Nur noch wenige Tage sind es bis zur diesjährigen UCI Hallenradsport-Weltmeisterschaft vom 25. bis 27. Oktober in Bremen. Organisiert werden die Titelkämpfe vom Tailfinger Max Maute, der Einblick über den Stand der Dinge gibt.
In einer Online-Pressekonferenz gab Max Maute, der mit seiner Firma OMS Event GmbH die Titelkämpfe in der Bremer ÖVB-Arena ausrichtet, Einblick über den Stand der Dinge. Mit von der Partie waren auch Kunstrad-Bundestrainer Dieter Maute, Radball-Bundestrainer Jörg Latzel, sowie die amtierenden Weltmeister im 1-er Kunstradfahrer der Männer, Lukas Kohl, im 1-er der Frauen, Jana Pfann, sowie im Radball, Raphael Kopp.
„Es war schon immer mein Traum, eine Weltmeisterschaft zu veranstalten, sowohl beruflich, als auch sportlich“, sagt Max Maute, der vor einem Jahr bei den Weltmeisterschaften in Glasgow den Zuschlag der UCI für das Event ein Bremen erhielt. „Als Sportler habe ich 18 Jahre auf den Traum einer WM-Teilnahme hingearbeitet.“
Mit Erfolg, denn 2021 wurde er Vizeweltmeister, ehe er ein Jahr später seine Karriere beendete. Nun erfüllt sich der 26-Jährige auch seinen beruflichen Traum mit der WM in der Hansestadt. Warum gerade Bremen? „Das ist eher ein Zufall“, sagt Max Maute. „Zum Einen bin ich dort hingezogen, und Zum Anderen habe ich dort zur richtigen Zeit die richtigen Leute getroffen. Das Thema WM stand eh schon im Raum; es hat nur noch Einen gebraucht, der das macht – das war dann Ich.“
Clemens Fritz ist Schirmherr der WM
Eigentlich gebe es ja in Süddeutschland einen Schwerpunkt im Hallenradsport. „Aber hier in Norddeutschland gibt es auch eine Szene, die etwas kleiner ist und von denen die wenigsten bei einer WM gewesen sind. Das fand ich schade. Ich wollte, dass die Menschen hier dies miterleben. Mein Ziel ist es auch, mit der Veranstaltung den Nachwuchs anzukurbeln.“ Die Begeisterung bei den Menschen im Norden hat Max Maute geweckt. So schaffte er es, den Geschäftsführer Sport des Fußball-Bundesligisten SV Werder Bremen, Clemens Fritz, als Schirmherrn der Veranstaltung zu gewinnen.
Über 4000 Tickets sind schon verkauft
Auch der Kartenvorverkauf läuft sehr gut. Bislang sind laut Maute bereits 4100 Drei-Tages-Tickets bereits verkauft worden. Er rechnet mit jeweils 5000 Zuschauern, die an den drei Wettkampftagen in die ÖVB-Arena strömen.
„Eine Heim-WM ist immer etwas ganz Besonderes“
Groß ist die Vorfreude auch bei den Sportlerinnen und Sportlern. „Eine Heim-WM ist immer etwas ganz Besonderes“, sagt Weltmeister Lukas Kohl, der in Bremen sein achtes Regenbogentrikot holen und damit zu Rekord-Weltmeister David Schnabel aufschließen kann. Etwas Nervenkitzel sei auf alle Fälle dabei. „Denn um ein Ergebnis über 200 Punkte auszufahren, muss immer alles stimmen.“ Und mit Philipp-Thies Rapp vom RSV Tailfingen und dem Deutsch-Spanier Emilio Arellano gibt es zwei Konkurrenten, die ebenfalls über 200 Punkte fahren können. „Vielleicht gelingt uns ja in Bremen, dass alle drei über 200 Punkte kommen, Das wäre das erste Mal bei einer WM.“
Die Titelverteidigung ist Kopps Ziel
„Ich fiebere schon auf ein Jahr daraufhin, an der WM in Bremen teilzunehmen“, sagt Jana Pfann. „Ich erwarte sehr viel und hoffe, dass die Erwartungen noch übertroffen werden.“ Ein klares Ziel gesetzt hat sich auch Radballer Raphael Kopp, der mit seinem neuen Partner Bernd Mlady seinen Titel verteidigen will.
Spannende Wettkämpfe an drei Tagen
Die ersten Wettkämpfe steigen am Freitag mit den Vorrundenwettkämpfen der Radballer, sowie im 1-er und 4-er der Frauen. Am Samstag stehen die Vorrunden im 1-er Männer, im offenen 2-er und das Frauen-Finale an. Höhepunkte am Sonntag sind die Finals im 1-er der Männer und im Radball.