Ein Last-Minute-Tor entscheidet das 33. Vollbande-Turnier der SF Gechingen – Matija Sebalj trifft in der letzten Spielminute. Der FV Calw gewinnt das Spiel um Platz drei.
Ein Kraftakt von Jeremie Arlt entlang der Vollbande, ein glückliches Füßchen von Matija Sebalj – der VfL Nagold II gewann in der Schlussminute das Finale beim 33. Gechinger Vollbanden-Turnier gegen Titelverteidiger SF Gechingen mit 1:0.
Spannendes Finale
„Wir haben heute ein sehr spannendes Finale und einen verdienten Sieger gesehen“, kommentierte Jens Kusterer das Geschehen. Beide Teams hatten bis dahin sehr souveräne Auftritte mit zahlreichen Toren hingelegt. Die logische Folge, in den letzten zwölf Turnierminuten haben sich die Spieler in Weiß und Blau weitgehend neutralisiert. Torgefahr war in erster Linie von den beiden spielenden Torhütern Marvin Schuh (SFG) und Mario Bozic (VfL) ausgegangen, bis eine Energieleistung von Arlt die Entscheidung produzierte. Die Nagolder waren zum Finaltag ohne ihre „Altstars“ Armin Redzepagic und Michael Steger angereist.
Gutekunst glänzt
An ihrer Stelle glänzte (Jung-)Torjäger Tom Gutekunst mit fünf Treffern. Kurz zuvor hatte der FV Calw das Spiel um Platz drei gegen die SG Gäufelden im Zehn-Meter-Schießen (3:1) gewonnen. Die reguläre Spielzeit wurde nach Toren von Andreas Kranz und Ramadan Kuskaya mit einem 1:1 beendet, vom Punkt aus war nur noch Spielertrainer Pascal Buyer für die SG erfolgreich.
Spektakuläres 3:3
Das Überraschungsteam des Turniers war im Viertelfinale nach einem spektakulären 3:3 im Zehn-Meterschießen über die SF Kayh ins Halbfinale gestürmt, wurde da vom späteren Turniersieger VfL Nagold II mit 0:7 jedoch energisch abgebremst.
Für Pascal Buyer kein Beinbruch. „Wir haben nicht damit gerechnet, dass wir so weit kommen, ich habe mich riesig für die Jungs gefreut und habe es als sehr schön empfunden, dass uns sehr viele hier diesen Erfolg gegönnt haben, erklärte der Ex-Gechinger.
2:0-Führung verspielt
Der FV Calw war lange Zeit wie ein Final-Kandidat aufgetreten! In der Zwischenrunde bekam das Team von Dominik Pedro plötzlich Probleme, als es gegen die Gastgeber eine 2:0-Führung verspielte. Mahmutkaan Uzun und Pascal Neumann hatten die SFG am Rande einer Niederlage, dann konnten Andreas Kiwranoglou, Marius Bürkle und Kevin Hörner das Spiel mit 3:2 noch drehen.
„Hänger“ bei SF Kayh
Auch gegen die starke SF Kayh hatten die Hessestädter einen „Hänger“, als sie Paul Reutter innerhalb von 92 Sekunden eine 3:0-Führung ermöglichten. Um als Gruppendritter noch weiterzukommen, musste man das Stadtderby gegen den VfL Stammheim gewinnen, was mit 2:0 auch knapp gelang.
Im Viertelfinale konnte das Team dann ganz überraschend durch Tore von Metehan Uzun und Simone Dieli den SV Althengstett besiegen. „Super, den Erfolg nehmen wir natürlich gerne mit“, freute sich Trainer Lorenzo Pucciarelli über das 2:1 gegen den Bezirksligisten.
Haar in der Suppe
Der hatte sich im Spiel zuvor buchstäblich bis zum Abpfiff mit einem 7:2 gegen den 1. FC Calmbach ausgetobt. „Da hätten wir uns etwas cleverer anstellen und ein paar Tore für das Viertelfinale gegen den FV Calw aufheben sollen“, fand SVA-Trainer Daniel Sajko ein Haar in der Suppe beim letztjährigen Finalisten.
Überaus zufrieden durfte auch der TSV Altensteig das Turnier verlassen. Die Mannschaft um Harun Cömert war lange gut unterwegs, bis sich der VfL Nagold (1:4 - Zwischenrunde) und Gastgeber SF Gechingen (1:3 Viertelfinale) als eine zu hohe Hürde erwiesen haben. „Wir haben insgesamt über 400 Tore gesehen nur im Finale haben die Mannschaften mit Treffern gegeizt“, stellte Jens Kusterer fest.
Geleitet haben den Finaltag die Schiedsrichter Stefan Beckmann, Christian Görres und Ayhan Kesser, die gleich bei drei Zehn-Meterschießen den Überblick behalten mussten.