm, kurz vor Spielbeginn, in der Hälfte des HBW Balingen-Weilstetten richtig eng. Cheftrainer Matthias „Matti“ Flohr konnte nämlich auf seinen kompletten Kader zurückgreifen.
Trotz voller Kapelle kamen die Hausherren jedoch nur ganz schleppend in die Partie. Zu hektisch wurde da im Angriff agiert und in die Abwehr der „Gallier“ zeigte sich zudem sehr löchrig. HBW-Torhüter Daniel Rebmann konnte einem regelrecht leidtun. So führten die Gäste schnell mit 3:1 und auch in der Folgezeit zeigten sich die VfL-Akteure bissiger und torgefährlicher.
Torwartwechsel bei den Hausherren
Ein Torwartwechsel bei den Hausherren nach etwas mehr als 14 gespielten Minuten brachte für kurze Zeit Besserung. Benedek Nagy bekam nun öfters die Hände an den Ball, was zur Folge hatte, dass die Flohr-Schützlinge nun auch einfache Tempogegenstoßtore erzielen konnten. So markierte Tim Ruggiero-Matthes nach knapp 18 gespielten Minuten erst den 10:10-Ausgleich, und nur vier Zeigerumdrehungen später war es der Kapitän der „Gallier“, Tobias Heinzelmann, der zum ersten Mal die Führung für das Heimteam erzielen konnte.
Dem Tabellenzweiten gelang es aber trotzdem nicht, sich entscheidend abzusetzen, und so ging es lediglich mit einer knappen 17:16-Führung in die Pause.
Auch nach dem Seitenwechsel sah es zunächst so aus, als ob sich keines der beiden Mannschaften entscheidend absetzen konnte. Die Hausherren legten vor und die Gäste zogen meist durch Paul Holzhacker nach. Dann legten die Hausherren in der Abwehr und im Angriff allerdings eine Schippe darauf, und das zeigte eindrucksvoll Wirkung. Ein 6:1-Lauf der „Gallier“ zwischen der 34. und 41. Spielminute sollte den Weg für den Heimsieg ebnen. Auch der in der ersten Halbzeit etwas glücklose Ex-VfL-Akteur Mex Raguse lief nun heiß und traf nach Belieben. Allerdings war man sich am Ende einig, dass Benedek Nagy zum Spieler des Spiels hätte gekürt werden müssen, denn er war es, der es auf neun Paraden brachte und somit 41 Prozent aller Würfe abwehren konnte.
So lief die Schlussphase
In der Schlussphase ergaben sich die Gäste regelrecht ihrem Schicksal, sodass die Schützlinge von HBW-Cheftrainer Matthias „Matti“ Flohr das eigene Torverhältnis etwas aufpolieren konnten. Mit 36:25 wurde der VfL Lübeck-Schwartau im zweiten Abschnitt regelrecht aus der Halle geschossen.
Die Schuldigen?
Einen oder besser gesagt zwei Schuldige für die hohe Niederlage waren schnell gefunden. Gästetrainer David Röhrig und auch Keeper Mark Ferjan hatten während der zweiten Halbzeit fast mehr Kontakt zum Schiedsgericht, als mit ihrer eigenen Mannschaft.
Und ganz so Unrecht hatten sie mit ihren Protesten nicht, denn die beiden Schiedsrichter Nicoals Jaros und Felix Funk erwischten mit Sicherheit nicht ihren besten Tag. Da wurden Siebenmeter- und Zeitstrafen-Entscheidungen getroffen, die nicht viele in der Halle verstanden. Da dies jedoch auf beiden Seiten geschah, wäre es jetzt doch zu einfach, die Schuld nur bei den beiden Schiedsrichtern zu suchen.
So geht’s weiter für den HBW
Für die Handballer des HBW Balingen-Weilstetten bleibt nicht viel Zeit zum Durchschnaufen. Bereits am kommenden Mittwoch geht es zum TuS N-Lübbecke, ehe man am kommenden Samstag den HSC Coburg empfängt.
Stenogramm
HBW Balingen–Weilstetten – VfL Lübeck-Schwartau 36:25.
HBW Balingen-Weilstetten: Rebmann, Nagy – Ruggiero-Matthes (5), Raguse (5), Huber (3), Grupe (3), Strobel, Fuß (1), Wente, Fügel (3), Heinzelmann (4), Pfattheicher (6/6), Dayan (2), Leimeter (1), Pöhle (3), Bauer.
Zeitstrafen: 4 – 3.
Schiedsrichter: Nicolas Jaros/Felix Funk.
Zuschauer: 2113.