Der 14. Murat Lamm-Cup bot auch in der Rangendinger Mehrzweckhalle tollen Budenzauber. Im Finale hatte der FC Hechingen das Nachsehen.
Nach 24 Vorrundenspielen und insgesamt mehr als 100 Toren standen die acht Teilnehmer des Viertelfinals fest. Eine erste große Überraschung hatte es gegeben, denn Vorjahresfinalist SG Weildorf/Bittelbronn verpasste in Gruppe B den Einzug in die Runde der letzten Acht.
Vorjahresfinalist verpasst die Runde der letzten Acht
So standen sich im ersten Viertelfinale Gastgeber Türk Pamukkale Haigerloch und der FC 07 Albstadt II gegenüber. Torhüter Furkan Adibelli eröffnete früh den Torreigen. Der Goldene Treffer reichte fürs Halbfinale.
Im zweiten Viertfinale bekam es der SV Rangendingen mit der SGM Hart/Owingen II zu tun. Beide Teams ließen einige Torgelegenheiten aus, ehe der Außenseiter plötzlich netzte. Der SVR glich prompt durch Luka Djerfin aus. David Fiechter legte das 2:1 nach und das Tor zum Halbfinale stand offen. Alexander Esslinger sorgte mit dem 3:1 für die Entscheidung.
Im dritten Viertelfinale kreuzte der FC Hechingen mit der SGM Geislingen/Heiligenzimmern II die Klingen. Rovinson Beka traf zum 1:0 für den FCH. Kaan Akkaya legte das 2:0 nach. Der Underdog kassierte das 0:3, erneut durch Rovinson Beka. Gino Rizzo stellte auf 4:0 und 5:0. Im vierten Viertelfinale hatte Turnierfavorit SV Dotternhausen es mit der U19 der SGM Weildorf/Bittelbronn Eyachtal zu tun. Fabian Zirkel, Marc Wissmann (4), Rico Strobel und Mathias Mauz erzielten die Treffer beim 7:0. In der Schlussminute gelang Ergebniskorrektur zum 2:7.
Pamukkale wehrt sich nach Kräften im Halbfinale
Im ersten Halbfinale standen sich dann Türk Pamukkale Haigerloch und der FC Hechingen gegenüber. Der FCH setzte auf den Wechsel im Tor, in der Defensive stand Cem Kizgin zwischen den Pfosten, im Ballbesitz übernahm Spielertrainer Joso Zupan. Dieser Vorteil machte sich schnell bemerkbar. Zupan netzte zum 1:0 für Hechingen ein. Kaan Akkaya hatte das 2:0 auf dem Fuß. Es blieb eng. Ein Konter brachte dann spät das 2:0 durch Gino Rizzo. Und auch das 3:0 durch Fatih Ezgin fiel nach einem Ballgewinn. Insgesamt war das Ergebnis zu hoch; die Gastgeber hatten sich teuer verkauft und gewannen später das Spiel um Platz drei – in der torreichsten Partie des Tages - mit 7:3, während Hechingen ins Traumfinale einzog.
Dotternhausen löst das Finalticket
Dort sollte das Zupan-Team nämlich auf Dotternhausen treffen. Im zweiten Halbfinale dominierte das Mauz-Team den SV Rangendingen, der jedoch durch Spielertrainer Alexander Esslinger gegen den Bezirksligisten mit 1:0 in Führung ging. „Torwart“ Julian Oberle glich zum 1:1 aus. Rico Strobel gelang sehenswert der 2:1-Führungstreffer für das Team mit der besten Spielanlage, das prompt das 3:1 durch Marius Oberle nachlegte. Rangendingen verkürzte durch Laurin Brendle noch auf 2:3. Das 4:2 durch Marc Wissmann ließ jedoch den Vorhang fallen.
Endspiel ist von Spannung geprägt
So kam es im großen Finale zum Duell der beiden besten Torjäger des Turniers. Auf Seiten den FC Hechingen war das Kaan Akkaya, auf Seiten des SV Dotternhausen Marc Wissmann. Nach schönem Zuspiel erzielte Wissmann das 1:0 für Dotternhausen. Es war sein 13. Turniertreffer. Nach schnellem Konter schloss Mathias Mauz zum 2:0 ab. Fatih Ezgin verkürzte auf 1:2. Immer wieder lauerte Akkaya, doch der SVD war enorm aufmerksam und kam durch Strobel zum 3:1. Wieder gelang Hechingen nur wenige Sekunden später der 2:3-Anschluss. Torhüter Cem Kizgin trug sich in die Torschützenliste ein.
Fünf Minuten waren noch auf der Uhr. Niklas King ließ auf der Gegenseite die Vorentscheidung liegen. Dotternhausen blieb im Ballbesitz und brachte das clever über die Bühne. Top-Torjäger Marc Wissmann sagte nach dem Schlusspfiff: „Wir wussten um unsere Favoritenrolle und hatten auch eine personell gut besetzte Mannschaft mit dabei. Hechingen war heute mit der beste Gegner. Sie haben auch mit einem aktiven Torhüter gespielt, das ist das A und O. Unserer hat es einen Tick besser gemacht und deshalb haben wir gesiegt.“ Die gewonnenen 500 Euro gehen laut Wissmann beim SVD in die „Malle-Kasse“.