Nach dem 10. November steht Albstadts größte Halle nur noch für den Sport zur Verfügung – und auch das nur noch auf Zeit.
Wie die Stadt Albstadt diverse regelmäßigen Nutzern der Zollernalbhalle – etwa Vereinen und Kirchengemeinden – mitgeteilt hat, muss diese wegen zahlreicher technischer Mängel nach dem 10. November um 18 Uhr für den gewohnten Veranstaltungsbetrieb jenseits des Sports geschlossen werden.
Das heißt: Der Wintersportverein Tailfingen kann seine diesjährige Skibörse noch veranstalten; unmittelbar danach geht der Vorhang zu.
Lüftung und Trinkwasser fallen durch die Inspektion durch
Der Hintergrund dieser Anordnung: Wie das Amt für Kultur und Tourismus verlauten lässt, haben jüngste Hygieneinspektionen im Haus das Ergebnis erbracht, dass eine Stilllegung der zentralen Lüftungsanlage und der Trinkwasseranlage für den Duschbetrieb zwingend geboten ist.
Die Hauptlüftungsanlage wurde als „grenzwertig bis unzureichend“ beurteilt und deshalb außer Betrieb genommen, und auf der Grundlage der Risikobewertung, die sich aus der Gefährdungsanalyse des Trinkwassers ergab, wurde ein Duschverbot erlassen.
Die Nutzung der Anlage in der bisherigen Form, so die Stadt, würde die Investition von Millionenbeträgen erfordern.
Noch bis zum Februar als Sportstätte nutzbar
Da die Raumlufttechnik die Heizwärme überträgt, die Halle also nach ihrem Ausfall nicht mehr beheizt werden kann, fällt sie auf unabsehbare Zeit als Versammlungsstätte aus – vom Foyer einmal abgesehen, das, ebenso wie die Küche, nicht vom Heizungsausfall tangiert sein soll.
Für den Sport soll die Halle noch bis Mitte oder Ende Februar 2025 zur Verfügung stehen – allerdings ohne Heizung, ohne Lüftung und ohne Duschen.
Der Grund: Im Technischen Rathaus geht man davon aus, dass die Onstmettinger Raichberghalle, die derzeit – wegen Legionellen – ebenfalls geschlossen ist und deren Schulsport deshalb in die Zollernalbhalle verlegt wurde, danach wieder zur Verfügung steht.
Spätestens bis Oktober muss der Albstädter Gemeinderat entscheiden
Für eine darüber hinausgehende Nutzung der Zollernalbhalle sind, wie es in dem Schreiben weiter heißt, unterdessen verschiedene Szenarien untersucht worden, mit denen sich nun der Albstädter Gemeinderat befassen muss.
Er soll entscheiden, ob und falls ja, in welchem Umfang die Zollernalbhalle künftig genutzt werden kann – und zwar möglichst bald: eventuell schon in der nächsten Sitzung am 26. September, ganz bestimmt aber in der Oktobersitzung.