Der FC Holzhausen (gelbe Trikots) siegte in der Bächlenhalle vor dem VfL Herrenberg. Foto: Heiko Hofmann

Der Sparkassen Cup geht nach einem 3:2-Finalsieg gegen den VfL Herrenberg an Verbandsligist FC Holzhausen.

Gastgeber VfL Nagold gewinnt das Kleine Finale gegen den SC Neubulach. Freude und Begeisterung bei den einen, Ernüchterung und Enttäuschung bei den anderen: Der einzige Unterschied zwischen Fußball im Freien und der Halle liegt darin, dass beim Hallenfußball alles meist in deutlich schnellerer Abfolge passiert.

 

Da machte der 38. Sparkassen Cup des VfL Nagold keine Ausnahme. Im Finale bekamen die Fans von den Favoriten nur noch den FC Holzhausen zu Gesicht, die Gastgeber, der SV Croatia Reutlingen, die TSG Balingen II und die SpVgg Freudenstadt sind in der K.o.-Phase auf der Strecke geblieben.

Zwei „Farbtupfer“

„Geblieben“ sind der zum Bezirk Stuttgart/Böblingen „verschlagene“ Bezirksligist VfL Herrenberg und der in der Kreisliga A um den Klassenerhalt kämpfende SC Neubulach. Zwei „Farbtupfer“ die den 38. Sparkassen Cup zweifelsohne bereicherten, denn traditionell fliegen die Herzen der Fans den Außenseitern zu.

Das sind die Final-Torschützen

Im Finale zwischen dem FC Holzhausen und dem VfL Herrenberg jedoch vergeblich. Der ohne seinen verletzten Torjäger Jannik Michel (im letzten Jahr erfolgreichster Torschütze in der Bächlenhalle) angetretene Verbandsligist war durch Tore von Henry Seeger und Alexander Harachasch in Führung gegangen, Lyonel Baurycza gelang zwar der Anschluss, Simon Bok machte nach zehn Minuten jedoch den Sack zu. Das 2:3 durch Can Abalioglu sorgte zwar nochmals für einen gefühlten Aha-Effekt, die Zeit war aber kurz danach abgelaufen.

Vorjahressieger FC Holzhausen konnte den Pokal – zusammen mit dem Preisgeld – gleich wieder mitnehmen, was dem VfL mit 90-prozentiger Sicherheit auch für die 39. Auflage eine Topadresse für das Teilnehmerfeld garantiert.

Der VfL Herrenberg konnte nicht nur mit dem Preisgeld für Platz zwei, sondern auch mit der Gewissheit abreisen, den zahlreichen Fans einen stattlichen Anteil für ein spannendes Finale abgeliefert zu haben.

Die Gefühlslage beim SC Neubulach

Ähnlich dürfte sich auch die Gefühlslage beim SC Neubulach einstufen lassen. Natürlich tat das 1:6 im ersten Moment im Spiel gegen den VfL Nagold im Spiel um Platz drei – Tore Tom Gutekunst (3), Burak Tastan, Marius Hogg, Mario Bozic – weh, aber als Kreisliga-A-Club mit Abstiegssorgen gegen einen ambitionierten Landesligisten im kleinen Finale zu stehen, macht doch auch etwas her.

Nagolder warten weiter auf die „fette Beute“

Zumal die „Bulicher“ im Halbfinale nach 0:3-Rückstand gegen den VfL Herrenberg durch Tore von Alexander Greule und Andre Maidel zum 2:3-Endstand schon eine gute Moral unter Beweis gestellt hatten.

Die Nagolder hingegen müssen nach den Turnieren in Herrenberg und Althengstett wegen der 1:3-Halbfinal-Niederlage gegen den FC Holzhausen weiter auf die ganz fette Beute (Preisgeld) warten. Pikant am Rand! Nach dem Anschluss durch Tom Gutekunst machte ausgerechnet der Ex-Nagolder Lysander Skoda mit dem Treffer zum 3:1 den Sack zu!

Skoda war schon im Viertelfinale beim 4:0 gegen den Landesligisten Croatia Reutlingen unter den Torschützen zu finden gewesen, im Spiel zwischen dem VfL Nagold und dem SV Althengstett tobten sich die Gastgeber mit 10:1 Toren – darunter je vier Ruben Cinar und drei Tom Gutekunst – richtig aus.

Die Partie TSG Balingen II gegen den VfL Herrenberg (3:5) durfte man dagegen durchaus unter der Rubrik „Überraschung“ verbuchen, die Steigerung davon bekamen die Zuschauer vom SC Neubulach serviert. Hatte das 4:4 in der regulären Spielzeit schon hohen Unterhaltungswert, so setzte der A-Ligist im Neunmeterschießen durch Treffer von Kaufmann, Luppe und Greule zum 7:6-Endstand noch einen drauf.

Außenseiter sorgen für Ausrufezeichen

Jan Beifuß hatte für den VfL II noch zum 6:6 ausgleichen können, Daniel Atis schaffte dies im Vergleich mit Alexander Greule nicht mehr. Die nächste Gelegenheit es besser zu machen, bietet sich für die VfL-Kicker schon am 9. Januar beim G&I Hallen Cup in Gechingen.

Unter dem Strich präsentierte sich der 38. Sparkassen Cup in der Bächlenhalle mit einem Verbands- und vier Landesligisten als das am besten besetzte Turnier, in dem die Ausrufezeichen jedoch den Außenseitern aus Bezirks- und Kreisliga vorbehalten blieben.