Die Mannschaft von GU Türk SV Pforzheim feiert mit dem begehrten Pokal. Foto: Albert M. Kraushaar

Das Hallenfußball Turnier des FC Calmbach wurde auch bei seiner 51. Auflage seinem Ruf als Zuschauermagnet gerecht.

Einschließlich Jedermann-Turnier durfte sich das Team um Michael Herder über durchgehend gut besuchte Ränge und die Kicker über eine gute Stimmung freuen.

 

In erster Linie natürlich die Fans vom GU Türk SV Pforzheim. Der Verbandsligist setzte seinen seit drei Jahren laufenden Siegeszug im Finale mit einem 6:2-Erfolg über die SpVgg Coschwa II fort.

Tempo, Dynamik, Spielwitz

In Sachen Tempo, Dynamik, Spielwitz war das Team um Daniel Calo das Maß der Dinge in der Enztalhalle. Großen Respekt verdiente sich aber auch der zweite Finalteilnehmer. Erst als Sieger des zweiten Qualifikationsturniers in das Hauptfeld gekommen, überzeugte der Kreisligist mit seinen sehr disziplinierten Auftritten, was am Ende mit einem Preisgeld von 500 Euro belohnt wurde.

SpVgg Coschwa II souverän

Die SpVgg Coschwa II hatte im Halbfinale der SG Oberreichenbach/Würzbach keine Chance gelassen und sich souverän mit 6:1 für das Endspiel qualifiziert. Erst beim Stande von 0:5 konnte Marvin Keppler eine der wenigen SG-Chancen zum Ehrentreffer nutzen.

Das sollte gleichzeitig zum letzten Tor des Bezirksligaaufsteigers werden, denn im kleinen Finale gegen den FC Fatihspor Pforzheim (0:3) war absolut nichts zu machen. Das erste Gegentor hatte Fatihspor Torhüter A. Demiral vorbereitet und Y. Aktas abgeschlossen, das zweite selbst erzielt. Beide nach dem gleichen Strickmuster, als die SG den spielenden Torhüter frei zum Schuss kommen ließ.

Neuauflage des letztjährigen Endspiels

Zuvor erlebten die Zuschauer im Halbfinalspiel in der Partie FC Fatihspor Pforzheim gegen den GU Türk SV Pforzheim nicht nur eine Neuauflage des letztjährigen Endspiels, sondern in Sachen Dramatik und Spannung auch „Das Spiel des Tages“ wie es der Hallensprecher völlig zurecht einstufte.

Zweimal stand GU-Torjäger Söylemez im Blickfeld. Zuerst bei der Führung, und dann mit einem gehaltenen Neunmeter. Die Begeisterung darüber nutzte A. Yazici zum Ausgleich, doch im Gegenzug stampfte Söylemez die Freude der Fatihspor Fans mit seinem Treffer zum 2:1 für den Verbandsligisten wieder ein.

Dumm gelaufen

Aus der Sicht der beiden WFV-Vertreter SF Gechingen und SG Oberreichenbach/ Würzbach ist das Turnier schon in der Gruppenphase ganz dumm gelaufen.

Die SFG musste nach zwei Niederlagen in der Zwischenrunde als Gruppendritter gegen den Ligakonkurrenten antreten, und brachte da bei der 2:3-Niederlage eine 2:1-Führung nicht über die Zeit. Marvin Keppler schoss das Team von Spielertrainer Jens Kusterer mit drei Toren aus dem Turnier.

Neunmeterschießen entscheidet

Parallel rettete sich der FC Calmbach gegen den FC Alemannia Wilferdingen in ein Neunmeterschießen und beschert da seinen Fans mit 6:4 ein nicht erwartetes Erfolgserlebnis. Allerdings war für den Gastgeber im Viertelfinale gegen den FC Fatihspor Pforzheim mit 1:2 Schluss.

Ebenfalls Schluss war für den höher gehandelten 1. FC Birkenfeld (1:3 gegen SpVgg Coschwa) und den FC Germania Singen, der mit 2:3 gegen Oberreichenbach/Würzbach den Kürzeren zog.

Gedenkminute für Jürgen „Beppo“ Keppler

Dieser überraschende Erfolg hing jedoch lange am seidenen Faden, denn erst in der Schlussminute konnten Hinderer und Kugele den 1:2-Rückstand in einen 3:2-Sieg drehen.

Ein „Glücksmoment“ in einer Reihe von schweren Tagen, nachdem am Ende des alten Jahres Meistertrainer Jürgen „Beppo“ Keppler nach schwerer Krankheit verstorben war.

In Calmbach – wo er einst auch aktiv war – wurde das Engagement von Keppler unter Einbeziehung der Zuschauer in einer Gendenkminute gewürdigt.