Turniersieger TSV Köngen jubelt mit dem Riesenpott. Foto: Kraushaar

Landesliga-1-Tabellenführer gegen Landesliga-2-Tabellenführer – das Höchste was der 26. Althengstetter Super Cup zu bieten hatte, stand sich im Finale gegenüber.

Dabei bekamen die Zuschauer im Gerhard Schanz Sportzentrum im Spiel des SKV Rutesheim gegen den TSV Köngen nicht nur gutes Tempo, technische Kunststückchen und Spannung pur geboten, es ging auch über die reguläre Spielzeit, eine Verlängerung bis ins Neunmeterschießen, ehe Althengstetts Bürgermeister Rüdiger Klahm den Riesenpott den Grün-Weißen überreichen konnte. Ein Highlight der diesjährigen Hallenrunde.

 

Titelverteidiger SKV Rutesheim war im Finale durch Flavio Heiler in Führung gegangen, machte in Folge einen ganz abgeklärten Eindruck, musste dann jedoch nach einem etwas zu verspielt angelegten Angriff den Ausgleich durch Max Schlotterbeck einstecken.

Die Partie war ab da völlig offen, die beiden Top-Teams des Turniers bewegten sich auf Augenhöhe – und das, obwohl die Rutesheimer mit nur zwei Auswechselspieler am Start waren. „Das war schon richtig hart“, blickte Ioannis Sawoulidis auf die zusätzlichen fünf Minuten Verlängerung.

Nur 80 Sekunden bis zum 1:0

In der ging der TSV Köngen schon nach 80 Sekunden durch einen Kracher von Max Herz in Führung. Die SKV behielt jedoch die Nerven, Yannik Riedlinger rettete den Titelverteidiger eine Minute vor Schluss in ein Neunmeterschießen.

Hochspannung im Neunmeterschießen

Bei dem knallte Patric Vaihinger den ersten Versuch an die Bande, danach zog SKV-Torjäger Laurin Stütz – wie im Vorjahr als spielender Torhüter in der Halle – im Duell gegen seinen Kollegen vom TSV den Kürzeren. Vorteil Köngen. Und den ließ sich der Staffel-2-Spitzenreiten bis zum 6:4-Endstand nicht mehr nehmen. Nach Finn Köstle krönten Tim Fallscheer, Robin Hiller und Dennis Vrljicak mit ihren Toren vom Punkt das Super Cup Debüt mit dem Turniersieg.

VfL Nagold schießt sich den Frust von der Seele

Im kleinen Finale zwischen dem VfL Nagold und den SF Gechingen schoss sich der Landesligist mit 6:2 den Frust von der Seele. Johannes Fleischle, Matthias Rauser und Daniel Adis trafen für das Team um Marco Quiskamp. „Wir sind heute bunt gemischt von A-Jugend über Aktive bis AH vor Ort“, stellte Marc Rück zum Mitwirken des Nagolder Abteilungsleiters fest.

SF Gechingen ohne Chance

Während der Bezirksliga-Spitzenreiter trotz der Tore von Ruben Baptista und Andreas Kiwranoglou weitgehend chancenlos war, hatte Nagold noch am Fehler von Jonny Rothfuß zu knappern, der im Halbfinale gegen den TSV Köngen (1:2) kurz vor Schluss das Leder an Dennis Vrljicak verloren hatte.

Der Traum des sechsfachen Super-Cup-Siegers war schlagartig zu Ende, die Enttäuschung schien wie in die Gesichter gemeißelt. Aber die Mannschaft ließ sich nicht hängen, verdiente sich trotz fortgeschrittener Stunde mit einem engagierten Auftritt und dem dritten Rang nochmals höchsten Respekt.

Hochspannung im Halbfinale

Die SF Gechingen hatten es im Halbfinale mit der SKV Rutesheim zu tun bekommen und gerieten durch einen Doppelschlag von Tobias Gebbert schnell in Rückstand. Der Staffel-1-Spitzenreiter agierte in Folge etwas zu routiniert, Nail Hamulic und Tim Hanisch nutzten das zum 2:2-Ausgleich. In den letzten drei Minuten drehte die SKV aber nochmals auf, und Ioanis Sawoulidis schoss den Titelverteidiger mit seinem Tor zum 3:2 ins Finale.

Es geht richtig zur Sache

Kurz nach 20.00 Uhr war es in den letzten Gruppenspielen richtig zur Sache gegangen. Der TSV Köngen hatte den FSV Deufringen mit 6:0 abgefertigt, Turnierdebütant und Kreisliga-Turnier-Sieger Radnik Sindelfingen verpasste Gechingen (5:3) eine „Breitseite“, anschließend kam der VfL Sindelfingen II mit 0:6 gegen den VfL Nagold unter die Räder.

Luca Lauxmann verletzt sich

Dabei verletzte sich VfL-Torhüter Luca Lauxmann, sodass Marc Rück in den letzten Spielen das Nagolder Tor hüten musste. Im nächsten Spiel beendete die SKV Rutesheim durch ein 2:1 über den SV Althengstett die Halbfinalchancen der Gastgeber, das anschließende 2:2 von Radnik Sindelfingen gegen den FSV Deufringen reichte dem Kreisligaturnier-Gewinner für den Sonderpreis an den besten Kreisligavertreter.

Den Titel „beste Torschützen“ teilten sich Matthias Rauser (VfL Nagold) und Patriot Behramaj (SV Althengstett) mit je sieben Tore. Bei der Wahl des besten Torhüters gab ein verwandelter und zwei abgewehrter Neunmeter den Ausschlag zwischen Titelverteidiger Laurin Stütz und Finn Köstle zugunsten des Kögeners.

Endstand 26. Super Cup

Vorrunde: 1. SKV Rutesheim 16 (18:12), 2. TSV Köngen 14 (20:10), 3. VfL Nagold 13 (21:9), 4. SF Gechingen 12 (15:15), 5. Radnik Sindelfingen 9 (12:14), 6. SV Althengstett 7 (15:19), 7. VfL Sindelfingen II 7 (10:19), 8. FSV Deufringen 4 (10:23).

Halbfinale: SKV Rutesheim – SF Gechingen 3:2, TSV Köngen – VfL Nagold 2:1.

Spiel um Platz 3: VfL Nagold – SF Gechingen 6:2.

Finale: TSV Köngen – SKV Rutesheim 2:2 (6:4) nach Neunmeterschießen.