Bei manchen Vorhaben fällt jetzt erst der Startschuss, anderswo wird schon länger gearbeitet: In und um St. Georgen läuft eine ganze Reihe von Wohnbauprojekten. Wir geben einen Überblick.
St. Georgen - Grünes Licht hat der Technische Ausschuss kürzlich für die Bebauung des Haller-Areals an der Bahnhofstraße gegeben. In Innenstadtnähe sollen auf dem ehemaligen Firmengelände, auf dem die Abrissarbeiten derzeit auf Hochtouren laufen, Reihen- und Doppelhäuser entstehen. Doch nicht nur an dieser Stelle tut sich in St. Georgen etwas in puncto Wohnraum. Welche Projekte laufen in den nächsten Wochen und Monaten an? Und wo können schon bald Einzugspartys gefeiert werden?
Wohnhäuser in Innenstadtnähe auf dem Haller-Areal
In schnellen Schritten geht der Abriss der ehemaligen Haller-Fabrikgebäude an der Bahnhofstraße voran. Im März soll das Areal dem Wunsch des FIM Immobilien Holding aus Bamberg gemäß frei sein, damit es seiner künftigen Nutzung zugeführt werden kann. Entstehen sollen hier in den kommenden Monaten 17 Eigenheime – fünf Reihenhäuser und zwölf Doppelhaushälften. Dieter Zöller, bei der Investorgesellschaft als Projektmanager für das Haller-Areal in St. Georgen zuständig, rechnet damit, dass im Sommer dieses Jahres mit dem Bau der ersten Gebäude angefangen werden kann.
Der Technische Ausschuss hat jedenfalls kürzlich grünes Licht für das Vorhaben gegeben und in seiner Januar-Sitzung sein Einvernehmen zum Bauvorhaben der FIM Immobilien Holding erteilt. Nachdem der Abriss der verbleibenden Gebäude auf dem Haller-Areal abgeschlossen ist, soll laut Zöller auch mit der Vermarktung der Gebäude begonnen werden. Je nachdem, wie diese anläuft, wird das Vorhaben dann in einem oder in zwei Bauabschnitten realisiert. Dass die Doppelhaushälften und Reihenhäuser noch in diesem Jahr bezugsfertig sein werden, hält Zöller für unwahrscheinlich. Das werde eher im Jahr 2023 der Fall sein.
Schönblick: Zweiter Bauabschnitt steht bevor
Ehemals wurden hier Patienten behandelt, nun wohnen hier Menschen – in drei Bauabschnitten entsteht auf dem ehemaligen Krankenhaus-Areal im August-Springer-Weg im großen Stil Wohnraum. Die Planung und Vermarktung liegt bei der FWD Hausbau- und Grundstücks-GmbH, wobei pro Bauabschnitt zwei größere und ein kleinerer Baukörper entstehen. Am Ende sollen es neun Gebäude werden. Die Arbeiten am ersten Bauabschnitt sind abgeschlossen, die Wohnungen bezogen.
Im zweiten Bauabschnitt entstehen 36 Wohneinheiten – gleich viele wie bereits im ersten –, eine Tagespflege sowie 29 Tiefgaragen-Stellplätze und vier Carports. Der Technische Ausschuss hatte im Juni 2021 sein Einvernehmen zur Planung erteilt, nachdem es im Vorfeld Diskussionen über die Zahl der Stellplätze gegeben hatte, die ein Großteil des Gremiums als zu klein erachtete. Die Investorgesellschaft besserte daraufhin nach. Die Planungen für die Bebauung des Schönblick-Areals gehen indes schon längere Zeit zurück. Bereits im Sommer 2016 hatte der Gemeinderat das Unternehmen mit der Entwicklung der Grundstücke am westlichen Stadtrand beauftragt.
In der Berliner Straße soll es im späten Frühjahr losgehen
Zwei Doppelhaushälften und fünf Reihenhäuser sollen in der Berliner Straße eine Baulücke schließen – das sehen die Pläne der Süddeutschen Immobilienvermarktung (SIV) vor, denen der Technische Ausschuss gegen Ende 2021 zustimmte. Bisher ist außer einem großen Schild, dass die Maßnahme bewirbt, auf dem Gelände noch nichts erkennbar, im Frühjahr dieses Jahres sollen laut Dirk Kalinowski, der für das Projekt zuständig ist, aber die ersten Arbeiten erfolgen. Voraussichtlich im Mai oder Juni will das Unternehmen mit dem Bau der Häuser beginnen. Die Bauzeit werde etwa neun bis zwölf Monate betragen, "mit zwölf Monaten sind wir auf der sicheren Seite".
Im Frühjahr 2023 sollen die Gebäude fertig sein. Zudem werden auf dem Grundstück oberhalb der Berliner Straße, auf dem die fünf Reihenhäuser entstehen sollen, ein Carport und ein offener Stellplatz pro Reihenhaus entstehen. Die Doppelhäuser werden unterhalb der Berliner Straße auf gleicher Höhe wie die Reihenhäuser errichtet. Auch hier sind zwei Stellplätze pro Doppelhaushälfte geplant – allerdings dürfen auch Sicherheitsgründen keine Carports gebaut werden. Sie würden die Sicht der Autofahrer auf der Berliner Straße behindern.
Noch drei städtische Bauplätze in Langenschiltach
Das einzige städtische Baugebiet, in dem derzeit Plätze zu haben sind, liegt in Langenschiltach und trägt den Namen "Alt Schulhäusle". Von den elf Bauplätzen, die im zweiten Bauabschnitt zwischen Sommer 2018 und Sommer 2019 erschlossen wurden, sind allerdings nur noch drei verfügbar, die direkt nebeneinander liegen. Damit wird der Platz im städtischen Baugebiet langsam knapp. Verkauft werden die Bauplätze für 135 Euro pro Quadratmeter – und damit zu einem weitaus höheren Preis als die Bauplätze des ersten Erschließungsabschnitts. Der deutlich gesteigerte Preis hatte im Vorfeld der Erschließung vor allem im Ortschaftsrat für Diskussionen gesorgt, wurde schließlich allerdings beschlossen. Für Familien mit Kindern, die sich dazu entschließen, einen Platz im Langenschiltacher Baugebiet zu erwerben, winken Vergünstigungen.
Die noch verfügbaren Plätze sind 525 bis 531 Quadratmeter groß. Gebaut werden dürfen im Gebiet "Alt Schulhäusle" laut Bebauungsplan lediglich Einzelhäuser. Zudem handelt es sich um ein allgemeines Wohngebiet, in dem Anlagen für kirchliche, kulturelle, soziale, gesundheitliche und sportliche Zwecke sowie Beherbergungsbetriebe unzulässig sind. Erschlossen ist das Gebiet, das im westlichen Teil von Langenschiltach liegt, über die Ringstraße "Am Musikhäusle".
Eigenheime und Erlebnis-Spielplatz im Gebiet "Glashöfe"
Ein Neubaugebiet, in dem Bauplätze zu haben sind, gibt es in St. Georgen derzeit nicht nur in Langenschiltach. Auch im nördlichen Teil der Bergstadt entstehen neue Eigenheime. Im Gegensatz zu den Langenschiltacher Bauplätzen ist das Baugebiet "Glashöfe" aber nicht Eigentum der Stadt. Die Erschließung und Vermarktung der Grundstücke liegt hier bei einem privaten Investor, der Ecu Grund und Boden GmbH aus München.
Auf rund 30 000 Quadratmetern sind 50 Wohneinheiten – Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäuser – geplant und teils schon in der Entstehung. Im Februar 2020 fiel der Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan, im Mai desselben Jahres begann die Erschließung des ersten von zwei Bauabschnitten. Bereits im Herbst 2020 wurde diese fertiggestellt, mittlerweile ist der größere Teil der Grundstücke in diesem Bauabschnitt verkauft.
Ein Teil der Fläche wird mit Fertighäusern des Unternehmens Baustolz bebaut. Vier Doppelhaushälften und 15 Reihenhäuser auf einer Fläche von insgesamt rund 4500 Quadratmetern sollen dem Unternehmen zufolge Mitte 2022 bezugsfertig sein. Abgerundet wird das Angebot mit einem 1200 Quadratmeter großen Erlebnis-Spielplatz, der am Rand des Neubaugebiets entstehen soll.