Der Tailfinger Kunstradfahrer Philipp-Thies Rapp startet beim beim zweiten Weltcup im österreichischen Hohenems.
Nach dem ersten Weltcup im März in Italien, bei dem Rapp mit 192,59 Punkten Rang zwei hinter Weltmeister Lukas Kohl belegte, widmeten sich Bundestrainer Dieter Maute, der auch Tailfinger Vereinstrainer ist, und sein Schützling im Training weniger dem Wettkampf, sondern vielmehr neuen Übungsteilen, wie etwa den eingereichten Saltoabgang und Kraftteilen oder auch dem fünffachen Drehsprung.
Vor zwei Wochen das Training wieder auf Wettkampf umgestellt
„Vor zwei Wochen haben wir das Training dann wieder etwas umgestellt“, sagt Maute. „Aber das ist auch kein Problem. Philipp beherrscht seine Übungen so gut, um sein Programm auch in Hohenems problemlos durchzufahren.“ In diesem wird sich der Drehsprung auch nur in dreifacher Ausführung befinden, wenngleich laut Maute das Ziel ist, den Sprung auszuweiten und „in den Wettkampf zu gehen, als ober ihn fünffach springt.“ In erster Linie gelte es, Erfahrung zu sammeln. „Wenn Philipp das Gefühl hat, dass es passt, dann kann er ihn auch fünffach springen.“
Ein Treppchenplatz soll es wieder sein
In Hohenems stellt Philipp Rapp 210,60 Punkte auf und liegt damit nur knapp hinter Weltmeister Lukas Kohl (RMSV Concordia Kirchehrenbach/214.00). Hinter Rapp rangieren der Deutsch-Spanier Emilio Arellano (RV Oberjesingen/208,20) und Simon Köcher (RSV Öschelbronn/199,40). „Unser Ziel in Hohenems ist es, wieder einen Treppchenplatz zu belegen“, sagt Bundestrainer Maute, der von seinem Schützling erwartet, „dass er über 200 Punkte herausfährt, wenn es gut läuft. Alles unter 195 Punkten wäre eine Enttäuschung.“
Weltcup als Auftakt der Saisonvorbereitung
Dennoch will Maute dem Wettbewerb nicht zu viel Bedeutung einräumen; schließlich ist Rapp ja noch nicht in Bestform. „Der Weltcup soll Auftakt zur Saisonvorbereitung sein. Der Aufbau wird dann so sein, dass wir Mitte oder Ende September die Topform erreichen, wenn die wichtigen Wettbewerbe in Sachen WM-Qualifikation anstehen“, weiß der Bundestrainer. „Nun geht es vielmehr auch darum, wieder Routine zu bekommen und, wenn möglich, auch Erkenntnisse zu gewinnen.“